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Per App überprüfen, ob der Essenslieferant Corona-positiv ist - in China möglich.

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    Gekommen, um zu bleiben: die Corona-App in China

    Auch China setzt zur Eindämmung von Covid-19 auf Corona-Apps. Die Zentralregierung zeichnet damit die Bewegungsprofile der Bürger genau auf. Datenschützer sehen darin einen Verlust der Privatheit. Die Chinesen selbst sehen das jedoch anders.

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    Von
    • Axel Dorloff

    Peking ist besonders streng: kein Restaurantbesuch, kein Spazieren im Park, kein Kino ohne Corona-App. Nur wenn diese auf Grün springt, ist Zutritt erlaubt. Damit die Spur der Bürger genau nachvollzogen werden kann, muss jedes Mal ein QR-Code mit der App gescannt werden. Auch der aktuelle Corona-Test ist in der App hinterlegt.

    Wärmebildkamera, QR-Code zum Scannen, danach erst kommt die Anweisung: Zutritt erlaubt. Das gehört zum Alltag in Peking. Egal, ob es zur Bank geht, in die Shopping Mall oder ins Nudelrestaurant: Die Bürger scannen mit ihrem Handy dutzende Male pro Tag den gleichen Code, erklärt Zhou Lin Na, Professorin an der Pekinger Jiaotong Universität.

    Corona-App-Alltag: Corona-Test per QR-Code

    "Wo immer wir auch hingehen, müssen wir diesen Gesundheits-Code scannen", erklärt Zhou Lin Na. "Unsere Corona-App ist in WeChat und auch in die App von Bezahldienstanbieter Alibaba integriert. Man kann also mit den am meisten benutzten Apps in China diesen QR-Code scannen – und braucht dazu nicht mal eine eigene App."

    Per Corona-App wird ein Bewegungsprofil der Bürger erstellt

    WeChat und Alipay arbeiten mit integrierten Miniprogrammen: eins davon ist die Pekinger Corona-App. Auch der Corona-Test ist mittlerweile integriert. Jede Provinz in China hat eine eigene App. Dazu gibt es die der chinesischen Zentralregierung, die das Bewegungsprofil der Bürger im ganzen Land genau aufzeichnet. Ein Zustand, der bleiben wird, vermutet der 40-jährige Li Hanjun aus Pekings Nachbarprovinz Hebei.

    "Ich glaube, das wird zur Normalität. Ich kann mich auch ohne Probleme daran gewöhnen", sagt er. "Wir sind doch längst in der Zeit von Big Data angekommen. Für mich ist das gut, nicht kompliziert. Überall kann man diesen QR-Code sannen, das ist bequem."

    In China herrscht kaum Sorge um die eigenen Daten

    Fragt man Chinesen auf der Straße, kommt fast immer eine ähnliche Antwort. Die Sorge um die Sicherheit der eigenen Daten ist kaum vorhanden. Eine grundsätzlich andere Haltung als im Westen, sagt Kommunikations-Professorin Zhou Lin Na: "Aus meiner Sicht ist das eine kulturelle Frage. Die Chinesen legen nicht so viel Wert auf Datensicherheit und Privatheit. Nicht so wie die Ausländer", erklärt sie. "China war immer eine riesige Gesellschaft. Die Leute haben deshalb zu Autoritäten und Regierungsinstitutionen mehr Vertrauen. Die Menschen kooperieren bereitwillig mit den Apps der Regierung. Debatten darum sind hier in China nicht im Fokus."

    Mehrheit der Bürger schätzt die Corona-Apps

    Die chinesische Regierung nutzt die niedrigen Infektionszahlen als Beleg für den Erfolg dieser Strategie. Einzelne Kritiker warnen zwar vor digitaler Willkür, Überwachung und Stigmatisierung, aber es bleiben Ausnahmen. Die große Mehrheit in China sieht darin ein Modell für die Zukunft, sagt der 18-jährige Student Li Chenghan: "Ich finde es gut, wenn das zur Normalität wird", bestätigt er diese Haltung. "Es schützt die persönliche Sicherheit der Bürger. Die Maßnahmen können bleiben. Die Corona-App könnte später zur allgemeinen Gesundheits-App der Bürger werden. Das wäre doch gut."

    Eine App, in der zum Beispiel der Impfpass abgelegt ist. Ohne Corona-Impfung keinen Zutritt: weder in die Bank, noch in die Shopping Mall, noch ins Nudelrestaurant. Eine App, die gekommen ist, um zu bleiben.

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