| BR24

 
 

Bild

Friedrich Merz
© dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Autoren

© dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Friedrich Merz

Der rechtskonservative Sauerländer Friedrich Merz war vor zehn Tagen bei der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Vorsitzenden in einer Kampfabstimmung knapp, aber insgesamt doch klar gescheitert. Jetzt bekräftigt Merz in einem morgen erscheinenden Zeitungsinterview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, er sei bereit dazu, "wirklich mit ganzer Kraft in die Politik zu gehen und dafür auch meine bisherige berufliche Tätigkeit aufzugeben". Mit der neuen CDU-Vorsitzenden habe er auch darüber gesprochen, wie er in die CDU eingebunden werden könne. Es sei ein "sehr gutes, vertrauensvolles" Gespräch gewesen, über dessen Inhalt jedoch Vertraulichkeit vereinbart worden sei.

Merz: Das ist "Sache der Kanzlerin"

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, ein Amt als Bundesminister zu übernehmen, erklärt Merz: "Ein solches Amt würde ich mir aufgrund meiner Erfahrung in der Wirtschaft und Politik zutrauen." Diese Entscheidung liege aber nicht in seiner Hand, sondern sei "Sache der Kanzlerin". Das Verhältnis zwischen Merz und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt als angespannt.

Wurde Merz' Mikro leiser gedreht?

Merz weist Berichte zurück, er sei bei seiner Rede auf dem Hamburger Parteitag am 7. Dezember benachteiligt worden. Unter anderem hatte es Gerüchte gegeben, das Mikrofon sei leiser gedreht worden, während Merz seine Bewerbungsrede für den Vorsitz hielt. Außerdem gab es Mutmaßungen, die Scheinwerfer seien zu heiß gewesen. Er könne mit diesen Gerüchten "gar nichts anfangen", sagte Merz nun der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Der Wettbewerb um den CDU-Vorsitz war fair", so Merz.

Merz gestand ein, dass sein Auftritt Schwächen gehabt habe. "Aus der Rückschau betrachtet, hätte ich freier sprechen sollen - es lag aber sicher auch an meiner Tagesform, dass die Inhalte nicht optimal rübergekommen sind." Inhaltlich würde er jedoch "heute nichts anderes" sagen.