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"Geisterschiff" mit sieben Leichen in Japan angespült | BR24

© Reuters

Das mutmaßlich aus Nordkorea stammende Fischerboot wurde auf einer japanischen Insel angespült. An Bord waren sieben stark verweste Leichen.

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    "Geisterschiff" mit sieben Leichen in Japan angespült

    Auf einer japanischen Insel ist ein Holzboot mit sieben stark verwesten Leichen angespült worden. Behörden gehen davon aus, dass es sich um ein nordkoreanisches Fischerboot handelt - kein Einzelfall, der Fundort ist berüchtigt für "Geisterschiffe".

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    Ein stark beschädigtes Fischerboot, das in Japan angespült wurde und sieben verweste Leichen an Bord hatte, stellt japanische Behörden vor ein Rätsel. Dabei ist es laut örtlichen Medienberichten kein Einzelfall - in der Region wurden bereits solche "Geisterschiffe" gefunden.

    "Geisterschiff" stammt vermutlich aus Nordkorea

    Das Boot wurde an der Küste der Insel Sado, die im Japanischen Meer rund 900 Kilometer von Nordkorea entfernt liegt, gefunden.

    Die Behörden gehen Berichten zufolge davon aus, dass es sich um ein nordkoreanisches Fischerboot handelt. Denn auf dem zerbrochenen Rumpf seien koreanische Schriftzeichen und Zahlen eingeritzt gewesen, erklärte ein Vertreter der japanischen Küstenwache gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Leichen an Bord waren stark verwest

    Bei fünf der Leichen handelt es sich um Männer. Die Identität der restlichen Leichen konnte wegen des Verwesungszustands nicht geklärt werden. Zwei Leichen hatten keinen Kopf, zwei Köpfe keinen Körper. Die japanische Polizei und die Küstenwache untersuchen nun den Fall.

    Wie die Zeitung "Yomiuri Shimbun" berichtete, wurden in diesem Jahr bislang mindestens 156 mutmaßlich nordkoreanische Fischerboote an Japans Küste angespült oder in japanischen Gewässern aufgegriffen.

    Boote mit toten Besatzungsmitgliedern an Bord werden in lokalen Medien als "Geisterschiffe" bezeichnet.

    Nordkoreanische Fischer oft in Seenot

    Experten zufolge fahren einige nordkoreanische Fischer weit auf das offene Meer hinaus, um die Regierungsvorgaben für größere Fänge zu erfüllen. Dabei geraten sie mit ihren alten und schlecht ausgerüsteten Booten oftmals in Schwierigkeiten und haben wenig Möglichkeiten, Hilfe zu rufen.