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So schlug Merkels Kritik in den USA ein | BR24

© picture alliance / dpa / Foto: Kay Nietfeld

Angela Merkel und Donald Trump

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    So schlug Merkels Kritik in den USA ein

    "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei, das habe ich in den letzten Tagen erlebt." Merkels USA-Kritik hat in den amerikanischen Medien und sozialen Netzwerken eine kontroverse Debatte ausgelöst.

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    Der frühere US-Botschafter bei der Nato, Ivo Daalder, sagte der "New York Times": "Dieses scheint das Ende einer Ära zu sein, in der die USA geführt haben und Europa gefolgt ist."

    Die "Washington Post" schrieb: "Merkel schlägt ein neues Kapitel der US-europäischen Beziehungen auf."

    Richard Haas vom Think Tank Council on Foreign Affairs beschrieb Merkels Äußerungen als eine Wasserscheide in den Beziehungen beider Staaten.

    "So etwas haben die USA seit dem Zweiten Weltkrieg zu vermeiden versucht." Richard Haas

    Die Kolumnistin Anne Applebaum schrieb auf Twitter: "Seit 1945 haben erst die UdSSR und dann Russland versucht, einen Keil zwischen Deutschland und die USA zu treiben. Dank Trump hat Putin es geschafft."

    Der New Yorker Medienwissenschaftler Jeff Jarvis kommentierte Merkels Ansprache auf Twitter: "Dieses ist eine bedeutende Rede in der Restrukturierung der Weltmächte. Wer bei Sinnen ist, muss ein starkes Europa unterstützen, um Russland zu kontern - und Trump."

    Trump-Unterstützer kritisieren Merkels Äußerungen harsch

    Aus dem Lager der Trump-Unterstützer kamen sehr kritische Reaktionen auf Merkel. "Merkel, Heldin der Linken und Katastrophe für Europa, sagt, sie könne sich "nicht auf Trump verlassen". Fantastisch. Er steht Ihrer rasenden Dummheit entgegen", schrieb der konservative Kommentator Bill Mitchell auf Twitter.

    Auf der rechtspopulistischen Seite "Breitbart News" kommentierten Tausende einen Agenturbericht über Merkels Rede. Tenor der kritischen und mitunter ausfälligen Anmerkungen: Merkel habe sich mit ihrer Flüchtlingspolitik bereits von einer gemeinsamen Politik mit den USA verabschiedet und habe ihr Land verraten.