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Corona-Risikogebiet: Diese europäischen Länder sind betroffen | BR24

© picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Wer aus einem Corona-Risikogebiet in Deutschland ankommt, muss sich ab Samstag testen lassen.

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    Corona-Risikogebiet: Diese europäischen Länder sind betroffen

    Wer aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehrt, muss sich testen lassen und während der Wartezeit in Quarantäne. Welche Länder aktuell als Corona-Risikogebiete gelten, was das für Reisende bedeutet und weitere Fragen im Überblick.

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    Die Corona-Infektionen steigen weltweit, immer mehr Regionen - gerade in Europa - werden zu "Risikogebieten" erklärt. Mehr als die Hälfte aller Länder in der EU sind betroffen. Und die Liste wächst.

    Welche Länder/Regionen sind Corona-Risikogebiete?

    Das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium des Inneren haben folgende internationale Risikogebiete ausgewiesen:

    • Albanien
    • Andorra
    • Armenien
    • Aserbaidschan
    • Belgien
    • Bosnien und Herzegowina
    • Botsuana
    • Bulgarien
    • in Dänemark: ab 08. November gesamt Dänemark, außer der Färöer und Grönland
    • in Estland, die Region Ida-Viru und Tartu
    • in Finnland, die Regionen Österbotten und Uusimmaa (mit Helsinki)
    • in Frankreich: gesamt Kontinentalfrankreich, Französisch-Guyana, Guadeloupe, St. Martin, La Réunion und Martinique
    • Georgien
    • in Griechenland die Regionen Mittelgriechenland, West-Griechenland, West-Makedonien, Attika, Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Epirus und Thessalien; die Region Peloponnes gilt nicht mehr als Risikogebiet
    • Irland, mit Ausnahme der Regionen Midlands, South-West und West
    • Italien
    • Jordanien
    • Kosovo
    • Kroatien
    • Lettland
    • Liechtenstein
    • Litauen
    • Luxemburg
    • Monaco
    • Montenegro
    • Niederlande
    • Nordmazedonien
    • Norwegen, die Provinz Oslo
    • Österreich mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz und Mittelberg / Kleinwalsertal
    • Polen
    • Portugal, das gesamte Festland und die autonome Region Azoren (mit Ausnahme der autonomen Region Madeira)
    • Republik Moldau
    • Rumänien
    • Russische Föderation
    • San Marino
    • Schweden mit Ausnahme der Provinz Västernorrland
    • Schweiz
    • Serbien
    • in der Slowakei die Regionen Bratislava, Nitra, Prešov, Trnava, Zilina
    • Slowenien
    • Spanien für das Festland und die Balearen
    • Tschechien
    • Türkei (explizit ausgenommen sind die vier Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla)
    • Tunesien
    • Ukraine
    • Ungarn
    • Vatikanstadt
    • im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland: das gesamte Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie Gibraltar. Ausgenommen sind die weiteren Überseegebiete, Isle of Man und die Kanalinseln (Guernsey, Jersey)
    • Zypern

    (Quelle: RKI, Stand: 29.11.2020, 12.00 Uhr, die vollständige Liste aller Risikogebiete weltweit finden Sie hier)

    Rückkehrer aus einem Corona-Risikogebiet: Was ist zu tun?

    Seit dem 8. August gilt eine Testpflicht für die Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Einreisende aus diesen Regionen müssen sich von diesem Zeitpunkt an auf das Virus testen lassen oder bei der Einreise ein negatives Testergebnis (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen. Wer keinen negativen Test-Befund hat, muss sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

    Alle aus dem Ausland nach Deutschland Einreisenden können sich in Bayern auch ohne Krankheitsanzeichen weiterhin kostenlos testen lassen. Neben speziell eingerichteten Teststellen ist das Testen auch in Gesundheitsämtern und Arztpraxen möglich.

    Ab wann gilt ein Land oder eine Region als Risikogebiet?

    Um zu klären, ob ein bestimmtes Land oder eine Region ein Corona-Risikogebiet ist, nimmt das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesinnenministerium eine zweistufige Bewertung vor. Das Vorgehen ist detailliert auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) beschrieben.

    In einem ersten Schritt wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 neu Infizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird dann festgestellt, ob für Staaten oder Regionen, in denen die Neuinfizierungen unter dem Grenzwert liegen, möglicherweise trotzdem ein erhöhtes Infektionsrisiko gilt.

    Für eine solche Bewertung erstellen das Auswärtige Amt, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium Lageberichte vor Ort, die auch die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beleuchten: etwa Hygienebestimmungen, Testkapazitäten oder Kontaktnachverfolgungen vor Ort. Wichtig ist auch die Frage, ob ein Corona-Ausbruch lokal begrenzt oder flächendeckend ist. Wenn es keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten oder Regionen gibt, wird auch das in der Bewertung berücksichtigt.

    Was bedeutet ein Reisehinweis?

    Das Auswärtige Amt aktualisiert laufend seine Reise- und Sicherheitswarnungen. Dort können sich Touristen über ihre Aufenthaltsorte informieren, auch darüber, ob es Corona-Risikogebiete sind. Das Auswärtige Amt unterscheidet grundsätzlich zwischen Reisehinweisen und Reisewarnungen.

    Reisehinweise gibt es für zahlreiche Länder. Sie machen auf besondere Risiken aufmerksam und können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

    Was bedeutet eine Reisewarnung?

    Eine Reisewarnung dagegen ist inzwischen seltener und enthält einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region zu unterlassen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt als starkes Indiz für das Vorliegen außergewöhnlicher Umstände und reicht in vielen Fällen aus, um Reisebuchungen unter Umständen kostenfrei stornieren zu können. Reise- und Sicherheitshinweise alleine reichen hierfür meist nicht aus.

    Für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union gilt noch bis zum 14. September eine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt. Für die meisten europäischen Länder wurde sie am 15. Juni aufgehoben und durch individuelle Reise- und Sicherheitshinweise sowie durch (Teil-)Reisewarnungen für einzelne Länder ersetzt. Einreisende aus einem Corona-Risikogebiet sollten damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen.

    Wo gibt es wichtige Corona-Informationen für Reisende?

    Deutsche Reisende, aber auch dauerhaft im Ausland lebende Bundesbürger können sich auf der Website des Auswärtigen Amtes für eine Krisenvorsorgeliste registrieren und bekommen dann im Krisenfall per Mail aktuelle Informationen über die Region, in der sie sich befinden - auch dann, wenn die Region als Corona-Risikogebiet eingestuft wird.

    Auf der Website des ADACs können Reisende ihr Urlaubsziel eingeben und werden mit Informationen zur Corona-Situation in den betreffenden Ländern und Regionen versorgt. Wenn man sich in einem Land aufhält, das zum Risikogebiet erklärt wird, gelte generell, den Behörden vor Ort Folge zu leisten, so eine ADAC-Sprecherin. Pauschale Anweisungen könne man nicht geben.

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