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Der spanische Diktator Francisco Franco sorgt mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Tod weiterhin für Streit und Aufregung.
© dpa-Bildfunk/Manu Fernandez
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Der spanische Diktator Francisco Franco sorgt mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Tod weiterhin für Streit und Aufregung.

Die umstrittene Umbettung des Leichnams von Spaniens Ex-Diktator Francisco Franco soll nach monatelangen Diskussionen am 10. Juni stattfinden. Man wolle die seit dem Tod Francos im sogenannten "Tal der Gefallenen" nordwestlich von Madrid ruhenden Gebeine exhumieren, damit die Familie sie noch am selben Tag auf dem Pardo-Friedhof nördlich der Hauptstadt neu bestattet, teilte die sozialistische Regierung am Freitag mit.

Rechte und Rechtsextreme am "Tal der Gefallenen"

Das "Tal der Gefallenen" nordwestlich von Madrid gedenkt Tausender Gefallener des Bürgerkriegs von 1936 bis 1939. Auch Franco, der 1975 starb, liegt dort in einer Basilika begraben. Die Stätte ist immer wieder Schauplatz öffentlicher Verehrung des Diktators. Francos monumentales Mausoleum ist seit Jahren eine Pilgerstätte für Rechte und Rechtsextreme.

Francos Nachfahren protestieren gegen Umbettung

Eine Umbettung der Gebeine Francos ist seit Jahren ein hochumstrittenes Thema in Spanien. Ministerpräsident Pedro Sánchez von der sozialdemokratisch ausgerichteten Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) hatte das Vorhaben nach seiner Amtseinführung im vergangenen Jahr aufgegriffen und sich das Einverständnis des Vatikans für eine Umbettung geholt. Francos Nachfahren und Politiker rechter Parteien protestieren seit Monaten gegen die Pläne.

Keine Beisetzung in Madrids wichtigster Kathedrale

Vorschläge von Francos Angehörigen, die Gebeine des rechtsgerichteten Diktators in Madrids wichtigster Kathedrale beizusetzen, hatte Sánchez abgelehnt. Die Regierung befürchtet, die Kirche könnte zum Anziehungspunkt für Franco-Anhänger werden.

Stattdessen soll er außerhalb von Madrid neu beigesetzt werden. Die Nationale Francisco-Franco-Stiftung kündigte an, sie werde gegen die Umbettungspläne vor den Obersten Gerichtshof ziehen.

Francisco Franco spaltet Spanien bis heute

Der Umgang mit der Franco-Diktatur spaltet Spanien bis heute. Er war als Sieger aus dem Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 zwischen seinen rechten Putschisten und den Anhängern der republikanischen Regierung hervorgegangen und hielt sich bis zu seinem Tod 1975 an der Macht.