Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Fußballstar Rapinoe beeindruckt mit Rede und wird beleidigt | BR24

© Wang Ying

Megan Rapinoe hält am Mittwoch nach ihrem WM-Triumph eine beeindruckende Rede.

Per Mail sharen
Teilen

    Fußballstar Rapinoe beeindruckt mit Rede und wird beleidigt

    US-Starfußballerin und frischgekürte Weltmeistern Megan Rapinoe rief bei der Siegesparade durch New York erneut zu Toleranz und weniger Hass auf. In einer U-Bahn-Station wurden unterdessen Plakate mit ihrem Bild beschmiert.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Zehntausende begeisterte Fans haben den US-Fußballerinnen bei ihrer Siegesparade durch New York frenetisch zugejubelt. Die Weltmeisterinnen, die am vergangenen Sonntag durch ein 2:0 gegen die Niederlande ihren vierten Titel perfekt gemacht hatten, fuhren im Konfettiregen auf einem offenen LKW über den legendären Broadway und präsentierten stolz die WM-Trophäe. Immer wieder schallten ihnen dabei "Equal Pay"- und "USA"-Rufe entgegen. Die Parade setzte die Tradition der Feierlichkeiten am "Big Apple" fort, die diversen Sportgrößen in der Vergangenheit zuteil wurde. Starspielerin und Kapitänin Megan Rapinoe ging bei den Feierlichkeiten voran und hielt eine beeindruckende Rede, in der sie sich für mehr Toleranz und weniger Hass in der Gesellschaft aussprach.

    Die beste WM-Spielerin und Torschützenkönigin hatte zuvor erneut einen Besuch bei US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus ausgeschlossen. "Ich werde nicht gehen, und jede Mitspielerin, mit der ich darüber gesprochen habe, wird es auch nicht tun", sagte die 34-Jährige bei CNN. Der Protest von Rapinoe gegen die Trump-Regierung ist nicht neu. Sie singt aus Ablehnung vor Länderspielen die Nationalhymne nicht mit und zog durch ihre Aussage, nicht "ins f***ing Weiße Haus" zu kommen, den Zorn Trumps auf sich. Der hatte bei Twitter geantwortet, sie solle "erst mal GEWINNEN, dann REDEN".

    Beleidigungen auf Plakaten

    Derweil sind Plakate mit dem Abbild der US-Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe in einer New Yorker U-Bahn-Station mit Beleidigungen beschmiert worden. Es werde wegen möglicher Hasskriminalität ermittelt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die beschmierten Poster seien bereits am Montag in der Station Bryant Park im Stadtteil Manhattan entdeckt und inzwischen gesäubert worden.

    Homophobe Beschimpfungen

    Einem Bericht von CNN zufolge seien auf den Postern auch homophobe Beschimpfungen zu lesen gewesen. Rapinoe, die bei der WM in Frankreich am Sonntag zur besten Spielerin gewählt worden war, ist lesbisch und setzt sich für LGBTQ-Rechte ein. LGBTQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und queere Menschen.