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"Fridays for Future" kritisiert Entscheidung von Siemens-Chef | BR24

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Der "Fridays for Future"-Aktivist Nick Heubeck hat die Entscheidung von Siemens kritisiert, sich weiterhin an einem Kohleprojekt in Australien zu beteiligen. Die Ankündigung eines Nachhaltigkeitsgremiums bei Siemens nannte er "eine Beruhigungspille".

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"Fridays for Future" kritisiert Entscheidung von Siemens-Chef

Der "Fridays for Future"-Aktivist Nick Heubeck hat die Entscheidung von Siemens kritisiert, sich weiterhin an einem Kohleprojekt in Australien zu beteiligen. Die Ankündigung eines Nachhaltigkeitsgremiums bei Siemens nannte er "eine Beruhigungspille".

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Nick Heubeck hat sich im Interview mit der Bayern 2-radioWelt entsetzt über die Enscheidung von Siemens gezeigt, das Kohleprojekt in Australien weiter zu verfolgen:

"Ich bin wütend angesichts der katastrophalen Entscheidung. Und sie zeigt vor allem, dass Joe Kaeser nicht gewillt ist, für einen eigentlich lächerlichen Auftrag von 20 Millionen Euro sein Wort zu halten und Siemens zukunftsgerichtet auszurichten." Nick Heubeck, "Fridays For Future"

Heubeck, der vergangene Woche mit "Fridays For Future"-Aktivistin Neubauer bei Siemens-Chef Joe Kaeser war, machte klar: "Er hat uns am Freitag im Gespräch gesagt, dass den Vertrag zu unterschreiben, ein erster Fehler war. Und dann habe ich ihm ganz klar gesagt, dass es an ihm liegt, ob er einen zweiten Fehler macht." Deswegen gehe es auch um Kaesers Ruf, wenn er ein Projekt mit Siemens unterstütze, welches das 1,5-Grad-Ziel allein kippen könnte, so Heubeck. "Und dass er jetzt entscheidet, drinnen zu bleiben, zeigt für mich auch, dass er seinen Ruf da auch riskieren möchte für ein paar Millionen Euro."

"Protest wird auf jeden Fall weitergehen"

Nick Heubeck kündigte zudem an, dass der Protest weitergehen werde. Er soll auch auf die Aktionsärsversammlung am 5. Februar in München getragen werden. Siemens müsse sich bewusst sein, dass man eben nicht öffentlich zu Klimaschutz stehen könne und dann trotzdem Entscheidungen trifft, die nicht in dieses Jahrhundert passten. Der Protest sei auch ein Signal für andere deutsche Unternehmen.

Mit Blick auf die Zusage von Siemens, bis 2025 klimaneutral sein zu wollen, sagte Heubeck:

"Für mich zeigt die Entscheidung jetzt, dass das auch reines Green-Washing von Siemens ist." Nick Heubeck, "Fridays For Future"

Die Ankündigung eines Nachhaltigkeitsgremiums bei Siemens nannte der FFF-Aktivist "eine Beruhigungspille, zumindest Stand jetzt".

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