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Gerd Müller: "Hunger ist Mord" | BR24

© picture-alliance/ Kay Nietfeld

Gerd Müller (CSU), Entwicklungsminister

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    Gerd Müller: "Hunger ist Mord"

    Der Bundesentwicklungsminister (CSU) will Zukunftsperspektiven in Afrika schaffen. Vor dem heutigen Afrika-Gipfel im Kanzleramt erklärte er im Interview mit der radioWelt, warum Deutschland verpflichtet ist zu helfen.

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    Wir werden investieren in den Aufbau von Gesundheitsstrukturen, Stärkung der Landwirtschaft und mein ganz besonderer Schwerpunkt richtet sich auf Ausbildung und Bildung.

    Afrika nehme 90 Prozent seiner Flüchtlinge selbst auf – deshalb habe man hier eine Verpflichtung zu helfen. Mit dem Wissen und der Technik von heute könne das Ernährungsproblem gelöst werden. "Hunger ist Mord", so der Minister. Man müsse deshalb bei der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit mehr tun. Müller forderte mehr Geld aus dem Bundeshaushalt: "Hier baue ich auch darauf, dass ich von Seiten des Finanzministers stärker unterstützt werde." Bedingung auch für mehr private Investitionen, sei aber eine stärkere Eigenleistung der afrikanischen Staaten:

    Kampf der Korruption, Aufbau von rechtstaatlichen Systemen – das ist Voraussetzung, damit privates Investment gelingt.

    Damit die wirtschaftliche Zusammenarbeit auch zu Wachstum in Afrika führt, sei ein "neues, fortschrittliches und faires Handelssystem" mitentscheidend, so Müller:

    Die Afrikaner müssen Zugang zu den europäischen Märkten haben und umgekehrt darf der afrikanische Markt nicht ein Überflussventil für europäische Agrarprodukte sein.

    Afrika liege vor der "Haustüre Europas". Die Bevölkerung werde sich bis 2050 verdoppeln. Das seien Herausforderungen, die Auswirkungen auf Europa hätten. Deshalb sei es auch unsere Zuständigkeit, so Müller. Der Entwicklungsminister betonte, Afrika sei ein "großer Chancenkontinent". Daher werde man bei dem Afrika-Gipfel in Berlin mehr Kooperation vereinbaren.

    Sendung

    radioWelt

    Autor
    • Uwe Pagels
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