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Geburten in Corona-Zeiten: Kritik an Kreißsaalverboten für Väter | BR24

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Blick auf eine Tür eines Kreißsaales

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    Geburten in Corona-Zeiten: Kritik an Kreißsaalverboten für Väter

    Wegen der Corona-Krise dürfen werdende Väter in vielen Krankenhäusern nicht bei der Geburt dabei sein. Der Deutsche Hebammenverband kritisiert das scharf. Für Unmut sorgen auch die uneinheitlichen Regeln der Kliniken.

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    • tagesschau.de

    Der Deutsche Hebammenverband hat örtliche Kreißsaalverbote für werdende Väter zur Bekämpfung der Corona-Epidemie vehement kritisiert. "Eine Geburt ist für die ganze Familie ein existenzielles Ereignis", sagte Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer. "Die Familie ist eine Einheit, deren Trennung während und nach der Geburt weitreichende Folgen für die Familienbindung und Familiengesundheit hat."

    Auch die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Christiane Groß, sieht das Verbot kritisch - vor allem wenn die Begleitperson nicht augenscheinlich mit Corona infiziert sei. Dann sei der "Nutzen der Begleitung" höher, als das "minimale Risiko einer Infektion von ärztlichem und Pflegepersonal", sagte Groß. Voraussetzung sei, dass die Klinik ausreichend mit Schutzausrüstung versorgt sei.

    "Eine Hebamme für drei bis vier Frauen"

    Die beiden Verbände verweisen auch darauf, dass Frauen unter der Geburt in vielen Kliniken nicht durchgängig von einer Hebamme betreut würden. "Da macht sich die prekäre Personalsituation ganz deutlich bemerkbar", betonte Andrea Ramsell, Präsidiumsmitglied im Deutschen Hebammenverband. Es würde keine standardmäßige 1:1-Betreuung geben. "Wir haben oft die Situation, dass eine Hebamme drei, vier Frauen gleichzeitig betreut. Die Frauen sind dann ohne Begleitung allein im Kreißsaal, das ist eine Zumutung."

    Keine einheitlichen Regeln

    Im Zuge der Besuchsverbote zur Bekämpfung der Corona-Epidemie hatten bundesweit Kliniken auch werdenden Vätern den Zutritt verweigert. Viele hoben entsprechende Verbote inzwischen wieder auf. Andere lassen die Väter beziehungsweise andere Bezugspersonen zwar zur Geburt zu, verbieten aber anschließend Besuche auf der Wöchnerinnenstation. Wie viele Kliniken dies jeweils so handhaben, ist laut Deutscher Krankenhausgesellschaft nicht erfasst und ändert sich laut Hebammenverband nahezu täglich.

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