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Unter der 116117 gibt es ärztliche Hilfe - derzeit aber oft erst nach langer Wartezeit

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    Für Corona-Impftermine genutzte Ärzte-Hotline überlastet

    Die Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist überlastet. In einigen Bundesländern wird die 116117 auch benutzt, um Corona-Impftermine zu vergeben. Der dadurch stark steigende Andrang führt nun teilweise zu langen Wartezeiten.

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    • BR24 Redaktion

    Die in einigen Bundesländern auch für Termine zur Corona-Impfung nutzbare Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes kämpft einem Bericht zufolge mit Problemen. Die Nummer 116117 sei teilweise überlastet oder schwer erreichbar, berichtete die "Welt am Sonntag". Es gebe Probleme mit längeren Wartezeiten. Den "sehr ernst zu nehmenden Hinweisen auf eine Überlastung der Hotline gehen wir derzeit intensiv nach", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums der Zeitung.

    Die 116117 wird von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung betrieben und vermittelt etwa nachts und am Wochenende Kontakt zum ärztlichen Bereitschaftsdienst. Außerdem hilft die Hotline dabei, Termine bei bestimmten Fachärzten zu vereinbaren.

    In einigen Bundesländern vergibt die 116117 Corona-Impftermine

    In einigen Bundesländern, etwa Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, soll sie nun auch Termine für die Corona-Impfung vergeben. Anderswo, etwa in Berlin, soll die 116117 für solche Impftermine explizit nicht angerufen werden.

    Erste Erkenntnisse zu den jüngsten Problemen der Hotline deuteten auf technische Gründe als Ursache hin, berichtete die "Welt am Sonntag". So habe etwa das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg über Wartezeiten von deutlich mehr als zehn Minuten berichtet.

    Wie die Zeitung weiter berichtete, erwartet das Bundesgesundheitsministerium in den kommenden Wochen in Spitzenzeiten wöchentlich bis zu 500.000 Anrufe bei der Hotline. Diese sollen dann rund um die Uhr mithilfe von Callcentern beantwortet und abgewickelt werden.

    Bis zu 500.000 Anrufe pro Woche erwartet

    Seit dem 21. Dezember seien Callcenter mit rund 1.100 Beschäftigten in Betrieb, berichtete die Zeitung unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Diese könnten wöchentlich bis zu 200.000 Anfragen bearbeiten. Ab 8. Januar solle die Maximalkapazität schrittweise auf wöchentlich 500.000 Anrufe hochgefahren werden.

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