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Ab Sonntag werden unser Nachbarland Österreich und auch andere Länder in Süd- und Osteuropa von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Denn: Auch dort sinken wie hier in Deutschland die Corona-Infektionen.

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Bundesregierung hebt Reisewarnung für Corona-Risikogebiete auf

Die Bundesregierung hebt die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete zum 1. Juli auf. Zugleich werden etliche Urlaubsziele in Europa von der Liste der Risikogebiete genommen, womit die Einreisebeschränkungen wegfallen.

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Von
  • BR24 Redaktion

Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab 1. Juli auf. "Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zu diesem Schritt.

Weniger Risikogebiete auf der Liste

Angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen werden ab Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete genommen, wie das Robert Koch-Institut mitgeteilt hat. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Auch die Urlaubsinseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika werden von der Risikoliste gestrichen, darunter die USA und Kanada. In diesen beiden Ländern gilt aber nach wie vor eine Einreisesperre für Deutsche, die nicht dort leben.

Außerdem sind folgende Staaten ab Sonntag keine Risikogebiete mehr: Armenien, Aserbaidschan, Bosnien, Kosovo, Libanon, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und die Ukraine. Hinzu kommen zwei Regionen in Norwegen.

Bundesregierung: Nur notwendige Reisen empfohlen

Für alle diese Länder und Regionen entfällt auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Die Bundesregierung rät allerdings weiterhin grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab, die als Risikogebiet eingestuft werden. In einer Woche beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien, in Bayern erst Ende Juli.

"Ab dem 1. Juli 2021 wird die Reisewarnung für nicht notwendige und touristische Reisen nur noch Länder ausgesprochen, die als Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet eingestuft sind. Von entsprechenden Reisen in Länder, die zwar als Risikogebiet, aber nicht als Hochinzidenzgebiet noch als Virusvariantengebiet eingestuft sind, wird dann grundsätzlich abgeraten." Auswärtige Amt, Website

Weiterhin Testpflicht bei der Einreise nach Österreich

Für die meisten österreichischen Bundesländer war die Einstufung als Risikogebiet bereits vor einer Woche aufgehoben worden. Ab Sonntag gilt das auch für die noch ausstehenden Länder Tirol und Vorarlberg. Wer aus Deutschland nach Österreich einreist, muss allerdings auch weiterhin einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen können. Davon ausgenommen ist, wer eine Impfung nachweisen kann oder bereits an Corona erkrankt und genesen ist.

In Kroatien sind ab Sonntag nur noch zwei Regionen im Landesinneren auf der Risikoliste, alle Urlaubsgebiete an der Adria-Küste sind "risikofrei". In Griechenland werden die Peloponnes und die Inseln der nördlichen Ägäis - dazu zählen unter anderen Lesbos und Samos - von der Risikoliste gestrichen.

Abrüsten bei Corona-Reisewarnung soll Tourismus helfen

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß (CDU) hofft indes, dass die Branche von der Aufhebung der Corona-Reisewarnungen gestützt werden könne. Das sei eine ganz wichtige Botschaft für die Reisebranche, erklärte Bareiß (CDU), am Freitag.

Reisen werde damit nicht länger stigmatisiert, so der CDU-Politiker weiter. Denn die Einstufung als Risikogebiet hätte zu Stornierungen der Verbraucher geführt, was der Infektionslage und den Sicherheitskonzepten nicht angemessen sei.

Seit mehr als einem Jahr gelten Länder ab einer Inzidenz von 50 als Risikogebiete. Für die Reisebranche war die Aufhebung der weitreichenden Quarantänepflicht für Heimkehrer aus Risikoländern durch die im Mai geänderte Corona-Einreiseverordnung der entscheidende Lockerungsschritt.

Die EU-Staaten verabschiedeten unterdessen Regeln, die Geimpften und von Covid Genesenen Erleichterungen bringen. Der Deutsche Reiseverband und der Luftverkehrsverband BDL veröffentlichten ein Konzept mit einer langen Checkliste, was Urlauber alles an Corona-Auflagen und Vorsichtsmaßnahmen in Europa oder in Drittstaaten zu beachten haben.

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