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Greenpeace kritisiert Ressourcenverschwendung im Online-Handel | BR24

© Rolf Vennenbernd/dpa

Pakete und Päckchen bei der Deutschen Post

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    Greenpeace kritisiert Ressourcenverschwendung im Online-Handel

    Vielen Menschen bestellen laut Umfrage im Internet Ware schon mit Rücksende-Absicht. Dabei ist ihnen die Verschwendung von Ressourcen im Online-Handel nicht bewusst: Retouren gelangen oft nicht in den Handel zurück, vieles wird direkt vernichtet.

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    Viele Verbraucher bestellen online Produkte in dem Wissen, diese später wieder zurückzuschicken. Das sei eine enorme Ressourcenverschwendung, kritisiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die am Freitag eine Umfrage zu dem Thema vorstellte. Demnach bestellen die Deutschen im Schnitt 16 Kleidungsstücke pro Jahr. Dabei geht jedes fünfte Stück wieder zurück.

    Viele Menschen wissen nicht, dass Händler Retouren vernichten

    Das Hamburger Meinungsforschungsinstitut Nuggets befragte im Oktober 1000 Verbraucher im Netz zu deren Online-Einkäufen und Retouren. Drei von vier Befragten bestellen demnach regelmäßig Textilien und Schuhe. Von den Online-Bestellern wissen wiederum vier von zehn schon beim Einkauf, dass sie einige Produkte wieder zurückschicken wollen. Gleichzeitig können sich neun von zehn Befragten nicht vorstellen, dass Retouren auch vernichtet werden.

    Zurückgeschickte Ware: Teils billiger verkauft, gespendet, entsorgt

    Greenpeace verweist aber auf Medienrecherchen, wonach beispielsweise bei Amazon viele Teile nicht mehr in den Handel, sondern direkt in den Schredder gehen. In einer Studie der Marktforschungsfirma EHI Retail Institute gaben die befragten Onlinehändler an, im Durchschnitt 70 Prozent der Retouren wieder in den regulären Verkauf zu geben. Der Rest werde teils billiger verkauft, teils gespendet - mehr als die Hälfte der 105 befragten Händler gab aber auch an, einen Teil ihrer Retouren direkt zu entsorgen.

    Greenpeace möchte Vernichtung von Ware verbieten

    Greenpeace fordert von der Regierung ein Gesetz, das die Vernichtung neuwertiger Ware verbietet. Das sei nötig, weil der Handel im Internet boomt. So wurden vergangenes Jahr rund 3,4 Milliarden Online-Bestellungen zu deutschen Verbrauchern geschickt. Angenommen, diese seien 20 Zentimeter hoch, ergebe das einen Stapel von 680.000 Kilometern, rechnet Greenpeace vor. Ein solcher Stapel würde von der Erde bis zum Mond und fast wieder

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    • BR24 Redaktion
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