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Gottesdienste mit Mundschutz und ohne Gesang | BR24

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Die Gläubigen in Bayern dürfen wieder Gottesdienste besuchen. Aber auch in der Kirche gelten strenge Regeln. Wie werden die Konzepte zum Schutz gegen Corona umgesetzt, und haben sie sich bewährt? Eine Zwischen-Bilanz nach einer Woche.

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Gottesdienste mit Mundschutz und ohne Gesang

In zahlreichen Kirchen haben zum ersten Mal seit den Corona-Schutzmaßnahmen wieder öffentliche Gottesdienste stattgefunden. Bundespräsident Steinmeier dankte den Religionsgemeinschaften für ihr Verhalten in der Krise.

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Zum ersten Mal seit der Unterbrechung wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben zahlreiche Kirchen wieder öffentliche Gottesdienste veranstaltet. Unter anderem im evangelischen Berliner Dom wurde erstmals wieder ein Gottesdienst mit einer größeren Öffentlichkeit gefeiert, ebenso wie im katholischen Mainzer Dom. Unter dem Zeichen der Schutzmaßnahmen standen die Feiern trotzdem. Sie fanden mit Mundschutzpflicht und Abstandsregeln statt. Auf das Singen mussten die Besucher verzichten. Die Weihwasserbecken blieben leer.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm an einer Messe in der Berliner Marienkirche teil. Anschließend dankte er den Kirchen und Religionsgemeinschaften. "In der Corona-Pandemie haben sie sich von Anfang an verantwortungsvoll und umsichtig verhalten." Kirchen und Religionsgemeinschaften hätten Einschränkungen des religiösen Lebens in Kauf genommen, um vor der Verbreitung des Coronavirus zu schützen.

Beschränkte Teilnehmerzahl

Im Berliner Dom waren gemäß der aktuellen Vorgaben maximal 50 Gläubige zugelassen. Wegen der geringen Zahl hatte das Domkirchenkollegium entschieden, zunächst nur Mitglieder der Domgemeinde teilnehmen zu lassen. Zur Messe im Mainzer Dom kamen rund 30 Gläubige. "Der Gottesdienst hat deutlich gezeigt, dass es noch ein weiter Weg zur Normalität unserer Feiern ist", sagte Bischof Peter Kohlgraf.

Bei vielen Messen sei das zulässige Kontingent von 50 Besuchern nicht erreicht worden. Vergangene Woche hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigt, dass wieder Gottesdienste möglich sein sollen. Einige Bundesländer hatten dies schon vorher wieder erlaubt.

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