| BR24

 
 

Bild

Die geflohene Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Kunun auf dem Flughafen Bangkok
© picture-alliance/dpa

Autoren

tagesschau.de
© picture-alliance/dpa

Die geflohene Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Kunun auf dem Flughafen Bangkok

Die nach Thailand geflüchtete Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Kunun reist nach Kanada. Sie startete am späten Abend (Ortszeit). Zuvor hatte der Chef der thailändischen Einwanderungspolizei, Surachate Hakparn, gesagt, mehrere Länder, darunter Australien und Kanada, sprächen mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen über eine Aufnahme der 18-Jährigen. Die thailändischen Behörden wollten sie zunächst in ihr Heimatland abschieben.

Al-Kunun war am Samstag auf der Flucht vor ihrer Familie auf dem Bangkoker Flughafen gestoppt worden. Nach eigenen Angaben wollte sie nach Australien und dort Asyl beantragen. Al-Kunun hatte sich, nachdem ihr nach eigenen Angaben der Pass abgenommen worden war, in einem Hotelzimmer verbarrikadiert. Von dort startete sie über soziale Medien eine Kampagne, die weltweite Aufmerksamkeit erregte. Ihrem Twitteraccount folgten folgten bald 100.000 Nutzer.

"Eine Menge Morddrohungen bekommen"

Thailand stimmte schließlich einer Überprüfung ihres Falls durch das UNHCR zu, das ihr am Mittwoch Flüchtlingsstatus gewährte. Seitdem befand sie sich in UN-Obhut.

Al-Kunun deaktivierte vorübergehend ihren Twitteraccount. Die australische Journalistin Sophie McNeill, die Zugang zu ihr hatte, schrieb auf Twitter, al-Kunun gehe es gut. "Sie hat einfach eine Menge Morddrohungen bekommen", so McNeill. Al-Kunun werde nach einer "kurzen Pause" wieder online gehen.