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Gedenkfeier zum Mauerfall - Steinmeier dankt Osteuropäern | BR24

© ARD

In Berlin ist an den Mauerfall vor 30 Jahren erinnert worden. Merkel erinnerte in der Kapelle der Versöhnung an die Mauertoten und an die Opfer der SED-Diktatur.

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Gedenkfeier zum Mauerfall - Steinmeier dankt Osteuropäern

Bei einer Gedenkfeier in Berlin haben die Spitzen der Bundesrepublik mit Präsidenten mehrerer ehemaliger Ostblock-Staaten an den Fall der Mauer vor 30 Jahren erinnert. Bundespräsident Steinmeier und Kanzlerin Merkel würdigten den Mut der Osteuropäer.

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Bei den Mauerfall-Feierlichkeiten in Berlin hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Menschen in Tschechien, der Slowakei, in Ungarn und Polen für ihren maßgeblichen Beitrag zur Wiedervereinigung gedankt. "Ohne den Mut und den Freiheitswillen der Polen und Ungarn, der Tschechen und Slowaken wären die friedlichen Revolutionen in Osteuropa und die deutsche Einheit nicht möglich gewesen", sagte er in der Gedenkstätte Berliner Mauer.

Mauerfall: Gedenken mit Präsidenten ehemaliger Ostblock-Staaten

An der Feier nahmen neben Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD) auch die Staatspräsidenten der Slowakei, Polens, Tschechiens und Ungarns sowie Zeitzeugen und Schüler teil.Bei dem Gedenken wurden auch Rosen in die Hinterlandmauer für die Mauer-Opfer gesteckt und Kerzen zur Erinnerung an den Mut der DDR-Opposition im Herbst 1989 entzündet.

Erinnerung an Mauertote und Opfer der SED-Diktatur

Keine Mauer sei so hoch oder so breit, dass sie nicht durchbrochen werden könne, sagte Bundeskanzlerin Merkel in der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen. Sie erinnerte auch an die Mauertoten und an die Opfer der SED-Diktatur: "Wir werden sie nicht vergessen." Weiter dankte Merkel allen, die zum Fall der Mauer beigetragen hätten. Dabei verwies sie auch auf die Nachbarstaaten: "Die friedliche Revolution in der DDR hatte mutige Vorbilder", sagte sie mit Blick auf die Entwicklungen in Polen, der damaligen Tschechoslowakei, in den drei baltischen Staaten und in Ungarn.

Merkel: 9. November ist Schicksalstag der Deutschen

Merkel bezeichnete den 9. November als einen Schicksalstag der Deutschen. In ihm spiegelten sich sowohl die glücklichen als auch die fürchterlichen Momente der deutschen Geschichte wider. Der 9. November 1938 mit den gegen die Juden gerichteten Pogromen ermahne, Hass, Rassismus und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten: "Er ermahnt uns, alles in unserer Macht stehende zu tun, um Freiheit und Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen."

Berliner Mauer stand mehr als 28 Jahre

Mit dem 9. November 1989 ging die deutsche Teilung nach rund 40 Jahren zu Ende, die Berliner Mauer selbst hatte mehr als 28 Jahre Bestand. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der etwa 160 Kilometer langen Mauer in der Hauptstadt mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime.