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Gauland verzichtet offenbar auf AfD-Vorsitz | BR24

© Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/

Archivbild: AfD-Bundeschef Alexander Gauland

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    Gauland verzichtet offenbar auf AfD-Vorsitz

    AfD-Chef Gauland zieht sich wohl von der Parteispitze zurück: Laut "F.A.Z." und "Bild" will er auf dem Parteitag am Wochenende nicht mehr für den AfD-Vorsitz kandidieren. Nachfolger solle nach dem Willen der AfD-Spitze Tino Chrupalla werden.

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    Nach zwei Jahren an der AfD-Spitze wird Alexander Gauland am Wochenende offenbar nicht mehr für den Vorsitz kandidieren. Gaulands Büro bestätigte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", die AfD-Spitze habe sich bei einem Krisentreffen am Dienstagabend darauf verständigt, dass der sächsische AfD-Politiker Tino Chrupalla auf dem Parteitag in Braunschweig seine Nachfolge antreten solle. Gauland selbst wird laut "F.A.Z." und "Bild"-Zeitung nicht mehr kandidieren.

    Neben Chrupalla will auch der innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, für den Parteivorsitz kandidieren. Gauland hatte zuletzt seine erneute Kandidatur offen gehalten und die Entscheidung von den konkreten Umständen auf dem Parteitag abhängig gemacht. Laut F.A.Z. hält er Curio "dem Vernehmen nach für ungeeignet, die Partei zu führen" und setze auf Chrupalla, der in der Parteispitze den Osten repräsentieren solle.

    Gute Chancen für Chrupalla

    Den Berichten zufolge sollen die Teilnehmer des Krisentreffens übereingekommen sein, dass Chrupalla gute Chancen habe, gewählt zu werden. Demnach will die rechte Strömung "Der Flügel" mit großer Mehrheit für ihn stimmen.

    Der Vorsitzende des AfD-Jugendverbands Junge Alternative, Damian Lohr, sprach sich ebenfalls für Chrupalla aus. Dieser sei "ein pflichtbewusster, lockerer, integrer Typ, ein hervorragender Kandidat", sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio. Mit Meuthen "hat man einen westdeutschen Akademiker an der Spitze, da würde es ganz guttun, wenn man sagt: Wir als AfD nehmen auch den Osten mit." Meuthen will Ko-Vorsitzender bleiben.