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Alexandria Ocasio-Cortez, Mitglied der Demokraten im US-Repräsentantenhaus (Mitte) , und andere demokratische Kongress-Mitglieder trugen Weiß.
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Alexandria Ocasio-Cortez, Mitglied der Demokraten im US-Repräsentantenhaus (Mitte) , und andere demokratische Kongress-Mitglieder trugen Weiß.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts protestierten Frauen in weißer Kleidung für ein flächendeckendes Frauenwahlrecht. Neben Pelosi, die bei der Rede zur Lage der Nation hinter US-Präsident Trump saß, erschienen auch zahlreiche andere Politikerinnen der Demokraten und auch Trumps Tochter Tiffany in weißer Kleidung. Ob letztere damit ein bewusstes Signal setzen wollte, blieb unklar. Auch ein Mann trug Weiß: Der Abgeordnete Dean Phillips aus Minnesota.

Angriffslustige Abgeordnete

Die Frauen in Weiß versammelten sich im Gang auf der Seite der Demokraten im Repräsentantenhaus und hielten ihre Hände hoch - auch für Fotos. Weiß ist die Farbe, die von den Befürworterinnen des Frauenwahlrechts und den Gegnern von Trump bevorzugt wird. Letztere wollten, dass der Präsident sie gut sehen konnte.

Inmitten der Frauen in Weiß präsentierte sich auch Alexandria Ocasio-Cortez, die jüngste Kongress-Abgeordnete, eine Demokratin. Sie hat auf Twitter rund 2,8 Millionen Follower und griff Trump nach dessen Rede an: Trump habe seine Hausaufgaben nicht gemacht und habe seine Rede zur Lage der Nation unvorbereitet gehalten und sich substanzlos und planlos gezeigt.

Frauen in Weiß jubelten

Als Trump erwähnte, dass Frauen am meisten von der starken amerikanischen Wirtschaft profitierten, sprangen die Frauen in Weiß spontan auf und jubelten - sie zeigten dabei auf sich und feierten offensichtlich sich selbst.

Erstmals trägt jetzt eine dreistellige Zahl an Frauen Mandate im Repräsentantenhaus. Insgesamt sind 102 der 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses Frauen. 89 davon gehören den Demokraten an, nur 13 gehören zu den Republikanern.

Mehr Mandatsträgerinnen als je zuvor

Auch Trump erwähnte, dass nun eine Rekordzahl von Mandatsträgerinnen im Kongress sitze, worauf Demokratinnen aufsprangen, sich abklatschten und "U-S-A!" skandierten.

Zuvor waren die Republikaner - größtenteils Männer - aufgesprungen und hatten ebenfalls "U-S-A" skandiert, als Trump die Stärke der US-Nation gepriesen hatte.

Neue Mehrheit gegen Trump

Es war Trumps zweite Rede zur Lage der Nation. Anders als im vergangenen Jahr sah der Präsident sich mit den neuen Mehrheitsverhältnissen im Kongress konfrontiert. Der Senat wird nach wie vor von Trumps Republikanern kontrolliert, im Repräsentantenhaus haben aber seit vergangenem Monat aber die Demokraten die Mehrheit.