Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Google löscht nicht alles | BR24

© pa/dpa/Boris Roessler

Ein Mann geht an einem Google-Schriftzug vorbei

Per Mail sharen

    Google löscht nicht alles

    Fast 350.000 Löschanträge sind bei dem Suchmaschinenkonzern eingegangen, seit der Europäische Gerichtshof im vergangenen Mai ein "Recht auf Vergessen" postuliert hat. Besonders viele Anträge kamen aus Deutschland. Von Achim Killer

    Per Mail sharen

    Nach der Statistik, die Google jetzt veröffentlicht hat, verlangten europäische Bürger, dass die Suchmaschine 1,2 Millionen Web-Adressen aus ihrer Ergebnisanzeige löscht. 42 Prozent davon zeigt Google tatsächlich nicht mehr an.

    Seiten weiterhin auffindbar

    Vor allem Franzosen legten mit über 73.000 Löschanträgen Wert darauf, vergessen zu werden. Gut 60.000 Anträge kamen aus Deutschland. Die entsprechenden Seiten findet Google weiterhin, aber nicht mehr, wenn als Suchbegriff der Name eines Betroffenen eingegeben wird.

    Kritiker sprechen von Zensur

    Die großangelegte Löschaktion ist umstritten. Denn sie betrifft vor allem Medienartikel, die völlig legal im Netz stehen. Auch finden Surfer außerhalb Europas die Artikel ohne Einschränkungen. Darüber hinaus erhöht das Recht auf Vergessen, das Wissen des Konzerns über die Internet-Nutzer. Google weiß jetzt auch, welche Informationen den Betroffenen unangenehm sind.