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Haudegen aus dem Irak-Krieg zum Verteidigungsminister bestimmt

Donald Trump beruft einen kriegserfahrenen Ex-General zum Verteidigungsminister. Bei einer Rede in Cincinnati gab Trump die Nominierung des Vier-Sterne-Generals James Mattis bekannt. Der hatte eine der blutigsten Schlachten im Irak-Krieg geschlagen.

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Über seinen Kandidaten für das Pentagon sagte Trump: "Er ist unser Bester." Der designierte Präsident verglich James Mattis mit dem legendären Weltkriegsgeneral George Patton. Mattis war unter anderem im Irak und in Afghanistan im Einsatz und hatte sich dabei den Spitznamen "verrückter Hund" erworben.

Ein General und seine blutige Schlacht

Mattis hat eine mehr als vier Jahrzehnte währende Militärlaufbahn hinter sich. Während der zweiten US-Invasion im Irak führte er im Jahr 2004 die Schlacht um Falludscha an, eine der blutigsten des Krieges.

Präsident Barack Obama ernannte Mattis sechs Jahre später zum Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos. Auf diesem Posten koordinierte Mattis auch den US-Truppenabzug aus dem Irak. Seit seiner Pensionierung war Mattis immer wieder mit Kritik an Obamas Regierung in Erscheinung getreten.

Trump warnt Firmen vor Abwanderung

Kurz vor Verkündung der Pentagon-Personalie hatte Trump Warnungen an US-Firmen gerichtet, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern wollen. Unternehmen würden die Vereinigten Staaten künftig nicht mehr verlassen, ohne dass dies "Konsequenzen" für sie hätte, sagte Trump. Er wolle den US-Firmen das Verlassen des Landes "sehr, sehr schwer" machen.

Im weiteren Verlauf der Rede fiel er dann in jenen aggressiven Tonfall zurück, der auch seine Wahlkampfauftritte gekennzeichnet hatte. Donald Trump kritisierte illegale Einwanderer, beschimpfte die Medien und bezeichnete Washington als einen "Sumpf", den er trockenlegen wolle. Die rund 17.000 Sitze umfassende Sportarena in Cinncinati war nur etwa zur Hälfte gefüllt.