Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Fukushima: Bergung von Brennstäben aus Reaktor hat begonnen | BR24

© BR

Im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben Spezialisten damit begonnen, Brennstäbe zu bergen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Fukushima: Bergung von Brennstäben aus Reaktor hat begonnen

In der Atomruine Fukushima in Japan hat der Betreiber Tepco mit ferngesteuerter Technik begonnen, Brennstäbe aus den zerstörten Reaktoren zu entfernen. Die Entsorgung soll zwei Jahre dauern. Das AKW Fukushima wurde 2011 von einem Tsunami verwüstet.

Per Mail sharen

Gut acht Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat der Betreiber erstmals mit der Bergung von Brennstäben aus einem der zerstörten Unglücksreaktoren begonnen. Wie der Konzern Tepco am Montag bekanntgab, sollen zunächst sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 3 herausgeholt werden. Dort lagern insgesamt 566 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe.

Probleme mit extrem hoher Strahlung

Ursprünglich sollte mit der Bergung der Brennstäbe bereits vor gut vier Jahren begonnen werden. Doch es hatte immer wieder Probleme mit den Bergungsgeräten und der extrem hohen Strahlung gegeben.

1.573 Brennstäbe müssen geborgen werden

Insgesamt lagern in den Abklingbecken der drei Unglücksreaktoren 1.573 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe. Vor allem die enorme Menge an angebrannten und weiterhin strahlenden Brennstäben stellt eine große Herausforderung für die Arbeiter dar.

Tepco: Bergung dauert noch zwei Jahre

Die geborgenen Brennstäbe sollen in ein anderes, sichereres Becken auf dem Gelände der Atomruine umgelagert werden. Der Betreiber Tepco rechnet damit, dass die Bergung noch bis Ende März 2021 dauern wird.

Nur Tschernobyl war schlimmer als Fukushima

Die Reaktoren 1 bis 3 waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der radioaktiven Strahlung mussten damals rund 160.000 Anwohner fliehen. Noch immer können rund 30.000 nicht zurück. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986.