Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Gesundheitsminister Spahn will Masern-Impfpflicht ausweiten | BR24

© BR/Claudia Plaß

Die geplante Impfpflicht für Masern soll ausgeweitet werden. Wie das Bundesgesundheitsministerium bestätigte einen Bericht der Bild am Sonntag, wonach die Impfpflicht Tagesmütter und Flüchtlingsheime umfassen soll.

10
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Gesundheitsminister Spahn will Masern-Impfpflicht ausweiten

Bundesgesundheitsminister Spahn möchte seine geplante Masern-Impfpflicht offenbar ausweiten. Wie das Bundesgesundheitsministerium bestätigte, soll diese auch bei Tagesmüttern und in Flüchtlingsheimen gelten.

10
Per Mail sharen
Teilen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möchte seine geplante Masern-Impfpflicht offenbar ausweiten. Der entsprechender Entwurf des "Gesetzes für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention" soll am Mittwoch im Bundeskabinett beraten werden.

Spahn sehe die Impfpflicht nicht nur für Kinder in Schulen und Kindertagesstätten, sondern auch bei Tagesmüttern und in Flüchtlingsheimen vor, teilte das Gesundheitsministerium am Wochenende mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag".

Spahn will Kinder vor Masernansteckung schützen

Er wolle möglichst alle Kinder vor einer Masernansteckung schützen, sagte Spahn der Zeitung. "Wer sich oder seine Kinder nicht impfen lässt, gefährdet eben nicht nur sich selbst, sondern in einer offenen Gesellschaft auch andere." Das Gesetz soll in der ersten Jahreshälfte 2020 in Kraft treten. Bis zum Juli 2021 müsse der Nachweis für die Impfung der Kinder in den entsprechenden Einrichtungen erbracht werden, hieß es.

Wer sich nicht impfen lässt, muss 2.500 Euro Strafe zahlen

Gleiches gelte für die Mitarbeiter in Schulen, Kitas und Flüchtlingsheimen. Ein neu ankommender Asylbewerber müsse den Nachweis bis vier Wochen nach seiner Ankunft erbringen. Wer sich der Impfpflicht widersetzt, soll ein Bußgeld von 2.500 Euro zahlen müssen.

Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, den Impfschutz bei Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten zu erhöhen. "Daher soll der öffentliche Gesundheitsdienst künftig wieder als freiwilliges Angebot für Kinder und ihre Eltern mehr Reihenimpfungen in Schulen durchführen. Krankenkassen sollen das mitfinanzieren", sagte Spahn.

Zwei Millionen jährlich für Impf-Aufklärung

Den Angaben zufolge erhält die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung künftig zwei Millionen Euro jährlich, um die Umsetzung der Regeln mit Aufklärungsmaßnahmen zu unterstützen.

Sendung

B5 aktuell

Autor
  • Nadja Stempel
Schlagwörter