Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Grenzkontrollen: 20 Migranten in elf Monaten zurückgeschickt | BR24

© picture alliance/Revierfoto/Revierfoto/dpa

Bundespolizist bei Grenzkontrolle

Per Mail sharen

    Grenzkontrollen: 20 Migranten in elf Monaten zurückgeschickt

    Die Abkommen mit anderen Staaten über eine Zurückweisung von Migranten bleibt offenbar hinter den Erwartungen zurück. Laut "Welt am Sonntag" wurden in den vergangenen elf Monaten 20 Migranten an der österreichisch-deutschen Grenze zurückgeschickt.

    Per Mail sharen

    Die Abkommen mit anderen Staaten über eine Zurückweisung von Migranten bleibt offenbar hinter den Erwartungen zurück. Wie das Bundesinnenministerium der "Welt am Sonntag" auf Anfrage mitteilte, sind seit August 2018 18 Personen nach Griechenland und zwei nach Spanien zurückgebracht worden.

    Asylstreit: Am Ende war der Kompromiss

    Vor einem Jahr etwa hatten sich die Schwesterparteien CDU und CSU über Deutschlands Grenz- und Migrationspolitik gestritten. Seehofer hatte gefordert, dass alle Asylbewerber, die bereits in einem anderen EU-Land einen Asylantrag gestellt hatten, an der deutsch-österreichischen Grenze zurückgeschickt werden sollten. Schätzungen zufolge wären das bis zu 40.000 Menschen gewesen. Merkel war dagegen und setzte sich schließlich durch, "wirkungsgleiche" Abkommen mit anderen Staaten zu vereinbaren.

    Abkommen nur mit Spanien und Griechenland

    Warum in elf Monaten 20 Migranten festgesetzt und zurückgeschickt wurden, dürfte vor allem an zwei Gründen liegen: Die Abkommen über die Zurückweisungen von Migranten konnte Deutschland nur mit Griechenland und Spanien treffen, Italien weigerte sich. Zum anderen: Die Vereinbarungen greifen nur bei Migranten, die bei Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze aufgegriffen werden. Migranten, die über Griechenland und Spanien in die EU einreisen, kommen aber auf dem Weg nach Norden nur selten durch Österreich.