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Für Airbnb wird's immer enger | BR24

© pa/dpa/Schoening

Paris klagt gegen Aibnb

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    Für Airbnb wird's immer enger

    Der private Zimmervermittler Airbnb bekommt immer mehr Gegenwind. Nach Städten in Bayern hat jetzt auch Paris eine Klage eingereicht, weil die "illegalen Touristenunterkünfte" die ohnehin hohen Mietpreise in Paris weiter in die Höhe treiben.

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    Die Stadt Paris zieht gegen den Unterkunftsvermittler Airbnb vor Gericht und verlangt nach eigenen Angaben eine "Rekordstrafe" von 12,5 Millionen Euro. Der Pariser Bürgermeisterin reicht es, wie sie auf Twitter mitteilt. Denn "illegale Touristenunterkünfte" treiben ihrer Meinung nach die Mietpreise in die Höhe und belästigen die Bewohner. "Ich habe beschlossen, die Websites zur Verantwortung zu ziehen", schreibt Bürgermeisterin Anne Hidalgo.

    Nach den Worten der Bürgermeisterin riskiert Airbnb zusammengerechnet eine Strafe von 12,5 Millionen Euro. Der Zeitung "Le Journal du dimanche" sagte sie, dass sie der "wilden" Zimmervermittlung mit diesem "Elektroschock" ein Ende machen will, weil die Vermietungen via Airbnb manche Pariser Stadtviertel entstellen.

    Hidalgo: Tausend illegal vermietete Wohnungen

    Pariser Privatleute dürfen registriert bis zu 120 Tage im Jahr vermieten. Hidalgo wirft Airbnb jetzt vor, 1.000 nicht-registrierte Wohnungen auf seiner Seite anzubieten. Und auf jedes nicht legale Angebot entfalle eine Strafe von 12.500 Euro. Airbnb weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet die Pariser Vorschriften als ineffektiv und unverhältnismäßig. Außerdem verstießen sie gegen europäische Vorschriften.

    München geht gegen Airbnb vor

    Auch für bayerische Städte ist Airbnb ein rotes Tuch. So hat München im Dezember beim Verwaltungsgericht München durchgesetzt, dass Airbnb die Daten der Vermieter von vermittelten Wohnungen an die Stadt herausgeben muss. Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will, dass Münchner Wohnungen nicht dauerhaft an Touristen vermietet werden, sondern dem Mietmarkt zur Verfügung stehen.

    In ganz Bayern gilt ein Zweckentfremdungsverbot von Wohnungen. Es wird laut dem bayerischen Städtetagspräsident und Augsburger OB Kurt Gribl (CSU) aber nur in München angewendet. Auch andere Städte wie Regensburg, Augsburg oder Nürnberg, in denen Wohnungen ebenfalls knapp sind, könnten davon profitieren.

    Nürnberg plant Geldbußen von bis zu 500.000 Euro

    Inzwischen will auch Nürnberg verbieten, dass Wohnungen dauerhaft in Ferienwohnungen umgewandelt werden. Laut einer Analyse würden rund 600 Nürnberger Wohnungen über Airbnb und andere Plattformen dauerhaft an wechselnde Nutzer vermietet. Wer seine Wohnung länger als acht Wochen im Jahr an Urlauber vermietet, soll nach einer noch nicht beschlossenen Satzung bis zu 500.000 Euro Geldbuße zahlen müssen. Außerdem will Nürnberg eine Internetplattform einrichten, auf der man illegal vermietete Wohnungen melden kann.