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Gedenken an das Unrecht der Vertreibung | BR24

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Gedenken an das Unrecht der Vertreibung

Leid und Leistung der Heimatvertriebenen stehen heute beim bayerischen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung im Mittelpunkt. Der Wille, "sich für unser Land einzusetzen", verdiene Respekt und Anerkennung, sagte Sozialministerin Müller.

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Gemeinsam mit Einheimischen hätten Heimatvertriebene zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen. Der Gedenktag sei auch als Mahnung zu verstehen, Vertreibung zu ächten. "Vertreibung war, ist und bleibt Unrecht", sagte die Ministerin vorab.

Posselt: Flucht und Vertreibung verdrängt und verharmlost

Der Sprecher und Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen, Bernd Posselt, warnte, Flucht und Vertreibung drohten zu einem der schlimmsten Weltprobleme im 21. Jahrhundert zu werden. Deshalb müssten rasch Konsequenzen auch aus der Vertreibung von 14 Millionen Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg gezogen werden. Man habe die Vertreibung der Deutschen viel zu lange verdrängt oder verharmlost.

Posselt appellierte an die deutsche und die tschechische Regierung, in der EU und auf UN-Ebene ein international kodifiziertes und wirksames Vertreibungsverbot mit schweren strafrechtlichen Sanktionen gegen die Verantwortlichen solcher Gewalttaten zu verankern. Dies sei eine zumindest moralische Wiedergutmachung für das Vertreibungsgeschehen nach dem Zweiten Weltkrieg im Sinne eines "Nie wieder!"

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft klagte, die "Weigerung mehrerer EU-Mitgliedsstaaten in Ostmitteleuropa, bei der heutigen Vertreibungssituation Solidarität zu zeigen, sei ein Schlag ins Gesicht sowohl der Opfer von heute als auch ihrer Schicksalsgefährten von vor 70 Jahren" und nannte als historische Opfergruppen neben den Sudetendeutschen auch die Ost-, Südost- und Russlanddeutschen.

Programm des Gedenktags

11.15 Uhr Kranzniederlegungen in der Staatskanzlei durch Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), Vertreter der Opposition und den Bund der Vertriebenen
12.00 Gedenkakt in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz
13.30 Gedenkakt im Kaisersaal der Residenz