Schloss Elmau
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Ticker-Nachlese: Das war der G7-Gipfel auf Schloss Elmau

Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau ist beendet. Die wichtigsten Ergebnisse und Reaktionen im Ticker zum Nachlesen.

Aktuelle News zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Kürze:

  • 19 Uhr: BR24extra zum G7-Gipfel - die Bilanz
  • Herrmann zufrieden mit Verlauf des Polizeieinsatzes (16.04 Uhr)
  • G7 fordern, dass China Stellung bezieht (13.56 Uhr)
  • Söder: "Jetzt ist aber auch mal wieder gut" (13.39 Uhr)
  • Scholz: G7 steht "eng und unverbrüchlich" zur Ukraine (12.43 Uhr)
  • G7-Staaten wollen Klimaclub-Idee von Kanzler Scholz umsetzen (10.58 Uhr)
  • Die wichtigsten Beschlüsse des G7-Gipfels im Überblick

19.00 Uhr - BR24extra zum G7-Gipfel - die Bilanz

Nun ist der G7-Gipfel wieder vorbei. BR-Reporter ziehen in einem BR24extra eine Abschlussbilanz des G7-Gipfels mit Reportagen und Analysen zu den wichtigsten politischen Ergebnissen, den Aktionen der Gipfelgegner und den Reaktionen in den Gemeinden rund um den Gipfelort. War der Aufwand für dieses Ereignis gerechtfertigt? Sind Gipfel dieser Dimension noch zeitgemäß? Das BR24extra finden Sie oben über dem Ticker.

17.24 Uhr - USA setzen vereinbarte Sanktionen gegen Russland um

Die USA haben mit der Umsetzung der beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau vereinbarten Sanktionen gegen Russland begonnen. "Die heute ergriffenen Maßnahmen (...) treffen das Herzstück der Fähigkeiten Russlands, Waffen und Technologien zu entwickeln und einzusetzen", erklärte das Finanzministerium in Washington. Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten sich unter anderem auf Sanktionen gegen die russische Rüstungsindustrie verständigt. Sanktioniert werden nun 70 russische Unternehmen und 27 Einzelpersonen, darunter der staatliche Mischkonzern Rostec, den Washington als "Eckpfeiler" der russischen Militärindustrie bezeichnet.

16.50 Uhr - Fünf Schadensmeldungen wegen G7

Die eigens für den G7-Gipfel eingerichtete Schadensausgleichstelle beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat bisher fünf Meldungen möglicher Schäden erhalten. Es sei aber noch kein einziger schriftlicher Antrag eingegangen, sagte der Sprecher des Landratsamtes, Stephan Scharf, am Dienstag. Früh sei ein beschmierter Zaun angezeigt worden. Zudem gebe es zwei Meldungen wegen Berufsverbots, eine davon kam von einer Flugschule. Hobbyflieger mussten während der Gipfeltage am Boden bleiben. Zudem gab es laut Scharf zwei Meldungen wegen Flurschäden auf landwirtschaftlichen Anwesen. "Das wird jetzt vor Ort geprüft."

16.45 Uhr - Scholz genoss die Zeit mit seiner Frau beim Gipfel

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich während des G7-Gipfels auch über gemeinsame Zeit mit seiner Frau Britta Ernst gefreut. "Für uns war das natürlich schön, dass wir hier zusammen sein konnten, denn wir haben beide sehr enge Terminkalender", sagte der SPD-Politiker am Dienstag nach Abschluss des Treffens dem Sender RTL. "Und wenn man dann das, was man politisch zu tun hat, verbinden kann damit, dass man zusammen ist, dann ist das etwas ganz Besonderes."

Zur Abendgestaltung und einem möglichen Spaziergang, den das französische Präsidentenpaar Macron Berichten zufolge unternommen haben soll, fügte der Kanzler an: "Wir sind nicht abends durch den Wald gegangen, aber wir haben die Zeit miteinander hier sehr genossen. So viel freie Zeit war da nicht, aber das immerhin ist doch auch dabei, und das fand ich sehr, sehr gut."

16.04 Uhr - Herrmann zufrieden mit Verlauf des Polizeieinsatzes

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nach Ende des dreitägigen G7-Gipfels auf Schloss Elmau ein positives Resümee des Polizeieinsatzes gezogen. "Viele Tausende Einsatzkräfte haben für einen störungsfreien Verlauf des G7-Gipfels gesorgt", sagte er in München. Die Versammlungen rund um den Tagungsort und in München seien "friedlich und ohne größere Zwischenfälle" verlaufen. Herrmann erklärte, die Bundesregierung habe erst ein halbes Jahr zuvor entschieden, den G7-Gipfel nach 2015 auch dieses Mal wieder in Elmau durchzuführen. Daher sei die Organisation "mit einem immensen Aufwand" verbunden gewesen. "Umso mehr habe ich größten Respekt davor, in welch kurzer Zeit das ausgefeilte Sicherheitskonzept und die aufwändige Logistik auf die Beine gestellt wurden", so Herrmann.

14.58 Uhr - Macron: Russland-Sanktionen bleiben so lange wie nötig

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen Sieg Russlands in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgeschlossen. "Russland kann und darf nicht gewinnen", sagte Macron am Dienstag nach dem dreitägigen G7-Gipfel auf Schloss Elmau. "Unsere Unterstützung für die Ukraine und unsere Sanktionen gegen Russland bleiben daher so lange wie nötig und so stark wie nötig bestehen." So solle entweder ein vollständiger Sieg der Ukraine erreicht werden oder die Möglichkeit, zu von den Ukrainern bestimmten Bedingungen zu verhandeln.

14.05 Uhr - Scholz: "Zukunft liegt nicht beim Gas"

Die Abhängigkeiten von Öl und Gas aus Russland zu reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien sowie den Klimaschutz voranzutreiben - das bekräftigte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als das klare Ziel der G7. Zum Abschluss des dreitägigen Gipfels auf Schloss Elmau sagte er. "Wir sind uns alle einig, wo die Zukunft liegt, nämlich nicht beim Gas."

Scholz reagierte erfreut auf die Unterstützung der G7-Partner für seine Idee eines internationalen Klimaclubs als Impuls, um die Erreichung der Klimaziele zu forcieren.

13.56 Uhr - G7 fordern, dass China Stellung bezieht

Die G7-Länder wollen von China eine Positionierung gegen den russischen Angriff auf die Ukraine. Die Regierung in Peking müsse Russland auffordern, seine militärische Aggression zu beenden und seine Truppen "unverzüglich und bedingungslos aus der Ukraine abzuziehen", heißt es in der verabschiedeten Erklärung des G7-Gipfels.

13.42 Uhr - Finanzielle Hilfe für Ernährungssicherheit

Angesichts der drohenden Hungerkrise vor allem in Ostafrika stellen die G7-Staaten weitere finanzielle Hilfen in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar (rund 4,3 Milliarden Euro) zur Verfügung. Die gemeinsamen Zusagen für die weltweite Ernährungssicherheit würden sich damit in diesem Jahr auf insgesamt über 14 Milliarden US-Dollar belaufen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 44 Milliarden Euro im Kampf gegen die drohende Nahrungsmittelkrise nötig. Laut UN ist die Ernährungslage besonders kritisch in Äthiopien, Nigeria, dem Südsudan, dem Jemen, Afghanistan und Somalia.

13.39 Uhr - Söder: "Jetzt ist aber auch mal wieder gut"

Nach dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau will Bayern auf "absehbare Zeit" nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nicht noch einmal einen großen internationalen Polit-Gipfel ausrichten. "Bayern kann Gipfel", sagte Söder. Das habe der Freistaat in den vergangenen Tagen bewiesen. Und er fügte hinzu: "Jetzt ist aber auch mal wieder gut."

Der Freistaat war auf Schloss Elmau Ausrichter für die letzten beiden G7-Gipfel unter deutscher Gastgeberschaft 2015 und 2022.

13.20 Uhr - Scholz: "Marshallplan für die Ukraine"

In den G7-Beratungen der vergangenen Tag ist es laut Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auch schon um den Wiederaufbau der Ukraine nach dem russischen Angriffskrieg gegangen. "Wir brauchen einen Marshallplan für die Ukraine", hob er hervor. Die G7 seien bereit, dafür Geld zu mobilisieren. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und er hätten sich vorgenommen, eine Konferenz vorzubereiten, in der über den Wiederaufbau gesprochen werde.

13.15 Uhr - Milliardenschwere Hilfen für die Ukraine

Bundeskanzler Scholz verwies in seiner Abschlussrede zum G7-Gipfel auf Beschlüsse zur finanziellen Unterstützung der Ukraine, unter anderem zur Bereitstellung von Budgethilfen von rund 29 Milliarden US-Dollar. Hinzu komme humanitäre Hilfe, wozu auch schon Beschlüsse gefallen seien. Insgesamt gehe es hier um 2,8 Milliarden Dollar. Außerdem erhalte das Land Waffen.

12.57 Uhr - Scholz: "Werden Kosten für Präsident Putin hochhalten"

"Wir sind uns einig: Präsident Putin darf diesen Krieg nicht gewinnen", sagte Bundeskanzler Scholz in seiner Abschlussrede zum G7-Gipfel. "Und wir werden weiter die wirtschaftlichen und politischen Kosten für Präsident Putin und sein Regime hochhalten und in die Höhe treiben." Dafür sei es wichtig, zusammenzustehen, auch auf der langen Strecke, die es hier sicherlich noch gehen werde.

12.53 Uhr - Scholz: "Vertrauen wird uns sehr helfen"

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Bedeutung von Gipfeltreffen wie der Zusammenkunft der G7-Staats- und Regierungschefs auf Schloss Elmau hervorgehoben. "Ich glaube, dass diese Gipfeltreffen unverändert von größter, größter Bedeutung sind", sagte der SPD-Politiker zum Abschluss des Gipfels . "Es ist großes Vertrauen untereinander entstanden und es wird uns für die nächste Zeit sehr helfen."

12.43 Uhr - Scholz: G7 steht "eng und unverbrüchlich" zur Ukraine

Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat der Ukraine die Unterstützung durch die G7-Runde der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte versichert. Die G7 stünden "eng und unverbrüchlich an der Seite der Ukraine", sagte Scholz am Dienstag zum Abschluss des G7-Gipfels. "Wir unterstützen das Land bei seiner Verteidigung und bieten ihm eine Perspektive für die Zukunft an."

Der deutsche Bundeskanzler sprach von einem wichtigen G7-Gipfel in einer ganz besonderen Zeit. Das Treffen habe auf beeindruckende Weise die Geschlossenheit und Entschlossenheit gezeigt, der russischen Aggression entgegenzutreten. 125 Tage lang führe Russland nun schon Krieg gegen die Ukraine, sagte der Bundeskanzler. Als Gruppe der wirtschaftlich starken Demokratien verurteile die G7 diesen erbarmungslosen Krieg.

Während Scholz sprach, stieg US-Präsident Joe Biden bereits in sein Flugzeug, um damit nach Madrid weiterzureisen.

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Der Start der Air Force One am Dienstag gegen 12.45 Uhr nach dem G7-Gipfel.

12.36 Uhr - US-Präsident Joe Biden von G7-Gipfel abgereist

Wie das Weiße Haus vorab angekündigt hatte, hat US-Präsident Joe Biden den G7-Gipfel bereits verlassen. Als Grund wurde die Wetterlage genannt. Wie einige der anderen Teilnehmer auch reist er nach Madrid zum Nato-Gipfel weiter.

Wegen der möglichen Durchfahrt des Autokonvois von US-Präsident Joe Biden gab es in Garmisch-Partenkirchen weiträumige Straßensperren. Hier ein Video zur Abreise:

Autokonvoi zur Abreise des US-Präsidenten Joe Biden
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Autokonvoi zur Abreise des US-Präsidenten Joe Biden

12.20 Uhr - G7: Vorübergehend Investitionen in fossile Energien

Die G7-Staaten unterstützen angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine vorübergehend Investitionen in fossile Energien. Das geht aus der Abschluss-Erklärung des G7-Gipfels hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. "In diesen außergewöhnlichen Umständen können öffentlich unterstützte Investitionen in den Gassektor als vorübergehende Maßnahmen angemessen sein", heißt es mit Blick auf die Bemühungen, sich möglichst schnell von russischem Öl und Gas unabhängig zu machen. Ausdrücklich werden auch Investitionen in Flüssiggas (LNG) begrüßt, weil LNG eine wachsende Bedeutung bekommen müsse.

Die G7-Staaten betonen allerdings, dass dies nicht die Klimaschutzziele infrage stellen dürfe. Es könne sich deshalb nur um vorübergehende Maßnahmen handeln. Zugleich betonen die G7-Regierungen die Notwendigkeit, verstärkt in erneuerbare Energien zu investieren.

12.05 Uhr - G7 für internationale Konferenz zum Ukraine-Wiederaufbau

Die sieben großen westlichen Wirtschaftsnationen streben eine internationale Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine an. Die G7-Gruppe würde eine solche Konferenz und ein Wiederaufbauprogramm für die Ukraine unterstützen, heißt es im Entwurf der Abschlusserklärung des G7-Gipfels, der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Planung und Ausführung des Programms sollten der Ukraine "in enger Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern" obliegen.

11.20 Uhr - G7 wollen Ukraine bei kommender Getreide-Ernte helfen

Mit Blick auf die kommende Erntesaison wollen die G7-Staaten der Ukraine verstärkt bei der Produktion landwirtschaftlicher Güter unterstützen. Das geht aus einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel in Elmau hervor. Darin heißt es, Russland habe mit seiner Aggression gegen die Ukraine die globale Hungerkrise auf dramatische Weise verschärft. Deshalb wollen die sieben führenden westlichen Industriestaaten weitere 4,5 Milliarden Dollar für die Ärmsten gegen Mangelernährung bereitstellen. Zudem unterstützen die G7 alle Bemühungen, die Blockade ukrainischer Häfen aufzulösen und sichere Korridore für Exporte von Getreide zu schaffen. Schließlich wollen die G7 dabei helfen, illegal aus der Ukraine ausgeführtes Getreide zu identifizieren.

10.58 Uhr - G7-Staaten wollen Klimaclub-Idee von Kanzler Scholz umsetzen

Die Gruppe der demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) stellt sich hinter die Idee von Kanzler Olaf Scholz (SPD) für einen internationalen Klimaclub. Man unterstütze die Ziele eines solchen "offenen und kooperativen" Clubs und wolle mit Partnern daran arbeiten, ihn bis Ende 2022 einzurichten, heißt es in dem finalen Entwurf für die Abschlusserklärung des G7-Gipfels im bayerischen Elmau. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

10.21 Uhr - G7-Staaten wollen an Preisdeckel für russisches Öl arbeiten

Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Mechanismen für einen Preisdeckel für russisches Öl prüfen. Die zuständigen Minister sollten entsprechend angewiesen werden, bestätigten mehrere Diplomaten kurz vor dem Abschluss des G7-Gipfels auf Schloss Elmau. Auch Möglichkeiten für Preisobergrenzen für Gas sollen geprüft werden.

Die bereits erfolgten Planungen sehen vor, Russland dazu zu zwingen, Öl künftig für einen deutlich niedrigeren Preis an große Abnehmer wie Indien zu verkaufen. Dies könnte funktionieren, indem der Westen Dienstleistungen wie Versicherungen für Öltransporte an die Einhaltung des Preisdeckels knüpft.

10.19 Uhr - Weißes Haus: Biden reist wegen Wetter früher von G7-Gipfel ab

US-Präsident Joe Biden reist nach Angaben des Weißen Hauses wegen schlechten Wetters früher als geplant vom G7-Gipfel im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ab. Das Weiße Haus teilte mit, Biden werde daher nicht an einer für den Dienstagvormittag geplanten Arbeitssitzung teilnehmen können. Der US-Präsident reist im Anschluss an das G7-Spitzentreffen nach Madrid, wo am Mittwoch der Nato-Gipfel beginnt.

10.07 Uhr - EU-Kreise: G7 wollen Gold aus Russland sanktionieren

Die G7-Staaten wollen sich nach Angaben aus EU-Kreisen dafür einsetzen, den Export von Gold aus Russland zu sanktionieren. Damit sollen die Maßnahmen gegen die Regierung in Moskau wegen des Angriffskriegs in der Ukraine verschärft werden, heißt es laut der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des G7-Gipfels auf Schloss Elmau. Für das Exportverbot von russischem Gold haben sich bei dem Treffen vor allem die USA, Großbritannien, Kanada und Japan eingesetzt. Die EU-Staaten Deutschland, Frankreich und Italien sind dagegen noch zurückhaltend, weil Sanktionen im Kreis der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union einstimmig beschlossen werden müssen.

09.48 Uhr - G7 wollen gegen Zwangsarbeit in China vorgehen

Die G7-Staaten wollen nach Informationen aus US-Kreisen gegen Zwangsarbeit vorgehen. So sollen Produkte, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden, von den globalen Lieferketten ausgeschlossen werden. Eine entsprechende Passage werde im Abschlussdokument der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten westlichen Industrieländer auf ihrem Gipfel in Elmau enthalten sein, heißt es in US-Delegationskreisen. Dies habe es so noch nie gegeben und sei vor allem an die Adresse Chinas gerichtet, heißt es weiter.

09.38 Uhr - US-Regierung: G7-Staaten geben Milliarden für Ernährungssicherheit

Die G7-Staaten werden sich nach Angaben der US-Regierung dazu verpflichten, bis zu fünf Milliarden US-Dollar für die weltweite Ernährungssicherheit bereitzustellen. Mehr als die Hälfte dieses Betrages werde aus den Vereinigten Staaten kommen, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Der Regierungsvertreter warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, "Lebensmittel als Kriegswaffe" einzusetzen. Schätzungen gingen davon aus, dass bis zu 40 Millionen Menschen in diesem Jahr durch Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine in die Armut gedrängt werden könnten.

09.12 Uhr - G7-Staaten lassen Preisobergrenzen für russisches Öl prüfen

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben sich nach Angaben aus G7-Kreisen darauf geeinigt, mögliche Preisobergrenzen für russisches Öl und Gas zu prüfen. Die EU werde mit internationalen Partnern Möglichkeiten zur Senkung der Energiepreise prüfen, heißt es in einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen G7-Dokument. Das schließe auch die Möglichkeit ein, vorübergehende Preisobergrenzen für Importe einzuführen. Ein G7-Vertreter sagte, dies gelte sowohl für Öl als auch für Gas.

08.13 Uhr - Gipfel-Gespräche zu neuer Weltordnung und Finanzzusagen

Am letzten Tag des G7-Gipfels auf Schloss Elmau werden voraussichtlich Gespräche über die neue Weltordnung nach dem Ukraine-Krieg geführt. Erwartet werden zudem konkrete Finanzzusagen der Staats- und Regierungschefs im Kampf gegen Hungersnöte, die durch die russische Blockade wichtiger ukrainischer Häfen vor allem in Ostafrika drohen.

08.06 Uhr - G7-Staaten wollen an Klimazielen festhalten

Die G7-Staaten wollen trotz der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise an den derzeitigen Klimaschutzzielen festhalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden die Mitglieder in der Abschlusserklärung zum G7-Gipfeltreffen deutlich machen, dass sie das sogenannte Pariser Abkommen weiterhin als Richtschnur für ihr Handeln ansehen. In diesem hatten sich die Länder der Welt im Dezember 2015 darauf geeinigt, Anstrengungen zu unternehmen, um die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Klimaschützer befürchten, dass wegen des geplanten Abschieds von russischem Gas der Ausstieg aus der vergleichsweise klimaschädlichen Kohleverstromung verzögert werden könnte. Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, Kohlekraftwerke wieder hochzufahren, um dadurch Erdgas zu sparen.

07.25 Uhr - Banner-Aktion von Klimaaktivisten in München

Etwa ein Dutzend Klimaaktivisten hat in München zum G7-Gipfel gegen den US-Vermögensverwalter Blackrock und für einen Schuldenerlass für ärmere Länder demonstriert. Auf dem Dach eines Gebäudes, das mutmaßlich von Blackrock genutzt wird, versuchten sie am frühen Morgen ein Banner zu entrollen. Zudem demonstrierten sie vor dem Gebäude. Die Polizei war mit mehreren Dutzend Beamten anwesend. Die Aktion verlief bislang friedlich.

07.20 Uhr - G7 verurteilen Angriff auf ukrainisches Einkaufszentrum als "Kriegsverbrechen"

Russland steht nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine mit mindestens 18 Todesopfern international am Pranger. "Wahllose Angriffe auf unschuldige Zivilisten sind ein Kriegsverbrechen", erklärten die auf Schloss Elmau in Bayern tagenden Staats- und Regierungschefs der sieben Länder am Montagabend gemeinsam. Russlands Präsident Wladimir Putin und weitere Verantwortlichen für diesen "abscheulichen" Angriff "müssen zur Rechenschaft gezogen werden".

07.00 Uhr - Oxfam-Sprecherin: "Brauchen einen Aktionsplan"

Charlotte Becker von der Hilfsorganisation Oxfam forderte im BR24-Interview von den G7-Staaten konkrete Finanzierungszusagen zur Bekämpfung von Not und Hunger. In dem Gespräch am Montagabend sagte sie: "Wir brauchen jetzt noch etwas Konkretes von den G7, keine warmen Worte, sondern einen Aktionsplan gegen Armut und Hunger."

05.40 Uhr - Abschlusserklärung von Scholz für Mittag erwartet

Am heutigen letzten Tag des G7-Gipfels auf Schloss Elmau wird am Mittag die Abschlusserklärung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erwartet. Weitere Staatschefs werden vor die Presse treten, bevor dann am frühen Nachmittag das dreitägige Treffen zu ende geht.

05.27 Uhr - Letzter Tag des G7-Gipfels in Elmau

Nach mehr als einem halben Dutzend Arbeitssitzungen und zahlreichen bilateralen Gesprächen beenden die G7-Staats- und -Regierungschefs am heutigen Dienstag ihre Beratungen im bayerischen Schloss Elmau. Zentrale Themen dürften am dritten Gipfeltag erneut der Ukraine-Krieg und die durch Russlands Aggression beförderte Hungerkrise sein. Diese droht vor allem in Ostafrika. Erwartet werden konkrete Finanzzusagen der G7-Staaten. Anschließend reisen einige der Gipfelteilnehmer weiter nach Madrid zum Nato-Gipfel.

Dienstag, 28. Juni 2022

21.51 Uhr - Südafrika will Russland nicht als Aggressor bezeichnen

Südafrika verlangt auf dem G7-Gipfel eine diplomatische Lösung, um den Krieg in der Ukraine zu beenden und weigert sich, Russland als Aggressor zu sehen. Ihr Land sei neutral in diesem Konflikt, sagt die südafrikanische Außenministerin Naledi Pandor dem ZDF-"heute-journal". Die G7 hätten in ihren Augen die Macht, eine Verhandlungslösung zu erwirken.

Die Konfliktpunkte zwischen der Ukraine und Russland würden seit Jahren weltweit debattiert – und "Afrika sei nie an den Verhandlungstisch eingeladen worden, um diese Streitpunkte zu diskutieren". Jetzt von ihrem Land zu fordern, sich politisch für eine Seite in diesem Konflikt zu entscheiden, sei deshalb nicht möglich.

21.27 Uhr - Expertin: Westen hat China falsch eingeschätzt

Die Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin vom European Council on Foreign Relations hält den Versuch der G7-Staaten, andere Länder aus dem Einflussbereich Russlands herauszulösen, für schwierig. Manche der G7-Partnerländer seien hier unterschiedlicher Meinung, sagte Jana Puglierin BR24. Man müsse sehen, dass beispielweise ein Land wie Indien von der Möglichkeit profitiere, billiger Öl einzukaufen.

Auch die bisherigen Versuche der westlichen Staaten, mit milliardenschweren Investitions-Programmen den Einfluss Chinas in den Entwicklungsländern einzudämmen, seien "nicht so richtig erfolgreich" gewesen. Jetzt versuche man es in einem neuen Anlauf mit mehr finanziellen Zusagen. Zugleich gehe es darum, diesen Ländern eine demokratische Alternative zu bieten für Partnerschaften. Die Politikwissenschaftlerin sieht das Problem darin, dass man China lange Zeit falsch eingeschätzt habe. "Wir haben China als Partner gesehen. In gewissen Bereichen ist China auch immer noch ein Partner. Aber China wird immer mehr zum Rivalen, zum Herausforderer und in manchen Bereichen auch zum Gegner."

21.15 Uhr - Das BR24extra zum zweiten Tag zum Nachschauen:

G7-Gipfel mit Gästen
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G7-Gipfel mit Gästen

20.33 Uhr - Biden und Scholz treffen sich vor Ende des G7-Gipfels erneut

Vor dem Abschluss des G7-Gipfels kommt US-Präsident Joe Biden erneut mit Bundeskanzler Olaf Scholz zusammen. An dem Treffen am Dienstag um 10.00 Uhr sollen außerdem der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Boris Johnson teilnehmen, wie aus der Terminvorschau des Weißen Hauses hervorgeht. Danach soll am Vormittag die letzte Sitzung des Gipfels auf Schloss Elmau stattfinden.

19.42 Uhr - G7 und Partnerländern einig über Prinzipien für stärkere Demokratie

Der G7-Gipfel hat sich mit den Gastländern Argentinien, Indien, Indonesien, Senegal und Südafrika auf gemeinsame Prinzipien zur Stärkung von Demokratie und internationaler Ordnung verständigt. In einer Erklärung heißt es, man sei entschlossen, die Widerstandskraft "unserer Demokratien zu stärken und auf gerechte, inklusive und nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen hinzuarbeiten". Genannt werden als Themen etwa der Klimawandel, die Covid-19-Pandemie und die regelbasierte internationale Ordnung.

19.19 Uhr - Barley: Staaten des globalen Südens mit ins Boot nehmen

Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), betont mit Blick auf den G7-Gipfel die Notwendigkeit, sich um eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Staaten des globalen Südens zu bemühen. Die Auswirkungen des russischen Krieges träfen diese Staaten oft noch existenzieller als die westlichen Länder, sagte Barley in einem BR24extra. Vor allem in Afrika seien die Menschen auf Lebensmittelexporte aus der Ukraine und aus Russland angewiesen. Deswegen sei es wichtig, die Staaten des globalen Südens "mit ins Boot zu nehmen". Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten heute auch mit den Partnerländern Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien beraten.

18.05 Uhr - Scholz: Kein Zurück im Verhältnis zu Russland

Die Beziehungen des Westens zu Russland sind nach Einschätzung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) längerfristig zerrüttet. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine sei ein "tiefer, tiefer Einschnitt in den internationalen Beziehungen". "Alle Regeln, alle Vereinbarungen, die wir miteinander getroffen haben über die Art und Weise der Zusammenarbeit von Staaten sind damit gebrochen worden." Des sei auch klar: "Im Verhältnis zu Russland kann es kein Zurück geben in die zeit vor dem russischen Überfall auf die Ukraine." Alle G7-Staaten seien bereit, die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Diese Veränderung lasse sich am besten meistern, "wenn wir gut und vertrauensvoll zusammenstehen", sagte der Kanzler. "Es ist gut, dass wir in dieser Welt Freunde und Verbündete haben."

18.01 Uhr - Scholz lobt Gespräche mit Partnerländern

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Bedeutung des Austauschs der G7-Staaten mit den Partnerländern Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien betont. Diese Staaten seien Demokratien der Zukunft und mit Zukunft. "Als Demokratien blicken wir ähnlich auf die Welt", sagte der Kanzler in einem Pressestatement. Gegenseitiges Zuhören schaffe gegenseitiges Verständnis, "und das erleichtert die Zusammenarbeit".

In Fragen von Klimaschutzes, Energieversorgung und Kampf gegen den Hunger in der Welt sei heute "sehr gut und offen und auch sehr konstruktiv miteinander gesprochen" worden, betonte Scholz. Dieser Dialog sei wichtig und werde auch fortgesetzt.

17.50 Uhr - Programm für Partnerinnen der G7-Staats- und Regierungschefs

Ex-Skirennläufer Christian Neureuther ist beim G7-Gipfel mit den Ehefrauen der Staats- und Regierungschefs in die Berge gegangen.
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Ex-Skirennläufer Christian Neureuther ist beim G7-Gipfel mit den Ehefrauen der Staats- und Regierungschefs in die Berge gegangen

16.39 Uhr - Sechs Demonstranten vorläufig festgenommen

Nach einer kleinen Demonstration von G7-Kritikern in der Nähe von Schloss Elmau sind sechs Menschen vorläufig festgenommen worden. Sie sollen sich auf die Zufahrtsstraße zum Tagungshotel der sieben führenden Wirtschaftsmächte gesetzt haben - statt, wie von der Polizei gefordert, zurück in Busse zu steigen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin laufen gegen die sechs Demonstranten Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung oder der versuchten Nötigung.

Zuvor hatten drei Busse 50 Aktivisten und rund zwei Dutzend Journalisten an den Sperrzaun rund 500 Meter vom Schloss entfernt gefahren, in dem Bundeskanzler Olaf Scholz und die übrigen G7-Gäste tagen. Dort folgte die Kundgebung unter anderem mit Redebeiträgen.

15.59 Uhr - G7-Länder und Gäste vereinbaren Zusammenarbeit beim Klimaschutz

Bei ihrem Gipfel in Elmau haben die G7-Staaten und ihre Gäste gemeinsame Anstrengungen für den Klimaschutz vereinbart. Eine entsprechende Erklärung veröffentlichte die Bundesregierung als Gastgeber des Spitzentreffens am Nachmittag. Die Unterstützer wollen die Umstellung auf Klimaneutralität vorantreiben, also zu einem Zustand kommen, an dem sie nicht mehr Treibhausgase ausstoßen als auch wieder gebunden werden können. Gleichzeitig wollen sie Energiesicherheit sicherstellen.

Hinter der Erklärung stehen die G7-Staaten Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien, die USA und die Europäische Union sowie Argentinien, Indien, Indonesien, Senegal und Südafrika.

15.32 Uhr - Das BR24live "G7-Gipfel als Ärgernis? Stimmung vor Ort" zum Nachschauen

G7-Gipfel als Ärgernis? Stimmung vor Ort
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G7-Gipfel als Ärgernis? Stimmung vor Ort

14.50 Uhr - G7 besorgt über Lieferung atomwaffenfähiger Raketen an Belarus

Die G7-Staats- und Regierungschefs haben sich besorgt über die von Russland angekündigte Lieferung atomwaffenfähiger Raketen an Belarus gezeigt. In einem gemeinsamen Statement, das am Montag auf dem G7-Gipfel veröffentlicht wurde, heißt es, man sei angesichts dieser Ankündigung ernsthaft besorgt.

14.40 Uhr - Mini-Demo am Schloss Elmau

Zum G7-Gipfel sind mehrere kleine Gruppen von Aktivisten zu Wander- und Radtouren rund um Garmisch-Partenkirchen aufgebrochen. Begleitet wurden sie von einem riesigen Polizeiaufgebot. Eine Gruppe von 50 Menschen wurde mit Polizeiwagen zum Schloss Elmau gefahren werden, wo die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden demokratischen Industrienationen bis Dienstag tagen. Die G7-Kritiker müssen mit ihrer Mini-Demo etwa eine halben Kilometer vom Schloss entfernt bleiben.

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Eine Gruppe von Demonstranten wird im Bus in die Nähe von Schloss Elmau gefahren.

14.37 Uhr - Kreise: Selenskyj sieht noch keinen Raum für Verhandlungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht nach Angaben eines französischen Diplomaten derzeit nicht den Raum für Verhandlungen mit Russland. Erst müsse er in einer stärkeren Position sein, sagte Selenskyj demnach in der Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten auf Schloss Elmau.

14.33 Uhr - Söder verteidigt Empfang von G7-Gästen mit Trachtlern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Empfang für die G7-Staats- und Regierungschefs mit Trachtlern gegen viel Kritik, Spott und Häme etwa in sozialen Netzwerken verteidigt. "Zu Bayern gehört das einfach dazu: Modernität, aber auch Brauchtum", sagte der CSU-Chef. Das sei Teil bayerischer Lebenskultur. Söder fügte hinzu: "Mag sein, dass dem einen oder anderen das nicht so gefällt – also allen Gästen, die da waren, hat es super gefallen." Er nannte unter anderem US-Präsident Joe Biden, der ebenfalls auf diese Weise am Münchner Flughafen begrüßt wurde.

13.55 Uhr - Johnson vergleicht Unterstützung für Ukraine mit Kampf gegen Hitler

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland mit dem Kampf gegen den Nazi-Diktator Adolf Hitler verglichen. Der Preis für die Freiheit sei es wert, gezahlt zu werden, sagte Johnson am Montag der BBC am Rande des G7-Gipfels auf Schloss Elmau.

Die Demokratien hätten in der Mitte des 20. Jahrhunderts lange gebraucht, um eine Antwort zu Tyrannei und Aggression zu finden, und es sei sehr teuer gewesen. "Aber mit der Niederlage der Diktatoren, vor allem von Nazi-Deutschland, brachte dies viele Jahrzehnte der Stabilität, eine Weltordnung, die sich auf ein regelbasiertes internationales System stützte", betonte Johnson. Das sei schützenswert.

13.40 Uhr - Scholz empfängt Staats- und Regierungschefs aus dem Süden

Bundeskanzler Scholz (SPD) hat die Staats- und Regierungschefs aus fünf großen Schwellenländern beim G7-Gipfel in Schloss Elmau empfangen. Indien, Indonesien, Argentinien, Südafrika und Senegal nehmen auf besondere Einladung der deutschen Gastgeber an dem Treffen der sieben großen westlichen Industriestaaten teil. Als demokratisch regierte Länder stünden sie für "Freiheit und Rechtsstaatlichkeit", erklärte die Bundesregierung im Vorfeld.

Video: Fünf Gastländer beim G7 Gipfel

Fünf Gastländer sind heute zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau eingeladen.
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Fünf Gastländer sind heute zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau eingeladen.

13.37 Uhr - G7 sagen der Ukraine bis zu 28 Milliarden Euro für den Staatshaushalt zu

Die G7-Industriestaaten stellen dem ukrainischen Staatshaushalt für dieses Jahr bis zu 28 Milliarden Euro bereit. Damit werde die Regierung dabei unterstützt, die Grundbedürfnisse der Menschen zu bedienen. In diesem Jahr hätten die sieben Industriestaaten umgerechnet bereits mehr als 2,6 Milliarden Euro an humanitärer Hilfe zugesagt, hieß es weiter in der Erklärung, die nach dem Videogespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyi veröffentlicht wurde. Man wolle auch in Zukunft substanzielle humanitäre Unterstützung bereitstellen.

13.11 Uhr - Verschärfung der Sanktionen gegen Russland in Aussicht

In ihrer Erklärung, in der die G7-Staaten der Ukraine Unterstützung "so lange wie nötig" zusichern, stellen sie auch eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland in Aussicht. Im Mittelpunkt sollten dabei die Rüstungsindustrie und der Technologiesektor stehen. "Wir sind entschlossen, Russlands Einnahmen, auch aus Gold, zu reduzieren", heißt es in dem Papier. Weitere Details wurden nicht genannt.

Die G7 riefen Russland erneut zu einem Ende des Krieges auf - und warnten das Land eindringlich vor einem Einsatz chemischer, biologischer oder nuklearer Waffen.

12.36 Uhr - G7 will Ukraine so lange wie nötig unterstützen

Die sieben führenden westlichen Industrienationen sagen der Ukraine ihre Unterstützung zu, solange dies erforderlich sein wird. Es sei die Entscheidung der Regierung in Kiew, wie eine Friedenslösung gestaltet werden könne, heißt es in einer Erklärung der G7-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel in Schloss Elmau weiter.

Die Staatengruppe veröffentlichte die Erklärung nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei ihrem Gipfel auf Schloss Elmau. Die G7-Länder würden der Ukraine "weiterhin finanzielle, humanitäre, militärische und diplomatische Unterstützung leisten".

12.00 Uhr - Selenskyj fordert von G7 massive Hilfe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von den G7-Staaten gefordert, "alles zu tun", um den Krieg mit Russland noch in diesem Jahr zu beenden. Bei den Gesprächen mit den G7-Staats- und Regierungschefs am Montag habe Selenskyj darauf verwiesen, dass der Krieg noch lange dauern werde, wenn er sich bis in den Winter hinziehe, hieß es aus G7-Kreisen bei dem Gipfel auf Schloss Elmau. Zudem habe Selenskyj eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland gefordert.

11.45 Uhr - Demonstranten wandern und radeln zur Kundgebung

Die Demonstrationen gegen den G7-Gipfel gehen weiter: Heute Vormittag radeln und marschieren Kritikerinnen und Kritiker der G7 auf vorher festgelegten Routen von Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald aus Richtung Klais, wo eine Kundgebung stattfindet. Klais ist ein Ortsteil der Gemeine Krün und etwa fünf Kilometer vom Tagungsort Schloss Elmau entfernt. Eine Gruppe der Demonstranten - 50 Personen - darf dann bis auf 500 Meter heran ans Schloss. Die 50 Personen werden mit Bussen zur Demonstrationsfläche gebracht. Für jede der vier Routen waren laut Polizei 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.

11.30 Uhr - Selenskyj will Krieg vor Winterbeginn beenden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will nach Angaben von zwei europäischen Diplomaten den Krieg in seinem Land vor Beginn des nächsten Winters beendet haben. Dies habe Selenskyj den G7-Staats- und Regierungschefs per Video-Schalte auf Schloss Elmau gesagt.

11.09 Uhr - Nur wenige Radl-Demonstranten gegen G7

Zu der Fahrrad-Protestfahrt von Mittenwald nach Klais sind deutlich weniger Teilnehmer gekommen als erwartet. Statt der angemeldeten 100 Personen sind zum Starttermin um 10.30 Uhr gerade einmal eine einstellige Zahl an Radlern an den Mittenwalder Bahnhof gekommen. Sie werden sich in Kürze im Zuge der Sternfahrt auf den Weg nach Klais machen, begleitet auch von einer Fahrradstaffel der Polizei. Veranstalter Stefan Stracke zeigte sich dennoch nicht enttäuscht. Er wolle nicht nur gegen G7 demonstrieren, sondern auch Aufmerksamkeit auf die unrühmliche NS-Vergangenheit der Mittenwalder Gebirgsjäger lenken, das habe er erreicht.

Video: Mehrere Gruppen von Demonstranten sind zu Protesten zum G7-Gipfel aufgebrochen

Mehrere Gruppen von Demonstranten sind zum G7-Gipfel zu verschiedenen Protestmärschen rund um Garmisch-Partenkirchen aufgebrochen.
Bildrechte: BR

Mehrere Gruppen von Demonstranten sind zum G7-Gipfel zu verschiedenen Protestmärschen rund um Garmisch-Partenkirchen aufgebrochen.

10.55 Uhr - Selenskyj bittet um umfassende Hilfe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die G7-Staats- und Regierungschefs laut einem Diplomaten um umfassende Hilfe im Verteidigungskrieg gegen Russland. In einem per Video-Schalte geführten Gespräch habe Selenskyj die Gipfelteilnehmer auf Schloss Elmau gebeten, Luftabwehrsysteme zu liefern. Zudem sollten die sieben führenden westlichen Industriestaaten für weitere Sanktionen gegen Russland sorgen, der Ukraine beim Export von Getreide helfen und dem Land finanzielle Hilfe zum Wiederaufbau zur Verfügung stellen.

10.53 Uhr - Aktivistengruppe darf nicht näher als 500 Meter ans Schloss heran

Es bleibt dabei: Die 50 Demonstranten, die am Nachmittag mit den Polizeibussen von Klais in der Gemeinde Krün nach Elmau gefahren werden, dürfen nicht näher als ans Schloss - den Tagungsort der G7-Staaten - heran als 500 Meter. Die Klage der Aktivisten gegen die ausgewiesene Demonstrationsfläche in Elmau wurde abgewiesen.

Die Aktivisten scheiterten vor dem Verwaltungsgericht München und dann auch vor dem Verwaltungsgerichtshof mit ihrem Antrag, 200 Meter näher ans Schloss heran zu dürfen, wie Sprecher beider Gerichte am Montag sagten. Die Demonstranten wollen bei einem Sternmarsch in Schlossnähe gegen das Treffen führender Industrienationen protestieren. Das Verwaltungsgericht München begründete die Ablehnung mit Sicherheitsbedenken, die der Freistaat geäußert hatte.

10.47 Uhr - Scholz: G7 bemühen sich um Getreideexporte aus Ukraine

Angesichts der drohenden Hungerkrise vor allem in Ostafrika bemühen sich die G7-Staaten darum, Getreideexporte aus der Ukraine zu ermöglichen. "Da sind jetzt gegenwärtig Tag und Nacht die Verhandlungen im Gange", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz im ZDF. Das Thema bereite den führenden demokratischen Wirtschaftsmächten größte Sorge und man wolle helfen. Auch mit Geld solle dafür gesorgt werden, dass Hungerkrisen vermieden werden. Konkrete Finanzzusagen der G7-Staaten werden für heute erwartet.

Video: Scholz wirbt für seine Klimaclub-Idee

Kanzler im "Morgenmagazin" des ZDF
Bildrechte: BR

Kanzler im "Morgenmagazin" des ZDF

10.23 Uhr - G7-Gipfel berät über Ukraine - Selenskyj zugeschaltet

Tag zwei beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau: Zur ersten Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zugeschaltet worden. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wird am zweiten Gipfeltag eines der beherrschenden Themen sein.

10.07 Uhr - US-Regierung: G7 verhängen weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau

Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wollen die USA und die anderen G7-Staaten nach Angaben der US-Regierung weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau verhängen. Die Maßnahmen richteten sich unter anderem gegen militärische Produktions- und Lieferketten, teilte das Weiße Haus am Montag am Rande des G7-Gipfels in Bayern mit.

09.45 Uhr - Scholz wirbt für seine Klimaclub-Idee

Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine Idee eines Klimaclubs beworben. "Der Klimaclub handelt davon, dass man zusammenarbeiten soll zwischen den Staaten, die bereit sind, sehr schnell bis zur Mitte dieses Jahrhunderts CO2-neutral zu werden", sagte der SPD-Politiker am Morgen im ZDF. CO2-Neutralität bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden als auch wieder gebunden werden können.

09.05 Uhr - Einladung von G7-Gastländern für Einigkeit der Demokratien

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor einer Teilung der Welt im Zuge des Ukraine-Kriegs gewarnt. Man dürfte nicht "in die Falle Tappen", so Scholz im ZDF, dass die Welt in den globalen Westen auf der einen und alle anderen Länder auf der anderen Seite geteilt sei. "Demokratien gibt es in der ganzen Welt und sie haben sehr ähnliche Perspektiven", so Scholz. Deswegen habe er auch fünf Gastländer zum G7-Gipfel westlicher Wirtschaftsmächte eingeladen: Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien.

Von den fünf Gastländern des G7-Gipfels haben sich drei nicht klar zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine positioniert. Indien, Südafrika und Senegal enthielten sich Anfang März in der UN-Vollversammlung bei der Abstimmung über die Verurteilung des Kriegs.

08.40 Uhr - Scholz: G7 bereiten Hilfe gegen Nahrungsmittelkrise vor

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte am Morgen im ZDF an, dass die sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten ein gemeinsames Aktionspaket und Finanzhilfe bereitstellen würden, um gegen die weltweit stark steigenden Nahrungsmittelpreise und gegen Hungerkrisen anzukämpfen. "Wir haben das schon vorbereitet", sagte Scholz, ohne Zahlen zu nennen. Zudem bemühe man sich mit Hochdruck, Getreide aus der Ukraine auf den Weltmarkt zu bringen.

08.36 Uhr - Scholz: Noch kein Beschluss zu Gold-Embargo

Die G7-Länder werden auf ihrem Gipfel nach Angaben von Bundeskanzler Olaf Scholz noch kein gemeinsames Gold-Embargo gegen Russland beschließen. Trotz einer entsprechenden US-Ankündigung wies Scholz am Montag im ZDF darauf hin, dass dies in der EU noch beraten und beschlossen werden müsse. Zuvor hatten sich etwa die USA, Kanada und Großbritannien für einen Stopp von Gold-Importen aus Russland ausgesprochen.

08.30 Uhr - BUND fordert von G7 Bekenntnis zum Ausstieg aus fossiler Energie

Die Geschäftsführerin des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Antje von Broock, hat im Interview mit BR24 von den G7 ein klares Bekenntnis gefordert, mit der Verfeuerung fossiler Energien Schluss zu machen. Mit Blick auf die Energiesicherheit sei es zwar richtig, mit fossilen Brennstoffen zu überbrücken, bis es ausreichend erneuerbare Energien gebe. Jedoch müssten diese verstärkt ausgebaut und gleichzeitig der Energieverbrauch gedrosselt werden. Prinzipiell finde sie die Versammlung der Staats- und Regierungschefs der G7 "gar nicht schlecht". Politiker zu versammeln, die etwas vorantreiben wollen, "kann Sogwirkung auslösen und Vorbild Wirkung haben", sagte von Brook. Die vergleichsweise geringe Teilnehmerzahl bei der G7-Demo in München am vergangenen Samstag sieht sie in einer Verunsicherung der Menschen durch den Krieg in der Ukraine begründet. Es fehle vielen das klare Bild wofür oder wogegen man auf die Straße ginge.

08.25 Uhr - G7-Protest: Klimaschützer blockieren Finanzministerium in Berlin

Anlässlich des G7-Gipfels haben Klimaschützer die Eingänge des Bundesfinanzministeriums in Berlin blockiert. Seit Montagmorgen besetzen rund 40 Aktivistinnen und Aktivisten den Vordereingang des Gebäudes. Der Hintereingang wurde ebenfalls von rund 30 bis 40 Personen blockiert. Dabei hielten sie Schilder in die Luft, auf denen etwa stand "Global Debt = Global Crime" und "G7 You Owe, You Pay: Cancel the Debt" (auf Deutsch: "Globale Schulden = Globales Verbrechen" und "G7 Ihr schuldet, ihr zahlt: Erlasst die Schulden"). Ein Teil der Aktivisten klebte sich auch an dem Gebäude fest. Nach Angaben der Polizei wurde das Ministerium zudem mit Farbe beschmiert.

07.50 Uhr - Bilanz der G7-Demos von Sonntag: Ein Teilnehmer und ein Polizist verletzt

Die Polizei spricht im Rückblick auf Sonntag von "weitestgehend friedlichen" Demonstrationen in Garmisch-Partenkirchen. Ein 38-jähriger Mann aus dem Landkreis wurde festgenommen, wehrte sich und wurde leicht verletzt, ein Polizeibeamter wurde dabei so stark verletzt, dass er anschließend nicht mehr dienstfähig war.

Die Polizei kritisiert in ihrer Bilanz, dass Personen aus dem sogenannten "Schwarzen Block" gegen Versammlungsauflagen verstoßen hätten, indem sie Seitentransparente verknoteten und vereinzelt Rauchtöpfe zündeten. Sechs Personen wurden angezeigt, weil sie gegen das Vermummungsverbot verstoßen haben sollen.

07.35 Uhr - Klima und Hungerkrise: Gipfel-Gespräche mit Gastländern

Die Staats- und Regierungschefs der Gastländer Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien sollen ab Montagmittag an den Beratungen des G7-Gipfels teilnehmen. Die größere Runde will über die Klimakrise, über Gesundheit und die weltweite Ernährungskrise infolge des Ukraine-Kriegs diskutieren.

07.28 Uhr - Weiterer Protest: Demonstranten-Gruppe darf in Schlossnähe

Gegner des G7-Gipfels wollen am Vormittag ihren Protest gegen das Treffen der Spitzenpolitiker fortsetzen. Ab 10 Uhr ist ein Sternmarsch auf mehreren Routen zum Tagungsort auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen geplant. Es ist vorgesehen, dass eine 50-köpfige Delegation der Protestierenden von der Polizei in Bussen in Sichtweite des Gipfelortes gebracht wird, um dort eine Kundgebung abhalten zu können. Die restlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden ihre Protestmärsche in größerer Entfernung zum Schloss beenden müssen.

07.15 Uhr - Ukraines Präsident Selenskyj nimmt heute am Gipfelteil teil

Den Auftakt am zweiten von drei Gipfeltagen auf Schloss Elmau macht eine Sitzung zum Ukraine-Krieg. An ihr nimmt auch der per Video zugeschaltete ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil. Bereits am Wochenende hatte Selenskyj erneut mehr Militärhilfe für sein Land gefordert. Bei der Tagung wird um die weitere, auch langfristige Unterstützung seines Landes gehen.

07.08 Uhr - Selenskyj ruft G7-Gruppe zu mehr Hilfe auf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer zu mehr Hilfe im Kampf gegen Russlands Angriffstruppen aufgefordert. Die russische Aggression lasse sich nur stoppen, "wenn wir alles bekommen, worum wir bitten, und in der Zeit, in der wir es brauchen - Waffen, finanzielle Unterstützung und Sanktionen gegen Russland", erklärte Selenskyj in seiner allabendlichen Videoansprache am Sonntag.

06.30 Uhr - Ischinger spricht von "Zerfallsprozess der internationalen Ordnung"

Der langjährige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, verwies am Sonntagabend im BR24extra darauf, dass er und sein Team schon länger eine "Zeitenwende" sehen. Im Gespräch mit BR-Chefredakteur Christian Nitsche warnte er von einem "Zerfallsprozess der internationalen Ordnung".

BR-Chefredakteur Christian Nitsche im Gespräch mit dem langjährigen Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger.
Bildrechte: BR

BR-Chefredakteur Christian Nitsche im Gespräch mit dem langjährigen Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger.

Montag, 27. Juni 2022

22.19 Uhr - Von der Leyen: G20 nicht von Putin kaputt machen lassen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich gegen einen Boykott des G20-Gipfels im Herbst ausgesprochen - auch wenn Russlands Präsident Wladimir Putin am nächsten Treffen teilnehmen sollte. "Wir müssen sehr genau überlegen, ob wir die gesamte G20 lahmlegen, da plädiere ich nicht dafür", sagte die CDU-Politikerin am Abend dem ZDF-"heute journal". "Meines Erachtens ist G20 zu wichtig, auch für die Entwicklungsländer, die Schwellenländer, als dass wir uns dieses Gremium kaputt machen lassen sollten auch wieder von Putin."

Der nächste Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer findet Mitte November auf der indonesischen Insel Bali statt. Zu der Gruppe gehört auch Russland - eine Teilnahme Putins ist also möglich.

21.02 Uhr - G7 posiert vor legendärer Holzbank

Es könnte zum Bild des G7-Gipfels 2022 werden: Die Staats- und Regierungschefs haben sich am Abend an jener Holzbank versammelt, an der schon 2015 ein ikonisches Bild der früheren Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama entstand. Vor sieben Jahren saß Obama mitten auf der Bank und breitete seine Arme auf der Lehne aus, während vor ihm Merkel ebenfalls mit ausgebreiteten Armen stand.

Dieses Mal stellten sich die sieben Staats- und Regierungschefs sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel in einer Reihe hinter die Bank, mit dem Alpenpanorama im Hintergrund. Kanadas Premierminister Justin Trudeau legte dem britischen Premier Boris Johnson und dem japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida die Arme über die Schulter, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verzichtete auf sein Sakko. Das Foto entstand nach einem Abendessen - die Gipfelteilnehmer schafften es noch gerade rechtzeitig vor Sonnenuntergang zu der Bank.

G7-Gipfel
Bildrechte: REUTERS/Jonathan Ernst

Boris Johnson, Justin Trudeau, Fumio Kishida und Emmanuel Macron

20.45 Uhr - Am Montag wird Selenskyj zugeschaltet

Zum Auftakt des zweiten von drei Gipfeltagen auf Schloss Elmau beraten die G7-Staats- und Regierungschefs über den Ukraine-Krieg. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird per Video geschaltet. Schon am Sonntag hatte eine Bewertung der Wirksamkeit der Sanktionen der G7-Staaten gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs auf der Tagesordnung gestanden.

18.28 Uhr - Demonstration gegen G7 beendet

Der Demonstrationszug in Garmisch-Partenkirchen gegen das G7-Treffen im nahe gelegenen Elmau ist am frühen Abend beendet worden. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 800 bis 900, die Organisatoren sprachen hingegen von 2.000.

Die Kundgebung wurde von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet, verlief aber weitgehend friedlich. In der Region sind insgesamt 18.000 Polizistinnen und Polizisten zum Gipfel im Einsatz. Zu den zentralen Themen der Kundgebung gehörten die Klimakrise und die Angst vor einer Eskalation des Ukraine-Krieges.

18.20 Uhr - G7 starten globale Infrastruktur-Initiative

Die G7-Gruppe führender demokratischer Industriestaaten will China mit einer globalen Infrastruktur-Initiative Konkurrenz machen. Bei ihrem Gipfel in Bayern riefen die G7-Staaten formell eine "Partnerschaft für Globale Infrastruktur" ins Leben, wie US-Präsident Joe Biden sagte. Das bereits im vergangenen Jahr angekündigte Vorhaben soll eine Alternative zu dem 2013 von China gestarteten Projekt "Neue Seidenstraße" sein, mit dem das autoritär regierte Land neue Handelswege nach Europa, Afrika, Lateinamerika und in Asien erschließt.

"Gemeinsam wollen wir bis 2027 fast 600 Milliarden Dollar durch die G7 mobilisieren", sagte Biden, auf dessen Initiative das Projekt zurückgeht. "Und ich bin stolz darauf, ankündigen zu können, dass die Vereinigten Staaten in den nächsten fünf Jahren 200 Milliarden Dollar an öffentlichem und privatem Kapital für diese Partnerschaft mobilisieren werden."

Die Europäer wollen laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen 300 Milliarden Euro für die "Partnerschaft für Globale Infrastruktur" mobilisieren. Japans Ministerpräsident Fumio Kishda sagte 65 Milliarden Dollar zu. Sowohl Kanzler Olaf Scholz als auch Biden und von der Leyen betonten, dass die Demokratien Entwicklungsländern damit ein neues Angebot für eine engere Zusammenarbeit machen wollten.

18.10 Uhr - Weber: Putin lässt seine Muskeln spielen

Der Chef der christdemokratischen Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), sieht einen Zusammenhang zwischen dem G7-Gipfel und den russischen Raketen auf Kiew. Man müsse davon ausgehen, dass der russische Präsident Wladimir Putin "hier seine Muskeln spielen lässt", sagte der CSU-Politiker der ARD. Die Eskalation zeige den Ernst der Lage. Es gehe um viel - nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die westlichen Demokratien. Sollte die Ukraine fallen, wäre dies laut Weber "ein großer Sieg eines Autokraten". Es gehe aktuell "um die Weltordnung von morgen".

In diesem Zusammenhang erneuerte Weber die Kritik an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Die innereuropäische Wahrnehmung sei, dass Deutschland unter der Führung von Scholz zu langsam reagiert habe. Vor allem die Osteuropäer seien sehr enttäuscht. "In einer Krise braucht man auch Führung." Die sei Deutschland in der Europäischen Union schuldig geblieben.

17.35 Uhr - Drei der vier festgenommen G7-Aktivisten wieder frei

Drei der vier bei der G7-Demonstration in München festgenommenen Aktivisten sind wieder auf freiem Fuß. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, es seien keine Haftbefehlsanträge gestellt worden. Die Behörde habe die Hauptvorwürfe der gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte nicht bestätigt gesehen.

Gegen einen Aktivisten habe die Münchner Polizei nach Angaben ihres Sprechers Antrag auf Ingewahrsamnahme nach Bayerischem Polizeiaufgabengesetz beantragt. Ein Richter habe den Antrag bestätigt - bis Montagmittag müsse der Mann hinter Gitter bleiben. Allerdings habe der Aktivist gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt. Ein endgültiger Ausgang der Sache stand am späten Nachmittag noch aus. Hintergrund für die Festnahmen waren Zusammenstöße zwischen Demonstranten, die einem sogenannten schwarzen Block zugerechnet werden, und Polizisten bei der Kundgebung am Samstag.

17.30 Uhr - ARD-Korrespondent Vassili Golod über die Lage in Kiew

BR24 TV-Redaktionsleiter Andreas Bachmann und der ARD-Korrespondent Vassili Golod
Bildrechte: BR

BR24 TV-Redaktionsleiter Andreas Bachmann und der ARD-Korrespondent Vassili Golod

17.09 Uhr - Klimaschützer werfen Scholz Abkehr von Vereinbarungen vor

Klimaschützer haben Kanzler Olaf Scholz (SPD) vorgeworfen, Vereinbarungen zum internationalen Klimaschutz bei den Verhandlungen zum G7-Gipfel untergraben zu wollen. Konkret gehe es um die öffentliche Finanzierung fossiler Brennstoffe, sagte die Deutschland-Direktorin der Organisation Global Citizen, Friederike Meister, am Rande des G7-Gipfels. Entsprechende Informationen erreichten sie aus den laufenden Verhandlungen.

Deutschland versuche, die Selbstverpflichtung rückgängig zu machen, bis Ende 2022 aus der öffentlichen Finanzierung fossiler Brennstoffe auszusteigen, sagte Meister. Bei der Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow hatte sich die Bundesregierung einer gemeinsamen Erklärung mit anderen Ländern angeschlossen, wonach die Unterstützer bis Ende 2022 keine staatlichen Mittel mehr in fossile Projekte in anderen Ländern investieren wollen. Wenn neue fossile Infrastrukturen entstünden, stehe das Ziel auf dem Spiel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen, warnte Meister.

16.25 Uhr - Herrmann: Lage ruhig und entspannt

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich insgesamt zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Demonstrationen gegen den G7-Gipel gezeigt. Die Lage sei "insgesamt relativ ruhig und entspannt", sagte Herrmann bei BR24extra. Bei der Demo in Garmisch-Partenkirchen seien aktuell rund 900 Menschen, sie verlaufe bislang "relativ friedlich". Auch die Proteste am Sonntag in München seien "ziemlich gewaltfrei" verlaufen. Somit seien die Ziele des Polizeikonzepts und bisher erreicht worden.

Zugleich betonte Herrmann, der Aufwand des Polizeieinsatzes sei gegenüber dem G7-Gipfel von 2015 in Elmau "nicht noch einmal gesteigert worden". Die Einsatzkräfte seien nach wie vor "recht bürgernah unterwegs". "Wir versuchen, so viel wie möglich Rücksicht auf die einheimische Bevölkerung zu nehmen", sagte der CSU-Politiker. Die Beeinträchtigungen für die Münchner Bevölkerung hätten sich am Sonntag sehr in Grenzen gehalten. "Und das ist natürlich auch ein wesentliches Ziel."

15.15 Uhr - Demonstrationszug gegen G7 in Bewegung

Der Demonstrationszug gegen das G7-Treffen in Elmau hat im nahe gelegenen Garmisch-Partenkirchen begonnen. Der Zug setzte sich nach Verzögerungen in Bewegung. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer zunächst auf rund 800. Die Kundgebung wurde von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet. In der Region sind insgesamt 18 000 Polizistinnen und Polizisten zum Gipfel im Einsatz. Zu den zentralen Themen der Kundgebung gehörten die Klimakrise und die Angst vor einer Eskalation des Ukraine-Krieges.

15.11 Uhr - Scholz betont Geschlossenheit von G7, EU und Nato

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Geschlossenheit von G7, Europäischer Union und Nato angesichts des fortdauernden russischen Kriegs in der Ukraine unterstrichen. G7, EU und Nato hätten von Anfang an eng zusammen gestanden und geschlossen und entschlossen gehandelt, als es um die Unterstützung der Ukraine gegen den brutalen Angriff Russlands ging, sagte der SPD-Politiker in Elmau. "Man kann sicher sagen, dass Putin nicht damit gerechnet hat und ihm das unverändert Kopfschmerzen bereitet."

Die G7-Staaten sieht Scholz in einem gemeinsamen Kampf gegen die sich verschärfende Lage der Weltwirtschaft. In einigen Ländern gebe es sinkende Wachstumsraten, steigende Inflation, Rohstoffknappheit und Störungen der Lieferketten. Das seien "alles keine kleinen Herausforderungen". "Und deshalb müssen wir auch gemeinsam Verantwortung tragen. Ich bin aber sehr, sehr, sehr zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, von diesem Gipfel ein ganz klares Signal der Geschlossenheit und entschlossenen Handelns auszusenden."

Olaf Scholz in Elmau
Bildrechte: BR

Olaf Scholz in Elmau

15.07 Uhr - Trittin: Wenige Demonstranten sind "Zeichen der Verunsicherung"

Grünen-Außenexperte Jürgen Trittin sieht in der verhältnismäßig geringen Zahl der Demonstranten gegen den G7-Gipfel ein "Zeichen der Verunsicherung". "Wenn man früher gegen G7 demonstriert hat, war das gegen eine ungeregelte Globalisierung. Jetzt sagt man: Wir brauchen eine Antwort der Welt auf diese neue Situation", sagte Trittin beim "Sonntags-Stammtisch" im BR Fernsehen. Diese neue Grundhaltung führe dazu, dass man nicht mehr leichtfertig demonstriere. Stattdessen gebe es ein Verständnis für das Handeln der Regierung und die Notwendigkeit von internationalen Kooperationen.

14.55 Uhr - Experte verteidigt G7-Gipfel

Angesichts der Kritik am teuren G7-Gipfel in Präsenz hat der Politologe Lars Brozus von der Stiftung Wissenschaft und Politik das Treffen verteidigt. Man müsse sich "das Nahtod-Erlebnis" vergegenwärtigen, das die G7 in der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump gehabt hätten, sagte Brozus bei BR24live. "Trump war nicht besonders interessiert an diesem Gipfel." Deswegen sei es wichtig, "dass dieses Format wieder zusammenfindet". Zwar lasse sich viel auch über Videoschalten lösen. Doch der direkte Austausch sei sehr wichtig für das Vertrauensverhältnis zwischen den Staats- und Regierungschefs. Gerade jetzt gebe es ein Zeitfenster, das genutzt werden könne, um wegweisende Beschlüsse zu fassen und auch umzusetzen.

Das gesamte BR24live zum Nachschauen: Wie funktioniert ein G7-Gipfel?

G7-Gipfel 2022 - Bilaterale Treffen
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Michael Kappeler

Biden und Scholz

14.35 Uhr - Kundgebung gegen G7 in Garmisch-Partenkirchen hat begonnen

Die Demonstration gegen das G7-Treffen in hat im nahe gelegenen Garmisch-Partenkirchen begonnen. Grob geschätzt um die 1.000 Teilnehmer starteten am Sonntag ihren Protest, wie mehrere dpa-Reporter vor Ort berichteten. Eine Schätzung der Polizei zur Teilnehmerzahl lag zunächst noch nicht vor. Die Kundgebung wurde von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet. In der Region sind insgesamt 18.000 Polizisten zum Gipfel im Einsatz. Zu den zentralen Themen der Kundgebung gehören die Klimakrise und die Angst vor einer Eskalation des Ukraine-Krieges.

14.25 Uhr - Bürgermeisterin: "Überlegen, ob dieses Format zukunftsfähig ist"

"Das darf nicht wahr sein!" war die erste Reaktion der Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch (CSU), als sie erfahren hat, dass der G7-Gipfel ein zweites Mal nach Schloss Elmau kommt. Dennoch sieht sie die damit verbundene Belastung für den Ort pragmatisch. Es sei die Entscheidung der Bundesregierung - "wir müssen es annehmen". Was sie der Regierung mit auf den Weg geben möchte? "Bitte überlegen, ob dieses Format zukunftsfähig ist." Ein anderes Format könne auch mehr Akzeptanz in der Bevölkerung bringen, sagte die Bürgermeisterin im BR24live. Koch jedenfalls wird nach den Gipfel-Tagen erst einmal zur Wallfahrtskirche St. Anton gehen und drei Kreuze machen, wenn alles gut gegangen ist.

14.18 Uhr - Das Sicherheitskonzept für den G7-Gipfel

Um den G7-Tagungsort auf Schloss Elmau ist eine Sicherheitszone eingerichtet - von vier Quadratkilometer. Mehr Daten und Fakten zum Sicherheitskonzept in diesem Video:

BR
Bildrechte: BR

Um den Tagungsort der G7-Gruppe ist eine Sicherheitszone eingerichtet worden.

13.50 Uhr - Greenpeace-Protestbanner am Zugspitzpatt

Die Jugendorganisation von Greenpeace hat am Zugspitzplatt, also am Gletscher der Zugspitze, ein Banner ausgelegt und zwei "Menschenbilder" erstellt - ein Windrad und ein Peace-Zeichen. Darauf die Forderung an die G7-Staaten aus den fossilen Energien auszusteigen.

Bildrechte: BR/Alexander Brutscher

Protestbanner der Greenpeace-Jugendorganisation auf dem Zugspitzpatt

13.28 Uhr - Demo-Teilnehmer in Garmisch-Partenkirchen versammeln sich

Die im Protestcamp in Garmisch-Partenkirchen versammelten Kritiker des G7-Gipfels sind zur zentralen Demonstration im Ort aufgebrochen. Eskortiert von zahlreichen Einsatzkräften liefen die rund 200 Campteilnehmer mittags in mehreren Gruppen zum Treffpunkt am Bahnhof. Aus München kamen sieben von der Polizei begleitete Reisebusse mit Demonstranten in Garmisch-Partenkirchen an.

Laut Polizeisprecherin sind gegen 13.30 Uhr etwa 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort, Tendenz steigend. Es würden nach und nach noch Gruppen aus München kommen. Einige Mitglieder des so genannten schwarzen Blocks, werde die Polizei im Auge behalten. Insgesamt sei die Stimmung "friedlich und gut".

Demonstranten kritisieren unter anderem die hohe Polizeipräsenz in Garmisch-Partenkirchen. Damit sollen sie eingeschüchtert werden, so eine Sprecherin auf der Auftaktkundgebung.

Update: Gegen 13.45 Uhr ist die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer laut Polizeiangaben auf 800 angestiegen. Insgesamt rechnet die Polizei momentan mit 1.000 Protestierenden.

Bildrechte: Bild: BR/Sandra Demmelhuber

Zu Beginn der G7-Demo in Garmisch-Partenkirchen: Viele Polizisten, einige Zuschauer, bislang wenige Aktivisten.

13.13 Uhr - G7-Partnerprogramm ohne Jill Biden

Das G7-Partnerprogramm wird ein Damenprogramm. Weil der Mann von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fehlt, wird es eine reine Frauenrunde mit nur vier Teilnehmerinnen: Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten, ist dabei, Boris Johnsons Ehefrau Carrie, Amélie Derbaudrenghien, die Frau von EU-Ratspräsident Charles Michel - und Gastgeberin Britta Ernst, die Frau von Bundeskanzler Olaf Scholz. Es ist ihr erster großer Auftritt als First Lady.

Die First Lady der USA, Jill Biden ist nicht dabei, wie das Bundespresseamt mitteilte. Auch Italiens Regierungschef Mario Draghi, Kanadas Premierminister Justin Trudeau und der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida sind demnach ohne ihre Frauen nach Bayern gekommen.

13.08 Uhr - 250 Kommunikationsbeamte wollen für friedliche G7-Demos sorgen

Für einen friedlichen und reibungslosen Ablauf der Demonstrationen rund um den G7-Gipfel auf Schloss Elmau sind rund 250 Kommunikationsbeamte der Polizei unterwegs. Sie sollen Demonstranten in München wie auch im Raum Garmisch-Partenkirchen bei Protesten über die aktuelle Lage informieren und so zu einer Deeskalation beitragen, wie die Beamten in Garmisch-Partenkirchen erläuterten. Sie informieren vorab auch die Geschäftsleute entlang der Demo-Routen. Zudem seien rund 50 Beamte in Lautsprechertrupps unterwegs - sie können die Menge über Lautsprecher informieren.

13.06 Uhr - Polizei erwartet schwarzen Block in Garmisch-Partenkirchen

Die Polizei erwartet einen kleinen "Schwarzen Block" bei der heutigen Demonstration von Gipfel-Gegnern in Garmisch-Partenkirchen. Nachdem in München gestern mit mehreren tausend Menschen weit weniger auf die Straße gingen als die vom Veranstalter angemeldete Teilnehmerzahl von 20.000, herrscht bei der Polizei Unsicherheit darüber, wieviele Demonstranten sich ab 13 Uhr in der Marktgemeinde versammeln. Im Protestcamp halten sich nach Polizeibeobachtung 300 Personen auf, wieviele zusätzlich anreisen, ist für die Einsatzkräfte schwer zu prognostizieren. Angemeldet beim zuständigen Landratsamt wurden vom Veranstalter 1.000.

12.44 Uhr - Vier Aktivisten müssen nach Münchner G7-Demo vor den Richter

Nach der G7-Demonstration in München werden vier Teilnehmer am Sonntag zunächst noch festgehalten. Ein Richter soll im Laufe des Tages entscheiden, ob sie in Haft müssen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Ermittler werfen den vier Aktivisten wegen Attacken auf Polizeibeamte gefährliche Körperverletzung vor.

Hintergrund sind Zusammenstöße zwischen Demonstranten, die einem schwarzen Block zugerechnet werden, und Polizisten bei der Kundgebung am Samstag. Gegen insgesamt sechs Aktivisten ermittelt die Polizei wegen Gewalt gegen Uniformierte. Drei von ihnen sollen mit einer Teleskopfahnenstange auf die Beamten eingeschlagen haben, andere warfen demnach volle Plastikflaschen oder schlugen mit der Hand zu.

12.40 Uhr - EU dürfte Pläne für Gold-Importverbot gegen Russland unterstützen

Die Europäische Union wird sich den Plänen für ein Importverbot für russisches Gold voraussichtlich anschließen. Er sei zuversichtlich, das sich der russische Goldsektor so ins Visier nehmen lasse, dass man nicht selbst zum Opfer negativer Auswirkungen werde, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Sonntag beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau.

Frankreich ist Regierungskreisen zufolge ebenfalls für ein Exportverbot für Gold aus Russland. Darüber müsse aber auch mit den EU-Staaten beraten werden, heißt es aus dem französischen Präsidialamt am Rande des G7-Gipfels.

12.30 Uhr - Scholz begrüßt G7-Chefs auf Schloss Elmau

Offizieller Auftakt für den G7-Gipfel: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Mittag die Staats-und Regierungschefs der G7-Staaten in den bayerischen Alpen empfangen. Scholz und seine Frau Britta Ernst begrüßten ihre prominenten Gäste auf Schloss Elmau, inmitten der Bergkulisse des Wettersteingebirges. Unmittelbar im Anschluss war die erste Arbeitssitzung geplant.

Zur G7 gehören sieben der wirtschaftsstärksten Demokratien der Welt: Deutschland, die USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan. Außerdem nehmen an dem Gipfel EU-Ratspräsident Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teil. Scholz hat zudem fünf Gastländer eingeladen - Demokratien aus Asien, Afrika und Südamerika: Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien.

Am Sonntagmittag ist der G7-Gipfel auf Schloss Elmau offiziell gestartet. Olaf Scholz und seine Ehefrau begrüßten die Teilnehmer.
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Am Sonntagmittag begrüßten Bundekanzler Olaf Scholz und seine Ehefrau die G7-Teilnehmer, li. US-Präsident Joe Biden.

12.27 Uhr - Demo in Mittenwald gegen Bürgerkrieg in Nordäthiopien

Rund 150 Menschen haben in Mittenwald lautstark gegen den Bürgerkrieg in Nordäthiopien protestiert. Die Teilnehmer, überwiegend Angehörige der Volksgruppe der Tigray, warfen den Staaten Äthiopien und Eritrea einen Genozid an den Tigray vor und forderten die G7-Staaten zum Handeln auf. Sie sind zum Teil aus ganz Deutschland nach Mittenwald gekommen um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Nach der Auftaktkundgebung am Bahnhof begann ein Protestzug durch Mittenwald. Der Konflikt im Norden Äthiopiens tobt seit November 2020. Nach einer Untersuchung der Vereinten Nationen sind in den Monaten danach von mehreren Seiten Kriegsverbrechen verübt worden.

Bildrechte: BR/Michael Bartmann

Demo in Mittenwald

11.55 Uhr - Johnson lobt Scholz für Vorgehen gegen Russland im Ukraine-Krieg

Der britische Premierminister Boris Johnson hat das Vorgehen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gegen Russland im Ukraine-Krieg gelobt. "Ich hätte nie im Leben geglaubt, dass ein deutscher Bundeskanzler sich so engagieren würde", sagte Johnson vor Beginn des G7-Gipfels auf Schloss Elmau. Scholz habe den Ukrainern Waffen geschickt und trotz der großen Abhängigkeit Deutschlands vom russischem Gas eine harte Linie gegenüber Moskau eingeschlagen.

11.10 Uhr - Oxfam-Aktivisten fordern, "das Rösten der Erde zu stoppen"

Im historischen Zentrum von Garmisch-Partenkirchen stehen Aktivistinnen und Aktivisten der Organisation Oxfam, verkleidet als G7-Staats-und Regierungschefs in bayerischen Lederhosen und mit Bier. Mit einem Aufbau zeigen sie, wie die Erde über einer Feuerstelle geröstet wird. Oxfam fordert damit die G7-Gruppe auf, sich für mehr Klimaschutz zu verpflichten.

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Oxfam-Aktion in Garmisch-Partenkirchen

11.05 Uhr - Protest-Camp: Rechtlicher Rahmen für Demo

Kurz vor den geplanten Demonstrationen gegen den G7 Gipfel haben die Teilnehmer des Protestcamps "Stop G7 Elmau" gegen einige Demonstrationsauflagen geklagt. Wie die Veranstalter bekannt gaben, steht vor allem der Ort Abschlusskundgebung am Montag nach dem Sternenmarsch in der Kritik. 50 Teilnehmenden wurde erlaubt, mit dem Bus in die Nähe des Schlosses zu fahren, um dort zu demonstrieren. Die Versammlungsfläche sei in etwa 500 Metern Entfernung vom Schloss Elmau. Das sei nach Einschätzung der Veranstalter jedoch nicht "in Ruf und Sichtweite", wie in Kooperationsgesprächen mit Behörden ausgemacht.

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Pressekonferenz im Protest-Camp: Der Anwalt der Aktivisten erklärt den rechtlichen Rahmen.

11.07 Uhr - Greenpeace-Aktion auf der Zugspitze

Die Greenpeace-Jugend wird nach einer Einweisung durch die Bergwacht am Gipfelkreuz der Zugspitze ein Banner ausrollen und damit ein "Signal vom Gipfel an den Gipfel senden", wie eine Demonstrantin sagte. Die Polizei ist bei der Greenpeace-Aktion am Gipfel vor Ort.

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Greenpeace bereitet eine Aktion auf der Zugspitze vor

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Die Polizei ist bei der Greenpeace-Aktion am Zugspitz-Gipfel vor Ort.

10.45 Uhr - Biden betont Zusammenhalt mit Deutschland und beschwört Einheit des Westens

Nach ihrem gemeinsamen Gespräch treten Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden zu einem kurzen Austausch vor die Presse. "We have to stay together", betont Biden den Zusammenhalt von Deutschland und den USA. Deutschland sei einer der engsten Verbündeten der USA, zusammen müsse man auch wirtschaftliche Herausforderungen angehen.

Biden betonte, dass die G7-Staaten angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine zusammenstehen werden. "Wir werden zusammenbleiben", betonte er. Scholz sprach von einer "starken Botschaft". Russlands Präsident Wladimir Putin habe sich verrechnet, weil er nach dem Angriff auf die Ukraine eine Spaltung des westlichen Lagers erwartet habe, fügte Biden hinzu.

10.40 Uhr - "Vor allem eine Wertegemeinschaft"

Wenn nur die Wirtschaftsleistung dafür ausschlaggebend wäre, wer zum Kreise der G7-Staaten zählt, "dann würden China und Indien jetzt schon dazugehören", sagte Stormy-Annika Mildner vom Thinktank "Aspen Institute" im BR24extra. Aber die G7 seien "vor allem eine Wertegemeinschaft". Dazu gehörten Freiheit und Demokratie, was China ausschließe. "Indien ist eine Demokratie", so Mildner, und sei beim G7-Gipfel als Outreach-Partner vertreten. Man brauche Indien auch für eine internationale Sicherheitsarchitektur.

10.30 Uhr - US-Präsident Biden besucht Messe auf Schloss Elmau

US-Präsident Joe Biden hat vor Beginn des G7-Gipfels die Messe auf Schloss Elmau besucht. Beim Priester habe es sich um einen Militärgeistlichen der US-Streitkräfte gehandelt, teilte das Weiße Haus mit. Biden ist gläubiger Katholik und geht regelmäßig in die Kirche.

10.13 Uhr - Bedeutung der EU-Teilnahme

Vor kurzem ist der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, in München gelandet. Auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau dabei sein. Stormy-Annika Mildner vom Aspen Institute, Expertin im BR24extra, erklärte, dass die Teilnahme der EU wichtig ist, weil viele der beim Gipfel behandelten Themen in der EU vergemeinschaftet seien. Als Beispiele nennt Mildner den Handel, aber auch Energie- und Gesundheitsthemen. Die EU spiele auch eine wichtige Rolle, um Beschlüsse umzusetzen.

Auch weitere Gipfel-Teilnehmer treffen in Bayern an, unter anderem der japanische Premierminister Fumio Kishida.

10.05 Uhr - Biden und Scholz seit 8 Uhr im Gespräch

Noch bevor der G7-Gipfel offiziell eröffnet wird, haben sich US-Präsident Joe Biden und der deutsche Kanzler Olaf Scholz zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Sie beraten seit 8 Uhr. In Kürze wollen sie vor die Presse treten. Das BR24extra berichtet live darüber.

09.01 Uhr - Biden: G7-Staaten wollen Importverbot für russisches Gold verkünden

Die G7-Staaten wollen nach Angaben von US-Präsident Joe Biden ein Importverbot für russisches Gold verkünden. Damit würden Russland Dutzende Milliarden Dollar Einnahmen aus diesem wichtigen Exportgut wegbrechen, teilte Biden auf Twitter mit. Wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben die G7-Staaten bereits harte Sanktionen gegen Moskau verhängt.

09.00 Uhr - BR24extra ab 10 Uhr zur Ankunft der Staats- und Regierungschefs

Die Präsidenten der USA und von Frankreich, Joe Biden und Emmanuel Macron, sind bereits am Samstagabend zum G7-Gipfel eingetroffen. Bevor die Tagung mittags auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen beginnt, werden weitere Staatsgäste eintreffen, darunter der britische Premierminister Boris Johnson.

Das BR24extra ab 10 Uhr berichtet über die Ankunft der Staats- und Regierungschefs auf dem Münchner Flughafen, den Transfer zum Tagungsort Schloss Elmau und die Vorbereitungen der Sicherheitsbehörden in der Region Garmisch-Partenkirchen – live hier im Ticker (oben)

08.40 Uhr - Auftakt mit Wirtschaft, Klima und Sicherheit

Heute Mittag beginnt der G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Am ersten Gipfeltag wird es um die weltwirtschaftliche Lage, den Klimaschutz und um Außen- und Sicherheitspolitik gehen - insbesondere um Sanktionen gegen Russland. Am Rande des Gipfels werden auch Einzelgespräche zwischen den Staats- und Regierungschefs stattfinden.

08.30 Uhr - Wirtschaft fordert von G7 Weichenstellung in Handels- und Klimapolitik

Die deutsche Wirtschaft fordert von den G7-Staaten bei ihrem Gipfel auf Schloss Elmau ein klares Bekenntnis zum Freihandel und eine Weichenstellung für eine global abgestimmte Klimapolitik. "Die Unternehmen brauchen weltweit weniger Protektionismus und mehr offene Märkte", sagt Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger dem "Handelsblatt". Angesichts der demografischen Entwicklung müssten rechtliche Arbeitsmarkt-Hürden beseitigt werden und mehr Durchlässigkeit bei Bildung und Berufsabschlüssen geschaffen werden.

08.25 Uhr - Ankunft der Staatsgäste beim G7-Gipfel bisher störungsfrei

Die Ankunft der Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen verläuft bisher ohne Zwischenfälle. Störaktionen und Blockaden von Gegnern seien zunächst ausgeblieben, berichtete die Polizei am Sonntagmorgen. Entlang der sogenannten Protokollstrecke quer durch Garmisch-Partenkirchen standen am Sonntagmorgen Beamte. Die Straßen im Ort werden gesperrt, wenn die Konvois der Staatschefs passieren. An der Protokollstrecke im Raum Garmisch stehen Zäune, Zehntausende Gullydeckel wurden versiegelt, um die Fahrzeuge vor Anschlägen zu schützen. Der G7-Gipfel beginnt heute Mittag.

07.50 Uhr - Mehr Hilfe für Kleinbauern gefordert

Zum Auftakt des G7-Gipfels ruft der Vizepräsident des UN-Landwirtschaftsfonds (Ifad), Dominik Ziller, zu mehr Hilfe für Kleinbauern bei der Anpassung an den Klimawandel auf. Weniger als zwei Prozent der dafür verfügbaren Mittel gingen an Kleinbäuerinnen und -bauern, sagte Ziller dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dabei erzeugten sie etwa 30 Prozent der weltweiten Lebensmittel und spielten insbesondere in ärmeren Ländern eine zentrale Rolle bei der Ernährung der Bevölkerung.

07.00 Uhr - Joe Biden kommt mit Konvoi

US-Präsident Joe Biden war kurz nach Mitternacht im Konvoi durch Garmisch-Partenkirchen gefahren - begleitet vom Applaus hunderter Schaulustiger und geschützt durch ein hohes Aufgebot an Einsatzkräften. Nicht sicht- aber weithin hörbar wurden die Dutzenden Begleitfahrzeuge in der Luft von mehreren Hubschraubern unterstützt.

Autokolonne mit US-Präsident Biden fuhr durch Garmisch-Partenkirchen.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Daniel Vogl

Autokolonne mit US-Präsident Biden fuhr durch Garmisch-Partenkirchen.

06.44 Uhr - Polizei spricht von ruhiger Nacht rund um Schloss Elmau

Ein Sprecher der Polizei hat die Lage rund um Elmau zusammengefasst und von einer ruhigen Nacht gesprochen. Einzig ein herrenloses Paket, das gestern Abend kurz vor 19 Uhr auf der nach Grainau führenden Bundesstraße 23 entdeckt wurde, hatte vorübergehend Aufregung und Verkehrschaos verursacht.

06.19 Uhr - Scholz spricht noch vor Gipfel-Beginn mit Biden

Noch vor dem offiziellen Beginn des Gipfels um 12 Uhr ist ein bilaterales Gespräch von Bundeskanzler Scholz mit US-Präsident Biden geplant, der bereits in der Nacht am Tagungsort eintraf. Die Bundesregierung teilte mit, neben den deutsch-amerikanischen Beziehungen solle es um die Themen gehen, "die beim G7-Gipfel und dem anschließenden Nato-Gipfel beraten werden". Mit Beratungen über die weltwirtschaftliche Lage und Sicherheitspolitik beginnt um 12.00 Uhr unter Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz der G7-Gipfel demokratischer Wirtschaftsmächte.

05.53 Uhr - Demonstranten wollen Protest nach Garmisch-Partenkirchen tragen

Nach der Demo in München wollen Kritiker des G7-Gipfels ihren Protest zum Start des Treffens auf Schloss Elmau nun auch ins nahe gelegene Garmisch-Partenkirchen tragen. Für 13.00 Uhr ist eine Demonstration geplant. Nach der Auftaktkundgebung am Bahnhofsvorplatz soll der Zug über eine 3,3 Kilometer lange Strecke unter anderem durch die Fußgängerzone führen. Zwischen 16.00 und 19.00 Uhr ist dann die Schlusskundgebung geplant.

00.05 Uhr - Bundesregierung erwartet Zeichen der Unterstützung für die Ukraine

Die Bundesregierung erwartet von dem am Sonntag beginnenden G7-Gipfel ein klares Zeichen der Unterstützung für die Ukraine. Geplant sei eine gemeinsame Erklärung der teilnehmenden Staats- und Regierungschefs aus den sieben führenden westlichen Industriestaaten, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Dies werde "ein starkes Signal der Unterstützung" aussenden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Montag per Videoschaltung an dem Gipfel teilnehmen

Sonntag, 26.06.2022

22.55 Uhr - Auch Biden am Flughafen begrüßt

Nach dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist auch dessen US-Kollege Joe Biden in Bayern eingetroffen. Die Air Force One mit dem Präsidenten an Bord landete am späten Abend in München. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Staatskanzleichef Florian Herrmann (beide CSU) empfingen den US-Präsidenten auf dem Vorfeld, Kinder in Tracht überreichten ihm Blumen. Wie schon bei Macron standen Trachtler und Gebirgsschützen am roten Teppich, eine Blaskapelle spielte auf. Biden trug sich ins Goldene Buch der Staatsregierung ein. Kurz darauf startete ein US-Hubschrauber mit dem Präsidenten in Richtung Tagungsort Elmau.

Für Biden ist es der erste Besuch in Deutschland, seit er im Januar 2021 als Präsident vereidigt wurde. Deutschland hat in der "Gruppe der Sieben" derzeit den Vorsitz. Zur G7 gehören neben Deutschland und den USA auch Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan. Nach dem G7-Treffen will Biden zum Nato-Gipfel nach Madrid weiterreisen, bevor er am Donnerstag nach Washington zurückkehrt.

Biden nach seiner Landung in München
Bildrechte: REUTERS/Jonathan Ernst

Biden nach seiner Landung in München

22.45 Uhr - Appell auf der Sprungschanze

Bei einer Aktion der Organisation One Deutschland ist am Abend die Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen beleuchtet worden. Zu sehen waren Porträts der G7-Staats- und Regierungschefs sowie die Aufforderung gegen Corona, die Klimakrise und Hunger vorzugehen.

22.35 Uhr - Deutsche Gastgeber sehen G7-Debatte über Ölpreisbremse auf gutem Weg

Kurz vor dem offiziellen Start des G7-Treffens im bayerischen Elmau sehen die deutschen Gastgeber die Diskussion über eine internationale Preisobergrenze für russisches Öl auf gutem Weg. Man spreche im Kreis der G7-Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien intensiv und konstruktiv darüber, wie eine solche Preisobergrenze genau funktionieren könne, hieß es am Samstagabend aus Regierungskreisen. Die Runde sei auf gutem Wege, hier eine Einigung zu finden, hieß es. Die Diskussion gehe in die richtige Richtung.

Ziel einer solchen Preisobergrenze ist es, dass Russland nicht länger von Preisanstiegen auf dem Energiemarkt profitieren soll und so seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine weiter finanzieren kann. Zugleich sollen weitere Preissprünge beim Öl verhindert werden

22.05 Uhr - Greenpeace-Appell an G7: Energiewende für eine friedlichere Welt

Greenpeace-Aktivisten haben am Abend kurz vor dem Beginn des G7-Gipfels ein 60 Meter großes Peace-Zeichen aus brennenden Kerzen in einer Felswand bei Garmisch-Partenkirchen platziert. Dies sei ein Appell an die Staats- und Regierungschefs, den Ausstieg aus fossiler Energie zu beschleunigen, um den Klimaschutz entscheidend voranzubringen und eine friedlichere Welt zu ermöglichen, sagte eine Greenpeace-Sprecherin.

Knapp ein Dutzend Aktivisten hatten 310 überdimensionale Teelichter auf 1.600 Meter Höhe am Waxenstein getragen und dort entzündet. Auf Transparenten forderten sie "G7: Exit Fossils, Enter Peace" und "G7: Jetzt Gas, Öl und Kohle stoppen".

21.00 Uhr - Verdächtiger Gegenstand stellt sich als harmlos heraus

Ein kurz vor dem G7-Gipfel in Garmisch-Partenkirchen entdecktes, verdächtiges Paket hat sich als harmlos herausgestellt. Spezialkräfte hätten den Gegenstand untersucht - er sei nicht sprengstoffverdächtig, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagabend. "Wo das Päckchen hingehört, wissen wir noch nicht." Es gelte nun als Fundstück.

20.48 Uhr - Neun Festnahmen nach G7-Großdemo in München

Im Zusammenhang mit der Großdemonstration zum G7-Gipfel in München sind laut Polizei neun Menschen festgenommen worden. In je drei Fällen sei es um gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Vermummungsverbot bei Versammlungen gegangen, in zwei Fällen um Angriffe auf Polizisten, teilte die Polizei mit. Eine weitere Festnahme einer nach Polizeiangaben gesuchten Person gegen Ende des Protestzugs hatte eine kurzzeitige Konfrontation mit Protestierenden ausgelöst. Dabei wurden den Angaben zufolge zwei Beamte leicht verletzt. Polizisten hätten dabei auch Schlagstöcke eingesetzt.

Eine Sprecherin des Protestbündnisses "Stop G7 Elmau" verurteilte am Samstag "das gewaltvolle Vorgehen der Polizei". Mehrere Menschen seien durch die Beamten verletzt worden. "Das polizeiliche Handeln war ungerechtfertigt, aber nicht überraschend."

20.35 Uhr - Macron in München gelandet

Als erster der ausländischen G7-Staats- und Regierungschefs ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in München gelandet. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) empfing ihn am Flughafen. Zur Begrüßung standen bayerische Trachtler und Gebirgsschützen am roten Teppich, eine Blaskappelle spielte auf. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Staatsregierung soll ihn ein Hubschrauber nach Elmau bringen.

Macron wird in München begrüßt
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Macron wird in München begrüßt

20.24 Uhr - Polizei untersucht verdächtiges Paket

Nach der Entdeckung eines verdächtigen Pakets an der Bundesstraße 23 in Garmisch-Partenkirchen ist die Zugspitzstraße gesperrt worden. Der Verkehr wird umgeleitet. Laut einem Polizeisprecher wurden Spezialkräfte des Bayerischen Landeskriminalamts angefordert, um das Paket zu untersuchen. Eine BR-Reporterin, die von der Sperrung betroffen ist, berichtet von chaotischen Verkehrsverhältnissen. Die Autofahrer versuchten, auf Feldwegen an ihr Ziel zu kommen.

20.10 Uhr - Ruhe in Garmisch-Partenkirchen am Tag vor dem Gipfel

Im Ortszentrum von Garmisch-Partenkirchen ging es am Samstag ziemlich ruhig zu. In den Cafés und Eisdielen in der Fußgängerzone saßen vereinzelt Einheimische und Touristen, die meisten Geschäfte hatten am späten Nachmittag schon geschlossen. Die Polizeipräsenz war hoch - sowohl im historischen Zentrum als auch in den äußeren Teilen der Stadt. Parkplätze, in denen Polizeifahrzeuge abgestellt waren, wurden teilweise von mehreren Polizisten bewacht.

In der Fußgängerzone patrouillierten zudem Beamte des "Kommunikationsteams" der bayerischen Polizei, um Fragen zu beantworten. Viele Menschen nahmen dieses Angebot in Anspruch, um sich vor allem nach Fahrtwegen oder alternativen Transportmitteln zu erkundigen, da der örtliche Busverband wegen des G7-Gipfels von Samstag (25. Juni) bis Sonntag, (26. Juni) den Busverkehr eingestellt hat. Für Sonntag ist in Garmisch-Partenkirchen eine Demonstration gegen den Gipfel geplant.

19.50 Uhr - Politikexpertin hofft auf Signal der Geschlossenheit

Außenpolitikexpertin Jana Puglierin von der Denkfabrik "European Council on Foreign Relations" (ECFR) erhofft sich vom G7-Gipfel in Elmau ein "starkes Signal" der Geschlossenheit der westlichen, "was die Haltung gegenüber Russland betrifft aber auch die Unterstützung der Ukraine". Die G7 hätten als Format seit Beginn des Krieges sehr gut zusammengearbeitet, sagte Puglierin in einem BR extra. Sie hoffe darüber hinaus, dass sich die G7 "nicht als exklusiver Club präsentieren", sondern es schaffen, sich im Dialog mit den eingeladenen Ländern aus Afrika und Asien "die Allianz verbreitern".

19.32 Uhr - Staatskanzleichef Herrmann begrüßt US-Außenminister Antony Blinken

Der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat am Münchner Flughafen US-Außenminister Antony Blinken begrüßt. Herrmann twitterte mehrere Bilder und bezeichnete die Begegnung als "Ehre". Weiter schrieb er: "Wir begrüßen Sie herzlich zum G7-Gipfel in Bayern. Die USA und Bayern sind enge Freunde. Wir stehen zur transatlantischen Partnerschaft."

19.03 Uhr - Polizeibusse sollen 50 G7-Gegner in Schloss-Nähe bringen

Mit Polizeiwagen sollen 50 G7-Gegner am Montag im Zuge eines Sternmarsches zur Demo in die Nähe von Schloss Elmau gebracht werden. Das Landratsamt erließ am Samstag einen entsprechenden Bescheid. Es bleibt demnach dabei, dass die Teilnehmer in Polizeibussen vom Bahnhof Klais in Schloss-Nähe gefahren werden. Das hatten die Aktivisten kritisiert, weil es ihrer Ansicht nach nicht mit dem Versammlungsrecht vereinbar sei.

18.55 Uhr - US-Regierung lobt Deutschland vor G7-Gipfel

Vor Beginn des G7-Gipfels hat die US-Regierung die Bedeutung der engen Partnerschaft mit Deutschland unterstrichen. "Deutschland ist ein starker Nato-Verbündeter", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, John Kirby, vor Journalisten auf dem Flug nach München.

18.50 Uhr - Klais: Ein kleiner Ort im Zeichen des G7-Gipfels

Der kleine 200-Einwohner-Ort Klais zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald steht ganz im Zeichen des G7-Gipfels. Von hier führt die einzige Straße hoch zum Tagungsort Schloss Elmau. Hunderte Polizisten sichern die Strecke ab und kontrollieren alle Zufahrten. Sandra Steinhauser, Ortsvorsteherin in Klais und Mitglied im Krüner Gemeinderat, sieht den Gipfel mit gemischten Gefühlen. "Viele fragen sich schon, warum er nach 2015 schon wieder bei uns stattfinden muss", so Steinhauser. Grundsätzlich sei der Gipfel aus ihrer Sicht aber sehr wichtig, und "irgendwo müssen sie sich ja treffen." Viele Leute im Ort würden sich aber auch wundern, warum es unbedingt so viel Polizei sein müsse. "Was die ganzen Einsatzkräfte allein an Sprit verfahren, da fragt man sich natürlich gerade in diesen Zeiten schon." Sie hoffe insgesamt, dass es so friedlich abläuft wie beim ersten Gipfel. Viele Familien hätten Klais auch übers Wochenende verlassen, was dank Distanzunterricht für die Schulkinder auch problemlos möglich sei. Die meisten im Ort gebliebenen Bewohner verfolgen das Gipfelgeschehen und die Polizeieinsätze gelassen.

18.30 Uhr - Im BR24extra ab 19 Uhr: Der Tag vor dem Gipfel

Das Werdenfelser Land erwartet die G7-Staats- und Regierungschefs. Wie laufen die Vorbereitungen, mit welchen Erwartungen und Befürchtungen blicken die Bürgerinnen und Bürger dem Gipfel entgegen, wie verliefen die ersten Proteste gegen den Gipfel?

Das BR24extra ab 19 Uhr fasst die wichtigsten Ereignisse des Tages vor dem Start des G7-Gipfels auf Schloss Elmau zusammen. Live hier auf BR24 - der Stream startet oben im Artikel.

18.26 Uhr - Scholz am Schloss Elmau eingetroffen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist am Abend am Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen eingetroffen, wo er in den nächsten drei Tagen Gastgeber des G7-Gipfels ist. Der Kanzler flog mit einem Regierungsflieger nach München und dann mit einem Hubschrauber weiter nach Elmau.

17.30 Uhr - Wissenschaftler fordern von G7 mehr Geld für Klimaschutz

Vor dem Auftakt des G7-Gipfels haben Wissenschaftler von den Teilnehmerstaaten mehr Geld für den Klimaschutz gefordert. Es sei eher noch mehr Geld nötig als jene 100 Milliarden US-Dollar, die Industriestaaten besonders von der Erderwärmung betroffenen Ländern versprochen haben, sagte Axel Berger vom Deutschen Institut für Entwicklung und Nachhaltigkeit in Garmisch-Partenkirchen.

17.19 Uhr - Scholz nicht auf Begrüßungstweet von Söder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die G7-Staats- und Regierungschefs vorab per Twitter in Bayern willkommen geheißen - aber auf dem dazugehörigen Foto fehlt einer: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). "Grüß Gott in Bayern!", hieß es auf dem Foto dazu. Abgebildet waren US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Boris Johnson, Italiens Regierungschef Mario Draghi, Kanadas Premier Justin Trudeau und der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida - also sechs Staats- und Regierungschefs. Ausgerechnet der Gastgeber Scholz ist nicht dabei. Das fiel auch manchen Twitter-Nutzern auf. "Ich zähle nur sechs", schrieb ein User. Auch andere bemerkten, dass ausgerechnet der Kanzler fehle. "Der ist ja nicht zu Gast", konterte ein anderer. Deutschland ist Gastgeber des Gipfels.

16.23 Uhr - #BR24live zum Nachschauen: Das erwartet uns beim G7-Gipfel

Wo arbeitet die Presse beim G7-Gipfel? Wie ist die Lage auf dem Protestcamp vor Ort und weshalb wird auch in München demonstriert? Und worum geht es eigentlich, wenn sich von Sonntag bis Dienstag Staatschefs der sieben führenden europäischen Industrienationen auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen treffen? BR24live gab heute Nachmittag einen Einblick, den sie hier im Video nachschauen können:

G7-Gipfel 2022 - Demonstration München
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau wird von Protestaktionen begleitet.

16.20 Uhr - Greenpeace: G7 investiert zu wenig in erneuerbare Energien

Die G7-Staaten investieren einer Studie zufolge im Durchschnitt fast genauso viel Geld in die klimaschädlichen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas wie in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Unter Berufung auf eine Analyse der New Economics Foundation (NEF) berichtete die Umweltorganisation Greenpeace, dass die sieben großen teilnehmenden Industriestaaten nicht einmal zehn Prozent der Summe investieren, die nötig wäre, um den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft entscheidend voranzubringen und die Erderwärmung auf möglichst unter 1,5 Grad Celsius zu beschränken.

15.50 Uhr - US-Präsident Biden zu G7-Gipfel unterwegs

US-Präsident Joe Biden ist zum G7-Gipfel im Landkreis Garmisch-Partenkirchen aufgebrochen. Die Air Force One mit dem US-Präsidenten an Bord soll am späten Abend in München landen, wie das Weiße Haus mitteilte. Von dort aus wollte Biden nach Schloss Elmau weiterfliegen, wo morgen der Gipfel beginnt. Noch vor Beginn des Gipfels der sieben führenden westlichen Industriestaaten will Biden zu einem bilateralen Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zusammenkommen.

15.38 Uhr - Auseinandersetzung zwischen Polizei und Aktivisten bei G7-Demo

Bei der Münchner Demonstration vor dem G7-Gipfel hat es am Samstagnachmittag kurzzeitig Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten gegeben. Wie ein dpa-Reporter berichtete, gab es nach der Festnahme eines Demonstranten eine Auseinandersetzung zwischen Aktivisten und Beamten. Polizeisprecher Andreas Franken sagte: "Ein Teil der Veranstaltung hat sich kurzfristig vom Aufzug entfernt. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand war das eine Solidarisierung aus dem Bereich des schwarzen Blocks nach einer erfolgten Festnahme."

15.33 Uhr - Demo-Anmelder: Verunsicherung durch Ukraine-Krieg

Der Anmelder der G7-Demonstration in München, Uwe Hiksch, hat die hinter den Erwartungen zurückbleibende Teilnehmerzahl mit dem Ukraine-Krieg erklärt. Gerade im rot-grünen Spektrum, das normalerweise für die Demonstrationen mobilisiert werde, gebe es derzeit viele Menschen die sagten: "Es ist jetzt nicht die Zeit, dass man eine Gegenposition zu den Regierungschefs bezieht." Für die Demonstration unter dem Motto "Gerecht geht anders!" waren laut Hiksch 20.000 Menschen angemeldet, die Polizei hatte mit mindestens dieser Zahl und bei gutem Wetter sogar noch mehr Teilnehmern gerechnet. Während des Zuges ging die Polizei allerdings von nur 4.000 Teilnehmern aus, die Veranstalter sprachen von 6.000.

15.20 Uhr - Polizei kontrolliert an 20 Stellen um Garmisch

Die Polizei leitet den überregionalen Durchgangsverkehr weiträumig um den Tagungsort des G7-Gipfels bei Garmisch-Partenkirchen um. Dazu kontrolliert sie Zufahrtsstraßen an 20 Stellen. "Es geht uns darum, den überregionalen Durchgangsverkehr auszufiltern, damit hier der Verkehr halbwegs am Laufen bleibt", sagte die Sprecherin der bayerischen Polizei beim G7-Gipfel, Carolin Englert. Lieferverkehr, Touristen mit Buchung in der Gegend oder Besucher mit privaten Zielen dürften passieren - andere Fahrzeuge könnten aber zurückgeschickt werden. Es seien viele Einsatzkräfte unterwegs, deshalb solle der überregionale Verkehr umgeleitet werden. Mutmaßliche Störer bei den geplanten Demonstrationen seien von der bayerischen Polizei bisher nicht herausgezogen worden, sagte Englert.

Einen Tag vor dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen kontrolliert die bayerische Polizei an 20 Stellen die Zufahrtsstraßen.
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Einen Tag vor dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen kontrolliert die bayerische Polizei an 20 Stellen die Zufahrtsstraßen.

14.35 Uhr - Gericht bestätigt Hundeverbot bei Demo in Garmisch-Partenkirchen

Bei der morgigen Großdemonstration "Stop G7 Elmau" in Garmisch-Partenkirchen dürfen die Teilnehmenden keine Hunde dabei haben. Das Verwaltungsgericht München bestätigte heute in einem Eilverfahren das von der Versammlungsbehörde verhängte Hundeverbot. Denn gerade bei lauten und dichtem Gedränge sei es nicht auszuschließen, dass Versammlungsteilnehmer, die Polizei oder unbeteiligte Dritte von den Hunden gebissen oder angefallen würden. Zudem könnte es zu Auseinandersetzungen zwischen den Hunden kommen und Personen dabei verletzt werden. Eine bloße Leinen- oder Maulkorbpflicht hätte auch aus Sicht des Gerichts nicht genügt. Ausgenommen sind sogenannte Assistenzhunde, wie zum Beispiel Blindenhunde.

14.30 Uhr - Protestdemo in München aktuell friedlich

Bei dem Demonstrationszug gegen den G7-Gipfel in der Münchner Innenstadt beteiligen sich aktuell zwischen 4.000 und 6.000 Menschen. Ein Polizeisprecher spricht von 4.000 Demonstrierenden, die Veranstalter haben 6.000 gezählt. Die Zahlen werden im Lauf des Nachmittags weiter aktualisiert. Ursprünglich war mit mindestens 20 000 Menschen gerechnet worden. Auch ein sogenannter schwarzer Block befindet sich im Protestzug. In diesem Bereich ist es zwar laut, aber aktuell friedlich.

13.45 Uhr - BR24live: Was erwartet uns beim G7-Gipfel?

Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen, im Laufe des Tages kommen die ersten Staats- und Regierungschefs in Bayern an: Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau steht unmittelbar bevor. Worum es bei dem Treffen geht? Wogegen vor Ort und in München demonstriert wird? Darüber informieren wir in einem BR24live ab 14 Uhr - mit Schalten zu unseren Reporterinnen und Reportern vor Ort.

Das folgende Video zeigt, wer zur Gruppe der G7-Staaten gehört:

Grafik mit den Flaggen der G7-Mitgliedsländer
Bildrechte: BR

Grafik mit den Flaggen der G7-Mitgliedsländer

13.39 Uhr - Weiterhin nur wenige Demo-Teilnehmer in München

Zu der zentralen Demonstration zum G7-Gipfel sind in München am Samstag zunächst nach Polizeischätzung nur etwa 3500 Teilnehmer gekommen. Das sagte der Münchner Polizeisprecher Andreas Franken etwa eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung auf der Theresienwiese. Eigentlich war mit mindestens 20.000 Menschen gerechnet worden.

Eine Sprecherin der Veranstalter sagte, dass erst nach Beginn des späteren Demonstrationszugs eine Schätzung möglich sei. Die Kundgebung auf der Theresienwiese diene zunächst dazu, die Teilnehmer zu sammeln. Oft schließen sich bei solchen mehrstündigen Demos dann noch viele Teilnehmer erst im Laufe der Veranstaltung an. Allerdings zeigten sich einigen Aktivisten bereits auf der Theresienwiese verwundert und überrascht über den geringen Zulauf.

13.25 Uhr - Bisher keine größeren Staus in der G7-Region

Die Verkehrskontrollen rund um den G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Garmisch-Partenkirchen laufen aus Sicht der Polizei nach kleineren Anfangsschwierigkeiten weitgehend problemlos. "In der Anfangszeit kam es vereinzelt zu Rückstaus, inzwischen läuft das Ganze aber sehr sehr gut", sagte die Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Kerstin Schaller. Größere Auseinandersetzungen mit Autofahrern habe es nicht gegeben, auch wenn die Sperrungen von einigen "nicht unbedingt goutiert" worden seien.

Die Polizei hat rund um Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald Kontrollstellen eingerichtet, unter anderem auf der Autobahn. Autofahrer, die nur durch die Region fahren wollen, werden abgehalten und umgeleitet. Das betrifft auch Urlauber, die Garmisch-Partenkirchen passieren und weiter nach Süden fahren wollen.

13.09 Uhr - Wegen Gipfel: Geschäfte und Gaststätten zu

Wegen des G7-Gipfels auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen schließen zahlreiche Geschäfte und Gaststätten in dem Touristenort an der Zugspitze. Einige Lokale haben schon heute, einen Tag vor Gipfelbeginn, geschlossen und ihre Außenbereiche abgesperrt. In vielen Geschäften und auch in einer Bankfiliale hängen Zettel mit Hinweisen auf Schließungen für die Zeit des Gipfeltreffens, das von Sonntag bis Dienstag dauern soll.

12.55 Uhr - Warum in der Region der Präsenzunterricht ausfällt

Der G7-Gipfel hat viele Auswirkungen für die Region rund um das Schloss Elmau - für Autofahrer und Anwohner, aber auch für Schülerinnen und Schüler. Viele von ihnen müssen für insgesamt drei Tage in den Distanzunterricht, weil der Straßen- und Schienenverkehr stark beeinträchtigt sein wird. Die genauen Hintergründe können Sie hier nachlesen.

12.33 Uhr - Welthungerhilfe appelliert an G7-Staaten

Im Vorfeld des am Sonntag beginnenden G7-Gipfels auf Schloss Elmau fordert die Welthungerhilfe von den sieben größten westlichen Wirtschaftsmächten jährlich zusätzlich mindestens 13 Milliarden Euro.

"Der Bundesregierung muss es auf dem G7-Gipfel gelingen, ein sofortiges Rettungspaket für die Bekämpfung der Hungerkrise zu schnüren", sagte der Generalsekretär der Hilfsorganisation, Mathias Mogge, der Neuen Osnabrücker Zeitung. Nur so könne der G7-Gipfel zu einem "Rettungsanker für Millionen Menschen werden, denen ansonsten der Hungertod in den kommenden Wochen und Monaten droht". Laut Mogge erreichen die Welthungerhilfe derzeit aus vielen Projektländern verzweifelte Hilferufe.

12.18 Uhr - Zunächst nur wenige Besucher bei G7-Demo

Zur Demonstration zum G7-Gipfel sind zu Beginn in München nur mehrere hundert bis etwa tausend Teilnehmer zur Theresienwiese gekommen. Das berichteten mehrere Reporter vor Ort. Von der Polizei gab es zunächst noch keine offizielle Schätzung. Grundsätzlich rechnete sie aber angesichts des guten Wetters mit regem Zulauf für die Veranstaltung. Im Vorfeld war die Zahl der Teilnehmer auf mindestens 20.000 geschätzt worden - bei schönem Wetter auch deutlich mehr.

12.15 Uhr - Demonstration in München hat begonnen

Auf der Theresienwiese in München beginnt in diesen Minuten die G7-kritische Großdemonstration, zu der 15 Organisationen aufgerufen haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind unzufrieden mit der Politik der Industrienationen, deren Staats- und Regierungschefs sich am Samstag und Sonntag auf Schloss Elmau treffen. Eine ihrer zentralen Forderungen: ein schneller Ausstieg aus fossilen Energien.

11.45 Uhr - Worum es beim G7-Treffen in Bayern 2015 ging

Das Bild unter diesem Ticker-Eintrag ging vor sieben Jahren um die Welt: die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama, er entspannt auf einer Bank sitzend, sie im Stehen gestikulierend. Dazu im Hintergrund das leicht vernebelte Wettersteingebirge. Das Foto steht bis heute stellvertretend für den ersten G7-Gipfel auf Schloss Elmau - zu dem auch ein Weißwurstfrühstück von Merkel und Obama mitten im Ortskern von Krün zählte.

Schon damals war ein zentrales Thema des Treffens der Umgang mit Russland. Nach der Annexion der Krim 2014 war das Land aus der G8-Gruppe ausgeschlossen worden - aus G8 wurde G7. Worum es beim Gipfel vor sieben Jahren ging und was davon in Erinnerung geblieben ist, lesen Sie hier.

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08.06.15: Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau.

11.19 Uhr - WHO mahnt zu fairer Beteiligung an Corona-Kosten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verlangt von der Bundesregierung beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau moralischen Druck auf die Vertreter der anderen Industriestaaten. Es geht um die Finanzierung der Corona-Impf- und Versorgungsprogramme in aller Welt. Deutschland ist der mit Abstand größte Zahler - und hat laut WHO mit knapp 1,3 Milliarden Dollar mehr als seinen fairen Anteil gezahlt.

"Die Bundesregierung muss den anderen klar sagen: Wir haben unseren fairen Anteil bezahlt, tut ihr es auch", sagte Bruce Aylward, bei der WHO zuständig für die Corona-Koordination, der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesregierung dürfe sich nicht scheuen, aus einer Position moralischer Autorität zu sprechen. Die, die ihren Anteil nicht zahlten, seien Trittbrettfahrer. Aylward koordiniert für die WHO das Programm, das unter anderem Corona-Impfstoffe, Diagnostika und Tests an ärmere Staaten liefert.

10.50 Uhr - Scholz will "Klimaclub", Greenpeace übt Kritik

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will mit den Partnern der G7-Staaten nach Lösungen für die Energiekrise und die steigende Inflation suchen. "Viele Dinge, die wir einkaufen, sind teurer geworden: Lebensmittel, aber eben ganz besonders die Preise für Energie", sagt Scholz in seiner aktuellen Videobotschaft "Kanzler kompakt". Es gehe beim G7-Treffen auch darum, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten mit einer Abkehr von der Nutzung fossiler Energien. Eine Aufgabe sei es, einen "Klimaclub" zustande zu bringen, in dem die Staaten zusammenarbeiten, die das erreichen wollten.

Unterdessen kommt von Greenpeace deutliche Kritik an der Energiepolitik der G7-Staaten. Diese investieren einer Studie zufolge im Durchschnitt fast genauso viel Geld in die klimaschädlichen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas wie in den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Unter Berufung auf eine Analyse der New Economics Foundation (NEF) berichtet die Umweltorganisation, dass die sieben großen teilnehmenden Industriestaaten nicht einmal zehn Prozent der Summe investieren, die nötig wäre, um den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft entscheidend voranzubringen und die Erderwärmung auf möglichst unter 1,5 Grad Celsius zu beschränken.

10.41 Uhr - Garmisch-Partenkirchen: Protestcamp eröffnet - und gleich unter Wasser

Kritikerinnen und Kritiker des G7-Treffens haben bereits am Freitag begonnen, ihr Protestcamp in Garmisch-Partenkirchen aufzubauen. Das Zeltlager liegt an der Loisach und soll rund 750 Menschen Platz bieten können. Laut dem örtlichen Landratsamt sind in der Gegend rund um den G7-Gipfel etwa zwei Dutzend Veranstaltungen angemeldet, darunter eine große Demonstration mit bis zu 3.000 Teilnehmern am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen und ein "Sternmarsch" Richtung Schloss Elmau am Montag.

Nachdem beim G7-Gipfel 2015 Demonstrantinnen und Demonstranten beim versuchten Marsch zum Schloss an der gebirgigen Landschaft gescheitert waren, mahnen die Organisatoren dieses Mal auf ihrer Webseite zu solidem Schuhwerk: "Garmisch liegt in den Bergen."

Am Freitagabend setzten heftige Regenfälle das G7-Protestcamp nahe Elmau unter Wasser. Polizisten, die gerade Schutzzäune aufbauten, suchten zwischendurch Schutz in einer nahegelegenen Tankstelle. Die Lage ist aber unter Kontrolle, eine Evakuierung derzeit nicht nötig.

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24.06.22: Erste Zelte stehen auf dem Gelände des Protestcamps der G7-Gegner in Garmisch-Partenkirchen.

10.30 Uhr - G7-kritische Demonstration am Mittag in München

Einen Tag vor Beginn des G7-Gipfels in Oberbayern wollen an diesem Samstag Tausende Menschen in München auf die Straße gehen. Bei einer Großdemonstration ab 12 Uhr mit Start auf der Theresienwiese werden mindestens 20.000 Teilnehmer erwartet. Bei schönem Wetter könnten es auch deutlich mehr werden, prognostizierte die Polizei, die auch mit einem schwarzen Block aus bis zu einer hohen dreistelligen Personenzahl rechnet.

Zur Demonstration in München haben 15 globalisierungskritische Verbände von Attac bis zur Umweltorganisation WWF aufgerufen. Die Kundgebung hat vier Schwerpunkte: den Ausstieg aus fossilen Energien, den Erhalt von Tier- und Pflanzenvielfalt, die soziale Gerechtigkeit auf dem Planeten und die Bekämpfung des Hungers. "Klimakrise, Artensterben, Ungleichheit: Die G7-Staaten tragen Verantwortung dafür, dass sich die weltweiten sozialen und ökologischen Krisen immer dramatischer zuspitzen", heißt es im Aufruf zur Teilnahme.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) rief die Kritiker des G7-Gipfels zur Gewaltfreiheit auf. "Ich erwarte von allen Demonstranten, dass sie friedlich protestieren, niemanden verletzen und keine Autos oder Geschäfte zerstören", sagte Faeser. Der Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, betonte ebenfalls, der Protest in München müsse gewaltfrei sein. Ähnlich äußerten sich andere Initiatoren der Kundgebung.

10.25 Uhr - Ukraine, Klimaschutz & Co: Worum es geht

Im Mittelpunkt des Treffens stehen der russische Angriffskrieg in der Ukraine und seine weltweiten Folgen. Unter anderem wird es um Waffenlieferungen der G7-Staaten und anderer Länder an die Ukraine gehen. Die Bundesregierung hatte vor einigen Tagen nach langem Zögern öffentlich gemacht, welche Waffensysteme und Materialien sie bisher geschickt hat.

Vor gut einem Monat verständigten sich die Finanzminister der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien für die Ukraine auf zusätzliche kurzfristige Budgethilfen in Höhe von 9,5 Milliarden Dollar (knapp 9 Milliarden Euro). Seit Jahresbeginn hätten sie damit insgesamt 19,8 Milliarden Dollar (18,9 Milliarden Euro) für die Ukraine mobilisiert, hieß es damals in der Abschlusserklärung.

Auch der Klimaschutz wird eine wichtige Rolle beim G7-Treffen spielen. Welche Staats- und Regierungschefs beim Gipfel dabei sind, was das Treffen kostet, welche teils deutlichen Einschränkungen für Anwohner und Reisende gelten? Die Antworten auf diese und weitere Fragen lesen Sie hier.

10.15 Uhr - Der Tag vor dem G7-Gipfel hat begonnen

Herzlich willkommen zum BR24-Ticker über den G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Hier finden Sie ab sofort die wichtigsten Informationen rund um das Treffen wichtiger Staats- und Regierungschefs, das in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2015 in Bayern stattfindet. Die ersten prominenten Gäste kommen bereits heute an, darunter der französische Staatschef Emmanuel Macron und US-Präsident Joe Biden. Biden wird am späteren Abend vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) am Flughafen München begrüßt.

Schauplatz ist erneut das Fünf-Sterne-Hotel Schloss Elmau. Wegen seiner Abgeschiedenheit auf rund 1.000 Metern Höhe nahe der Grenze zu Österreich gilt es als idealer Tagungsort für Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die anderen Staats- und Regierungschefs sieben großer Industrienationen. Rund 18.000 Polizistinnen und Polizisten sind für den G7-Gipfel im Einsatz, ein großer Teil davon aus Bayern.

Samstag, 25.06.2022

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