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Gewalt in Venezuela: Guaidó fordert Maduro heraus | BR24

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Venezuelas Präsident Maduro hat nach heftigen Krawallen in Caracas den Aufstand für gescheitert erklärt. Sein Widersacher Guaidó rief zu weiteren Massenprotesten auf. Ein Panzerwagen raste in eine Menschengruppe, Demonstranten warfen Brandsätze.

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Gewalt in Venezuela: Guaidó fordert Maduro heraus

Venezuelas Präsident Maduro hat nach heftigen Krawallen in Caracas den Aufstand für gescheitert erklärt. Sein Widersacher Guaidó rief zu weiteren Massenprotesten auf. Ein Panzerwagen raste in eine Menschengruppe, Demonstranten warfen Brandsätze.

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Demonstranten schleuderten Steine und Brandsätze auf die Beamten. Angehörige der Nationalgarde feuerten mit Tränengas und Schrotmunition in die Menge. Im Fernsehen war zu sehen, wie ein Panzerwagen in eine Menschengruppe raste.

Menschen durch Schrotkugeln verletzt – Festnahmen

Nach Angaben der Opposition wurden bei den Kämpfen mindestens 69 Menschen verletzt. Die meisten seien durch Schrotkugeln verwundet worden, schrieb der Bürgermeister der Oppositionshochburg Chacao, Gustavo Duque, auf Twitter. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation "Foro Penal" wurden im ganzen Land mindestens 83 Menschen bei Demonstrationen festgenommen.

Guaidó zieht Soldaten auf seine Seite

Zuvor hatte Guaidó einige Soldaten auf seine Seite gezogen und den Rest der Streitkräfte dazu aufgerufen, Präsident Maduro die Gefolgschaft aufzukündigen und sich der Opposition anzuschließen. "Maduro hat heute nicht mehr die Unterstützung der Streitkräfte", sagte Guaidó in einer Videobotschaft.

Oppositionsführer aus Hausarrest befreit

Abtrünnige Soldaten befreiten zudem den seit Jahren inhaftierten Oppositionsführer Leopoldo López aus dem Hausarrest. Der Gründer der Partei "Voluntad Popular" suchte mit seiner Frau und seiner Tochter zunächst in der chilenischen Botschaft Schutz und zog später in die diplomatische Vertretung Spaniens weiter.

Maduro erklärt sich zum Sieger

Präsident Maduro erklärte den Aufstand später für gescheitert. "Ich danke der Militärführung für den Mut bei der Verteidigung des Friedens", sagte er in einer Ansprache am Dienstagabend (Ortszeit). Nach seiner Darstellung wurden die Soldaten unter einem Vorwand zu einer Autobahn nahe dem Militärstützpunkt La Carlota gelockt worden. Als sie merkten, dass es sich um einen Coup der Opposition handelte, seien die meisten umgekehrt, sagte Maduro. Gegen den harten Kern von etwa 20 abtrünnigen Soldaten ermittele nun die Generalstaatsanwaltschaft. "Diese Verräter werden ihr Schicksal noch kennen lernen", sagte Maduro.

Tatsächlich gelang es der Opposition trotz des spektakulären Coups offenbar zunächst nicht, größere Truppenteile auf ihre Seite zu ziehen. Verteidigungsminister Vladimir Padrino gelobte Maduro die Treue und erklärte, alle Kasernen und Stützpunkte seien unter Kontrolle.

Colectivos: "Werden unseren Präsidenten verteidigen"

Auch die regierungstreuen Banden – sogenannte Colectivos – versprachen Maduro ihre Unterstützung. "Es ist der Moment gekommen, in dem wir die Revolution mit Waffen verteidigen", sagte der Chef der Gruppe "La Piedrita", Valentín Santana, in einem Video und streckte ein Schnellfeuergewehr in die Kamera. "Wir werden unseren Präsidenten Nicolás Maduro verteidigen."