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Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Germania am Flughafen Düsseldorf
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Oliver Bendixen
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Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Germania am Flughafen Düsseldorf

Das Bundesinnenministerium hat heute Informationen des Bayerischen Rundfunks bestätigt, denen zufolge die "Rückführungsmaßnahme" von insgesamt 80 Personen am 5. Februar in der Früh hätte stattfinden sollen. Ziel war Baku in Aserbaidschan.

Viel Aufwand für nichts

Die meisten Betroffenen waren demnach bereits von Bundespolizisten und Landespolizeibeamten zum Flughafen Düsseldorf gebracht worden, als sich herausstellte, dass die Germania wenige Stunden zuvor ihren Flugbetrieb eingestellt hatte. Eine Ersatzmaschine konnte kurzfristig nicht gechartert werden, weshalb die abgelehnten Asylbewerber wieder zurück in Sammelunterkünfte bzw. Abschiebehaftanstalten gebracht werden mussten.

Keine Angaben zu den Kosten

Über die Kosten dieser Maßnahme machte das Bundesinnenministerium keine Angaben. Nach Darstellung eines Behördensprechers ist nun ein Ersatzflug geplant, über den aus einsatztaktischen Gründen aber keine Angaben gemacht werden könnten.

Umbuchung für 300.000 Euro?

Eine am selben Tag geplante Sammelabschiebung von 55 Albanern und Kosovaren von Frankfurt /Main nach Tirana und Pristina wurde durch die Germania-Pleite um Stunden verzögert. Hier gelang es den Behörden, eine Ersatzmaschine der Sundair zu chartern, die noch am selben Tag die Betroffenen zurück in ihre Heimatländer brachte. Bisher keine Bestätigung gibt es für polizeiinterne Schätzungen , dass alleine diese Umbuchung mit rund 300.000 Euro auf Kosten der Steuerzahler ging.