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Greenpeace: Japan ignoriert Atomkraft-Risiko in Erdbebengebieten | BR24

© Uncredited/Tokyo Electric Power Co.

ARCHIV - 16.03.2011, Japan, Okuma: Rauchwellen aus dem zerstörten Block 3 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi

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    Greenpeace: Japan ignoriert Atomkraft-Risiko in Erdbebengebieten

    Ein japanisches Gericht hat drei leitende Mitarbeiter des Fukushima-Konzerns Tepco freigesprochen. Der Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital geht im Interview mit der Bayern 2 radioWelt davon aus, dass der Freispruch im Land für Empörung sorgen wird.

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    Über acht Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima hat ein japanisches Gericht drei ehemalige Manager des Kraftwerksbetreibers Tepco vom Vorwurf der Fahrlässigkeit mit Todesfolge freigesprochen. Das Urteil kommt für den Atomphysiker, der regelmäßig in die Unglücksregion reist, nicht ganz überraschend.

    "Es überrascht nicht. Es hätte aber auch anders ausgehen können. Es ging im Prozess darum, dass man schon vor zehn Jahren gewusst hat, dass ein Tsunami eine schwere Atomkatastrophe auslösen kann und dass diese Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering ist." Heinz Smital, Atomenergie-Experte bei Greenpeace

    "Risiko wurde ignoriert"

    Die Betreiberfirma Tepco habe dieses Risiko allerdings ignoriert. Schon der erste parlamentarische Untersuchungsbericht von 2012 habe von einer "menschengemachten" Katastrophe gesprochen, so Smital. Es gebe also direkt Verantwortliche für die Katastrophe.

    "Tepco hat auf die bekannte Gefahr nicht reagiert, um keine Diskussion über die Sicherheit von Atomkraftwerken in Japan auszulösen." Heinz Smital, Atomenergie-Experte bei Greenpeace