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Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen SUVs | BR24

© dpa-Bildfunk/Bodo Marks

Greenpeace-Aktivisten protestieren in Bremerhaven gegen SUVs

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    Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen SUVs

    Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben in Bremerhaven gegen SUV-Fahrzeuge protestiert. Etwa 35 Aktivisten brachten an einem Transportschiff mit etwa tausend Sportgeländewagen ein Banner mit dem Slogan "Klimakiller an Bord" an.

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    Gegen die Umweltverschmutzung durch große und schwere Autos haben Greenpeace-Aktivisten in Bremerhaven protestiert. An einem Schiff mit geladenen Sportgeländewagen (SUV) hängten sie ein Banner mit dem Slogan "Klimakiller an Bord" auf. Auch auf der Laderampe zeigten die Aktivisten Banner.

    Protest gegen Lieferungen von BMW und Mercedes

    Laut einem Greenpeace-Vertreter haben die Umweltschützer die Laderampe etwa drei Stunden lang blockiert, bevor die Polizei mit der Räumung begann. Neben dem Schiff lag demnach ein zweites, das mehr als 2.000 SUVs geladen hatte. Der Protest richtete sich in diesem Fall gegen Lieferungen für BMW und Mercedes.

    Nach Angaben der Polizei waren rund 100 Menschen an der Spontandemonstration zum Thema Umweltschutz beteiligt. Das Betreten des Hafengeländes sei grundsätzlich ein Hausfriedensbruch, sagte ein Sprecher.

    SUVs "deutlich klimaschädlicher"

    Mit der Aktion kritisiert die Organisation Autohersteller, die schwere und PS-starke Geländelimousinen im Ausland bauen lassen und nach Deutschland verschiffen.

    "Diese Autos sind durch ihr hohes Gewicht und die großen Motoren deutlich klimaschädlicher als andere Pkw." Gregor Kessler, Greenpeace

    Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan sagte, mit Blick auf die Klimakrise sei es völlig unverantwortlich, SUVs herzustellen und zu fahren: "Die deutschen Hersteller müssen weg von übermotorisierten Klimakillern und viel stärker auf leichte E-Autos und Mobilitätsdienstleistungen setzen."

    Geländewagen gefährlicher bei Unfall

    Greenpeace wies auch auf das Sicherheitsrisiko hin, das die wachsende Zahl an SUVs darstelle.

    "Wer als Autofahrer einen SUV als Unfallgegner hat, hat ein viermal höheres Risiko zu sterben als bei einem gewöhnlichen Pkw. Bei Fußgängern steigt das Risiko eines tödlichen Unfalls aufgrund der höheren Motorhaube um die Hälfte an."

    Besonders gefährdet seien Kinder, weil sie aus einem SUV schlechter zu sehen seien und bei einer Kollision auf Kopf- und Brusthöhe getroffen würden, erklärte die Organisation. Erst am Freitagabend war ein SUV im Zentrum von Berlin aus noch ungeklärter Ursache auf einen Gehweg gerast. Dabei wurden vier Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt.