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Gesundheitsministerium: Kein Engpass bei Grippe-Impfstoff | BR24

© dpa/picture-alliance/Laci Perenyi

Entwarnung aus dem Bundesgesundheitsministerium: Auch trotz der hohen Nachfrage heuer stehen noch genügend Grippe-Impfdosen zu Verfügung.

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    Gesundheitsministerium: Kein Engpass bei Grippe-Impfstoff

    In Deutschland ist wegen der Corona-Pandemie der Bedarf an Grippe-Impfstoffen in diesem Jahr so hoch wie lange nicht. Dennoch soll die Nachfrage gedeckt sein. Laut dem Bundesgesundheitsministerium stehen noch Millionen Dosen bereit zur Auslieferung.

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    Corona oder Influenza-Grippe? Auf den ersten Blick mögen beide Infektionskrankheiten vieles gemeinsam haben: Beide weisen ähnliche Symptome auf, beide sind ähnlich ansteckend, beide können gerade für Risikopatienten lebensgefährlich sein. Doch in einem Punkt unterscheiden sie sich gewaltig: Für die Grippe gibt es bereits einen Impfstoff.

    Die Bundesregierung rät deswegen seit Wochen: Gerade chronisch kranke Menschen sollen sich impfen lassen. So will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine größere Grippe-Welle parallel zu Corona im Herbst und Winter vermeiden und dadurch das Gesundheitssystem in Deutschland entlasten. Seitdem ist die Nachfrage nach dem Impfstoff im Vergleich zu den Vorjahren auch deutlich gestiegen. Befürchtungen, dass die Impfstoff-Dosen gegen Grippe in diesem Jahr nicht ausreichen könnte, hat das Ministerium von Spahn jetzt zurückgewiesen.

    Über sieben Millionen Dosen noch auf Lager

    Insgesamt seien für diese Grippesaison 26,675 Millionen Dosen beschafft worden. "Rund 7,4 Millionen Dosen davon stehen noch bereit, um in den kommenden Wochen bis Jahresende ausgeliefert zu werden", sagte ein Ministeriumssprecher der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Man rechne zudem damit, dass weitere Vorräte im Großhandel, in Apotheken und Arztpraxen lagerten.

    Das Ministerium geht davon aus, dass dies ausreicht, um die große Nachfrage nach Grippeimpfungen zu befriedigen. Mit der Stellungnahme reagierte das Ministerium in Berlin auf Kritik von Ärzten, der Grippe-Impfstoff sei vielerorts schon aufgebraucht.

    Kinderärzte beklagen zu wenig Impfstoffe

    Kritik kam zum Beispiel auch vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Dort hieß es, man befürchte, dass der Impfstoff voraussichtlich nicht einmal für die Risikopatienten ausreiche. Laut Ständiger Impfkommission gehören zu dieser Gruppe unter anderem "Über 60-Jährige" und chronisch Kranke.

    Gesundheitsminister Spahn hatte angesichts der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen mehrmals an die Bürger appelliert, sich gegen Grippe impfen zu lassen. So soll verhindert werden, dass gleichzeitig viele Fälle von Influenza und Covid-19 auftreten. Das Gesundheitsministerium hatte deswegen frühzeitig sechs Millionen Grippe-Impfdosen zusätzlich geordert. Die Gesamtkapazität von fast 27 Millionen Dosen liegt damit fast doppelt so hoch wie der Bedarf der Vorsaison. Nach Ministeriumsangaben standen in der zurückliegenden Saison 21 Millionen Dosen zur Verfügung, von denen nur 14 Millionen tatsächlich verimpft worden seien.

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