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Gift in Outdoor-Kleidung | BR24

© dpa / picture-alliance

Outdoor-Kleidung

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    Gift in Outdoor-Kleidung

    Bewegung an der frischen Luft ist gesund. Und mit dem richtigen Outfit können selbst Wind und Wetter einem nichts anhaben. Doch wer ahnt, dass gerade in Outdoor-Bekleidung große Mengen giftiger chemischer Substanzen stecken?

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    Am Wochenende begann die weltgrößte Sportmesse ISPO in München. Grund genug für Greenpeace, 40 Produkte bekannter Outdoor-Marken aus 19 Ländern auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) testen zu lassen. Dies ist der dritte Outdoor-Bekleidungstest von Greenpeace seit 2012.

    Vorsicht - Gift in der Kleidung!

    Diesmal haben die Tester auch Camping- und Wanderausrüstung mit unter die Lupe genommen. Das erschreckende Ergebnis: Nur in vier von 40 Artikeln wurden keine PFC festgestellt. Elf Produkte enthielten die gesundheitsschädliche Perfluoroktansäure (PFOA). Die höchsten PFOA-Werte wurden in einem Schlafsack von The North Face, einer Hose von Jack Wolfskin, Schuhen von Haglöfs und Mammut und einem Mammut-Rucksack ermittelt.

    Kaum Schutz für Verbraucher

    Der Verbraucher hat kaum eine Möglichkeit, sich vor dem Gift in der Kleidung zu schützen. Achten kann man aber auf Pflegehinweise wie "separat waschen" oder "vor dem Tragen waschen". In Textilien mit solcher Kennzeichnung stecken oft Farbstoffe, die besonders leicht von der Haut aufgenommen werden. Auch knitterfreie oder bügelfreie Stoffe sind chemisch intensiver behandelt als andere. 

    Tipp der Tester

    Überlegen Sie vor dem Kauf, wofür Sie die Ausrüstung tatsächlich brauchen. Für eine einfache Wanderung im Voralpenland muss es nicht die High-Tech-Ausrüstung eines Gipfelstürmers sein. Denn für viele Anwendungen gibt es PFC-freie Alternativen. Wetterfest und PFC-frei sind beispielsweise Textilien aus Polyester und Polyurethan. Marken wie Fjällräven, Paramo, Pyua, Rotauf und R’adys bieten derartige Funktionskleidung an.