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Blog: Bayern mit der Welt im Klimastreik | BR24

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Hunderttausende junger Menschen sind dem Aufruf von "Fridays For Future" und Greta Thunberg zu einem globalen Klimastreik gefolgt. Über Asien und Europa gingen die Demonstrationen bis nach Amerika. Auch in Bayern waren Zehntausende bei den Demos.

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Blog: Bayern mit der Welt im Klimastreik

Hunderttausende junger Menschen sind dem Aufruf von "Fridays For Future" und Greta Thunberg zu einem globalen Klimastreik gefolgt. Über Asien und Europa gingen die Demonstrationen bis nach Amerika. Auch in Bayern waren Zehntausende bei den Demos.

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+++ Organisatoren bedanken sich bei FFF-Demonstranten +++

+++ Söder verteidigt "Klimapakt" als "Pfad der Vernunft" +++

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Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im BR-Fernsehen den Klimapakt der Bundesregierung gelobt und gegen Kritik verteidigt. Die kam unter anderem von den Grünen: Ludwig Hartmann nannte die Beschlüsse eine "bittere Enttäuschung".

+++ Grünen-Fraktionschef Hartmann: "Eine bittere Enttäuschung" ++

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Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bayerischen Landtag, hält das Klimaschutz-Paket der Bundesregierung für unzureichend. Damit seien die Ziele des Pariser Klimaschutz-Abkommens nicht zu erreichen.

+++ Zehntausende FFF-Demonstranten in Bayern +++

Zehntausende Menschen haben in Bayern im Rahmen von Fridays for Future demonstriert. Allein in München waren laut Polizei zunächst 30.000 und dann 40.000 Menschen auf der Straße. Die Veranstalter sprechen sogar von 60.000.

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Zehntausende Menschen haben in Bayern im Rahmen von Fridays for Future demonstriert. Allein in München waren laut Polizei am Ende rund 40.000 Menschen auf der Straße.

+++ Weltweite Demos bei Fridays for Future +++

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In rund 130 Staaten weltweit haben Menschen heute für einen besseren Klimaschutz demonstrieren. Auch in vielen deutschen Städten gingen tausende Bürgerinnen und Bürger auf die Straße.

+++ BR-Reporter Achim Wendler zum Klimapaket +++

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BR-Reporter Achim Wendler in der Rundschau zum heute vereinbarten Klimaschutzpaket der Bundesregierung.

+++ Klimapaket der Bundesregierung +++

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Union und SPD haben sich auf ein Klimaschutz-Paket verständigt. Es sieht im Kern vor, den Preis für den Co2-Ausstoß schrittweise zu erhöhen. Bahntickets werden demnach günstiger, die Pendlerpauschale wird erhöht.

+++ Fahrrad-Demonstration in der Regensburger Innenstadt +++

Eindrücke von der Radl-Demo in Regensburg. Die Teilnehmer wünschen sich Verbesserungen im Radverkehr in München. Viele fordern mehr Handeln von Politikern im Sinne des Klimas.

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Passend zu "Fridays for Future" gab es in Regensburg eine Fahrrad-Demo. Rund 400 Teilnehmer haben teilgenommen - ihr Ziel: mehr Kliamschutz und bessere Fahrradwege.

+++ Fridays for Future in Auerbach +++

Eine der kleinsten Fridays-for-Future-Kundgebungen in Bayern hat am Nachmittag im oberpfälzischen Auerbach stattgefunden. In der Kleinstadt im Landkreis Amberg-Sulzbach beteiligten sich nach Angaben der Polizei 17 Menschen inklusive zweier Redner an der Kundgebung auf dem Unteren Markt. Beim anschließenden Demonstrationszug durch den Ort zählte die Polizei noch zwölf Teilnehmer.

+++ Klimaforscher kritisiert Klimapaket der Bundesregierung+++

Der renommierte Klimaforscher Ottmar Edenhofer, der selbst zum Beraterkreis des Klimakabinetts gehörte, hat das Klimapaket der Bundesregierung scharf kritisiert. Der Preispfad für den angestrebten nationalen Emmissionhandel sei zu niedrig, erklärte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung nach der Vorstellung der Koalitionspläne.

Das Paket bezeichnete er als "Dokument der politischen Mutlosigkeit". Die Eckpunkte sehen vor, für den Bereich Wärme und Verkehr einen Emissionshandel einzuführen. Eine Tonne CO2 soll 2021 mit zehn Euro bepreist werden. Bis 2025 soll der Preis auf 35 Euro steigen. Heizen und Tanken würden damit teurer. Edenhofer erklärte, ein sinnvoller Einstiegspreis liege bei 50 Euro pro Tonne CO2 und er müsste bis 2030 auf 130 Euro steigen - also fast viermal so viel wie vorgesehen.

Die selbstgesteckten Klimaziele werde die Bundesregierung bis 2030 so nicht erreichen. Das Potsdamer Institut hatte gemeinsam mit dem Berliner Klimaforschungsinstitut MCC eine Analyse als Basis für ein Gutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen zum Klimaschutz geliefert, das die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte. Das Gutachten wurde im Juli übergeben und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Sachverständigen sprachen sich darin für die Einführung eines Emissionshandels für die Bereiche Gebäude und Verkehr aus.

© pa/dpa/Monika Skolimowska

Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

+++ BUND kritisiert Klimapaket der GroKo +++

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland spricht von "halbgaren Maßnahmen, Ankündigungen und Absichtserklärungen". Die Hauptschuld dafür trage die Union, aber auch die SPD sei zu schwach gewesen, sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

+++ Grüne und FFF kritisieren Piazolo +++

Die Äußerungen von Kultusminister Piazolo zu den Schülerdemos für mehr Klimaschutz sorgen für Kritik. Bundestags-Vizepräsidentin Roth sagte dem BR am Rande der Fridays-for-Future-Demo in Augsburg, die Teilnahme an solchen Kundgebungen gehöre zur Freiheit, wie sie in unserer Verfassung angelegt sei. Nach den Worten der Grünen-Politikerin sollte ein Minister, der für Schulen zuständig ist, froh über so ein Engagement junger Leute sein. Auch die Demo-Organisatoren haben kein Verständnis für die Linie Piazolos. Einer von ihnen sagte dem BR, an seiner Schule würde verpasster Unterricht einfach nachgeholt – etwa durch verpflichtende Workshops zum Thema Klimaschutz.

Dem BR sagte Piazolo, dass die Schulleiter entsprechend angemessen reagieren, wenn Schüler dem Unterricht wegen der Demonstrationen von "Fridays for future" fern bleiben.

"Da wird zum Teil Projektunterricht gemacht, zum Teil wird der Unterricht nachgeholt. Aber es gibt auch den ein oder anderen Verweis. Da wird sehr verantwortungsvoll reagiert, auch für jeden Einzelfall gesondert und so ist es auch vorgesehen." Michael Piazolo, Bayerischer Kultusminister

Der Freie-Wähler-Politiker verweist auf die Schulpflicht in Bayern.

+++ Veranstalter melden 1,4 Millionen Teilnehmer bei Klimademos in Deutschland +++

Insgesamt haben an den zahlreichen Klimastreikdemonstrationen in Deutschland heute nach Veranstalterangaben rund 1,4 Millionen Menschen teilgenommen. Davon hätten 270.000 in Berlin und 100.000 in Hamburg protestiert, erklärte die Bewegung Fridays for Future. Bundesweit gab es Kundgebungen in fast 600 Städten im Rahmen eines neuerlichen globalen Klimastreiks.

In Berlin hatte das sogenannte Klimakabinett der schwarz-roten Bundesregierung am Freitag Maßnahmen zum Klimaschutz beschlossen, darunter den Einstieg in einen CO2-Emissionshandel ab 2021. Fridays for Future kritisierte die Beschlüsse als völlig unzureichend.

+++ Demos in Ober- und Mittelfranken +++

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In Ober- und Mittelfranken sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. In Nürnberg gingen rund 8.000, in Erlangen ca. 5.000 und in Bayreuth mehrere Hundert Leute auf die Straße.

+++ Erste Klimademo in Main-Spessart mit 500 Teilnehmern +++

Mit der großen Resonanz der ersten Klimademonstration im Landkreis Main-Spessart heute Nachmittag durch die Lohrer Fußgängerzone mit der gerade zu Ende gehenden Kundgebung in der Anlage hatten noch nicht einmal die Organisatoren vom Bund Naturschutz gerechnet. 100 Teilnehmer waren angemeldet, gehofft hatte man mit 300, doch nach Schätzungen der Polizei sind es gut 500 Menschen aus allen Generationen und nicht nur aus Lohr, sondern aus Gemünden, Karlstadt, Marktheidenfeld und umliegende Ortschaften.

Sie haben sich mit Plakaten auf den Weg für mehr Klimaschutz gemacht, darunter Lohrs Bürgermeister Mario Paul mit Familie, viele Schüler, Vertreter von Parteien, Umweltverbänden, der Kirche und auch Gewerkschafter. Alle vereint der Wunsch, es müsse mehr für unser Klima getan werden. Vertreter der verschiedenen Schulen sprachen bei der Kundgebung. Es war die größte Demo in der jüngsten Zeit; letztmals demonstrierten so viele Personen anlässlich des Stellenabbaus bei Bosch Rexroth 2016.

+++ Aktivisten besetzen Paulskirche in Frankfurt am Main +++

Am Rande des Klimastreiks haben mehrere Demonstranten am Freitag die Paulskirche in Frankfurt am Main besetzt. Etwa 30 Aktivisten hielten sich im Plenarsaal des Gebäudes auf, wie ein Sprecher der Polizei der Nachrichtenagentur AFP sagte. Weitere Details seien noch nicht bekannt.

Einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" zufolge bildete sich vor der Kirche eine Spontandemonstration. Touristen würden daran gehindert, das Gebäude zu betreten. Bei Twitter zeigten Bilder Demonstranten mit einem Transparent auf einem Podium des Saals. IN Frankfurt beteiligten sich laut jüngsten Polizeiangaben am Freitag rund 20.000 Menschen am Klimastreik.

+++ Veranstalter: "270.000 Demonstranten in Berlin" +++

Nach Angaben der Bewegung Fridays for Future haben in Berlin am Freitag deutlich mehr Menschen für Klimaschutz demonstriert als zunächst angenommen. "In Berlin sind heute im Rahmen von FridaysForFuture ca. 270 000 Menschen auf der Straße", twitterte das Bündnis als Mitveranstalter am Freitagnachmittag. "Diese Gesellschaft ist beim Klimaschutz so viel weiter als ihre Regierung."

+++ 16.00 Uhr: Inzwischen 40.000 Teilnehmer in München +++

Überfüllte Bahnsteige, dichtes Gedränge in den U-Bahnen und ein Strom von Menschen: Zehntausende haben sich am Freitag in München auf den Weg gemacht, um von der Politik mehr Engagement gegen den Klimawandel zu fordern. Die Polizei sprach wie die Veranstalter von 40.000 Teilnehmern und verlängerte deswegen die Route für den Demozug durch die Innenstadt kurzfristig.

+++ FFF in Dillingen +++

Stimmungsbilder von den rund 300 Demonstranten in Dillingen

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Auch in Dillingen sind Kinder und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. Insgesamt in 90 bayerischen Städten fanden und finden Demos statt.

+++ Klima-Aktivisten in München sind begeistert von der Riesendemo +++

Die Teilnehmer der 30.000er Demonstration in München sind begeistert, dass sie so viele waren. Stimmen von Teilnehmern nach der Demo auf BR24.

© BR/Birgit Grundner

Die Teilnehmer der 30.000er Demonstration in München sind begeistert, dass sie so viele waren. Stimmen von Teilnehmern nach der Demo auf BR24.

+++ Demo in München: Hund trägt Umwelt-Transparent +++

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Auch ein Hund demonstriert fürs Klima

+++ Mit 5.000 Klimademonstranten ist Würzburg in Bayern auf Platz drei +++

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Es sollte der größte globale Klimprotesttag seit den ersten Fridays-for-Future-Protesten werden. Mit 5.000 Klimademonstranten hat Würzburg ein gutes Stück dazu beigetragen.

+++ Rund 2.000 Teilnehmer bei Fridays for Future in Kempten +++

Bei der Fridays for Future-Demonstration in Kempten haben Veranstalter und Polizei die Teilnehmeranzahl auf rund 2.000 geschätzt. Sprecher der Bewegung in Kempten, Gunnar Hartmann, sagte dem BR, er habe mit etwa 700 gerechnet und sei von der großen Menge von Unterstützern überwältigt gewesen.

Seiner Einschätzung nach haben sich fast gleich viele Erwachsene wie Jugendliche dem Protestzug angeschlossen. Neben Rentnern waren auch viele Berufstätige dabei und nahmen sich frei oder verlängerten die Mittagspause. Auf dem Rathausplatz gab es eine Kundgebung und Oberbürgermeister Thomas Kiechle stellte sich den Fragen der Demonstranten.

+++ "Nie, nie, nie wieder Kohle!" - Sonthofen demonstriert fürs Klima +++

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Auch in Sonthofen im Allgäu sind Kinder und Erwachsene für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. Insgesamt in 90 bayerischen Städten fanden und finden Demos statt.

+++ 15.30 Uhr: 2.000 Radl-Demonstranten in Regensburg +++

In Regensburg ist eine Fahrrad-Demonstration mit laut Polizei rund 2.000 Teilnehmern durch die Stadt gerollt. Mit ihrer Fahrraddemo rund um den Hauptbahnhof wollen die Teilnehmer für ein besser ausgebautes Fahrradwegenetz in Regensburg demonstrieren. Anschließend wollen sich die Fahrrad-Demonstranten dann den Fridays-for-Future-Protesten anschließen.

Um 16.30 Uhr ist hier eine erste Kundgebung geplant. Danach wollen die Teilnehmer eine Menschenkette um die Regensburger Altstadt bilden. Nach der Aktion sollen sich dann mehrere Demonstrationszüge zum Regensburger Domplatz aufmachen, wo dann eine Abschlusskundgebung stattfindet.

© BR/Wenleder

In Regensburg ist eine Fahrrad-Demonstration mit laut Polizei rund 2.000 Teilnehmern rund um den Hauptbahnhof gerollt. Damit wollten sie für ein besser ausgebautes Fahrradwegenetz in Regensburg demonstrieren.

+++ FFF: Klimapaket ist ein "Eklat" +++

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat das Klimapaket der Bundesregierung scharf kritisiert. "Wenn man jahrelang nichts für den #Klimaschutz tut & dann nach massivem monatelangem Druck aus der Bevölkerung Maßnahmen diskutiert, die mit 1,5 Grad rein gar nichts zu tun haben, ist das kein "Durchbruch", sondern ein Eklat", twitterte der deutsche Ableger der internationalen Bewegung am Freitag nach Bekanntwerden erster Eckpunkte.

Die Pläne zur CO2-Bepreisung seien "ein Schlag ins Gesicht" aller, die am Freitag "zu Hunderttausenden" für einen besseren Klimaschutz in Deutschland auf die Straße gingen, hieß es in einem anderen Tweet. Die Pläne für den CO2-Preis seien zu kompliziert, würden zu spät greifen und seien außerdem zu niedrig, kritisierte die Organisation.

+++ BR-Reporterin am Münchner Königsplatz: Größte Klima-Demo bisher +++

© BR

In München sind Tausende auf den Beinen und demonstrieren für den Klimaschutz. In Bayern, Deutschland und der Welt hat die Fridays-for-Future-Bewegung einen neuen Höhepunkt erreicht.

+++ Demonstrationszug zieht drei Meter große Erdkugel durch München +++

30.000 Menschen sind in der Landeshauptstadt auf den Beinen, um für eine klimafreundlichere Politik zu demonstrieren. Kinder und Erwachsene sagten dem BR warum.

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In München sind rund 25.000 Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straßen gegangen. Die Organsatoren freuen sich.

+++ Söder: Klima-Kompromiss trägt "Handschrift der Vernunft" +++

CSU-Chef Markus Söder hat den Klima-Kompromiss von Union und SPD gelobt. "Das Paket trägt die Handschrift der Vernunft und ist gleichzeitig für Deutschland ein großer Schritt für den Klimaschutz", so Söder. "Das ist die goldene Mitte. Wir schützen das Klima und stärken die Konjunktur."

Außerdem sei die Erhöhung der Pendlerpauschale für Fernpendler "die Antwort für den ländlichen Raum" und der Zuschuss für neue Heizungen helfe gerade sozial Schwächeren, betonte der bayerische Ministerpräsident. "Aus Sicht der CSU und Bayerns bin ich zufrieden."

© pa/dpa/Kay Nietfeld

Markus Söder beim Treffen des Koalitionsausschusses im Kanzleramt auf dem Balkon.

+++ Greenpeace: "Die große Koalition kann keinen Klimaschutz" +++

Nach der Einigung der Regierungsparteien auf ein Klimaschutzpaket hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Beschlüsse von Union und SPD scharf kritisiert. "Die große Koalition kann keinen Klimaschutz", erklärte Geschäftsführer Martin Kaiser am Freitag in Berlin. CDU, CSU und SPD fehle "die moralische Verantwortung und der politische Mut, unsere Zukunft zu sichern".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liefere "auch nach monatelangen Verhandlungen lediglich ein Bündel Eckpunkte und Maßnahmen, das meilenweit hinter den Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen zurück bleibt", bemängelte Kaiser. Das Klimapaket lasse "die viel zu hohen Emissionen weiter stagnieren" und verfehle "selbst das schwache 2030er-Klimaziel der Bundesregierung krachend".

© pa/dpa/Britta Pedersen

Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace

+++ 70.000 Demonstranten in Hamburg +++

Mindestens 70 000 Menschen sind am Freitag auch in Hamburg dem Aufruf zum globalen Klimastreik gefolgt. Diese Schätzung gab die Polizei am Nachmittag bekannt. Aufgerufen hatte die Jugendbewegung Fridays For Future.

+++ Warschau: Hüpfen als Protest gegen Kohlekraftwerke +++

Mit einer Hüpf-Aktion haben junge Demonstranten in Warschau im Rahmen des Klimastreiks gegen die Energiepolitik der polnischen Regierung protestiert. "Wer nicht hüpft, der ist für Kohle" riefen die Teilnehmer einer Kundgebung in der Hauptstadt und sprangen zusammen in die Höhe. An der Demonstration beteiligten sich mehrere tausend Menschen. "In New York soll ein Klimagipfel stattfinden. Die polnische Regierung fährt dort ohne jeden Plan hin", sagte der 17-jährige Antoni Wisniewski-Miszal, einer der Organisatoren der Protestaktion.

Polens nationalkonservative PiS-Regierung setzt bei der Energieversorgung weiter auf Kohle, weniger auf erneuerbare Energien. Das Land erzeugt etwa 80 Prozent seiner Energie mit dem fossilen Brennstoff und hat damit den mit Abstand höchsten Kohleanteil aller 28 EU-Länder. Bis 2030 sollen noch immer rund 60 Prozent der Energie aus Kohle stammen. Auch in vielen anderen polnischen Städten gab es am Freitag Klimademonstrationen.

+++ 14.45 Uhr: Münchner Demo will klimaneutral sein +++

In München ziehen die inzwischen 30.000 Demonstranten den Lautsprecherwagen mit einem Seil zurm Demonstrationszug, um so eine klimaneutrale Demo zu leisten.

© BR

Die Fridays-for-Future-Schüler sind viel Kritik ausgesetzt: Sie demonstrieren nur, weil das besser als Schule ist. Und der elterliche SUV ist irgendwie okay. Aber in München haben sie bewiesen: sogar demonstrieren geht klimaneutral.

+++ 2.500 Klima-Demonstranten in Bamberg +++

Auch in Bamberg sind Menschen fürs Klima auf die Straße gegangen - laut Polizei sind es derzeit 2.500. Vor dem BR-Mikrofon haben Jugendliche und Erwachsene mehr Handeln von der Politik gefordert.

© BR/Carlo Schindhelm

Auch in Bamberg sind Menschen fürs Klima auf die Straße gegangen. Vor dem BR-Mikrofon haben Jugendliche und Erwachsene mehr Handeln von der Politik gefordert.

+++ 14.15 Uhr: Rund 1.000 Teilnehmer in Lindau +++

An der Fridays for Future Demo in Lindau haben heute Mittag rund 1000 Menschen teilgenommen. Das haben die Organisatoren gerade dem BR auf Nachfrage mitgeteilt. Der Protestzug startete um fünf vor zwölf am Alten Rathaus auf der Insel und zog dann durch die Innenstadt. An der Demo nahmen dieses Mal auch viele Erwachsene teil. Bereits um 10 Uhr hatten die "Parents for Future" am Reichsplatz in der Altstadt zum Klimapicknick geladen.

+++ 14.00 Uhr: Klimakabinett tagt +++

Nach der Einigung im Koalitionsausschuss auf das Klimapaket tagt das Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Merkel. Mit dabei sind unter anderem Finanzminister Scholz, Bauminister Seehofer, Verkehrsminister Scheuer und Umweltministerin Schulze. Das Klimakabinett soll die Vereinbarung der Koalitionsspitzen finalisieren.

+++ 14.00 Uhr: Hohe Beteiligung an Fridays-for-Future-Demo in Augsburg +++

Die Organisatoren der Fridays-for-Future-Demo in Augsburg freuen sich über eine hohe Beteiligung. An der Klimaschutz-Demonstration haben sich zum Auftakt mindestens 4.500 Menschen beteiligt. Diese Zahl hat die Polizei genannt. Auch die Organisatoren hatten mit dieser Größenordnung gerechnet. Am Mittag war der Augsburger Rathausplatz voller Demo-Teilnehmer. Sie ziehen zurzeit quer durch die Innenstadt und dann zurück zum Rathausplatz. Einer der Veranstalter sprach im BR-Gespräch von einer neuen Dimension des Protests.

Die heutige Kundgebung wird von einem breiten Bündnis getragen: Rund 60 Firmen und Organisationen hatten sich vor der Demonstration hinter die Ziele von Fridays for Future gestellt: zum Beispiel die Sparda-Bank Augsburg und der Bund Naturschutz. Einige wenige Betriebe haben sogar ihren Mitarbeitern freigegeben, damit diese auf die Straße gehen können.

© BR

In Augsburg haben sich über 4.000 Menschen am weltweiten Klimastreik beteiligt. An dem Streik haben sich unter anderem 60 Firmen und Organisationen aus der Region beteiligt. Die zentrale Forderung ist eine weltweit bessere Klima-Politik.

+++ Großer Wurf? Klimapaket der Großen Koalition in Berlin +++

Für mehr Klimaschutz in Deutschland soll ein CO2-Preis Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas verteuern. Auf dieses zentrale Element haben sich die Spitzen von Union und SPD am Mittag geeinigt, wie aus Koalitionskreisen an die Öffentlichkeit drang. Der Start der Bepreisung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) soll 2021 beginnen, auf einem niedrigen Einstiegsniveau.

Zunächst sollen Benzin und Diesel um etwa 3 Cent je Liter verteuert werden, in einem zweiten Schritt bis 2026 dann weiter auf 9 bis 15 Cent je Liter. Dies soll über einen Handel mit Verschmutzungsrechten organisiert werden, an dem sich etwa Mineralölfirmen beteiligen. Diskutiert wurde zunächst auch über eine CO2-Steuer.

Wie bereits diskutiert, soll Bahnfahren billiger werden, bestimmte Flüge sollen teurer werden. Der Ausbau des Ökostroms soll beschleunigt werden. Dazu gehört, dass beim Ausbau von Photovoltaik eine bisher geltende Förder-Begrenzung aufgehoben werden soll.

Die schwarz-rote Koalition will für das milliardenschwere Klimapaket keine neuen Schulden aufnehmen. Die "schwarze Null" solle bleiben.

+++ Claudia Roth: Politiker sollten stolz auf couragierte und engagierte Jugendliche sein +++

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Überall auf der Welt streiken heute wieder Schüler fürs Klima, auch in Augsburg. Gestern hatte Kultusminister Piazolo Schulen darauf hingewiesen, dass die Schulpflicht gilt. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, Grüne, sieht das ganz anders:

+++ 13.44 Uhr: Koalition will ab 2021 Pendlerpauschale für Fernpendler erhöhen +++

Als Entlastung für Fernpendler für einen CO2-Preis im Verkehr haben sich die Koalitionsspitzen auf eine Erhöhung der Pendlerpauschale um fünf Cent pro Kilometer von 2021 an geeinigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Koalitionskreisen. Pro Entfernungskilometer sollen demnach künftig 35 statt 30 Cent von der Steuer abgesetzt werden können - allerdings erst ab dem 21. Kilometer.

+++ 80.000 Demonstranten in Berlin +++

In Berlin haben sich laut Veranstaltern mehr als 80.000 Menschen zum Klimastreik eingefunden, in Hamburg laut Polizei 45.000, in Bremen über 30.000 und in Freiburg und Münster je 20.000. Bundesweit waren in fast 600 Städten Aktionen geplant.

© BR

In insgesamt 129 Staaten wollen Bürger für besseren Klimaschutz demonstrieren. Den Startschuss gab Australien und kleinere Inselstaaten im Pazifik. Auch in Berlin sind mittlerweile mehr als Zehnzausend Menschen auf der Straße.

+++ In Dillingen gehen Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Straße +++

Rund 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene demonstrieren seit 12 Uhr vor dem Dillinger Stadtsaal für mehr Klimaschutz. Nach der Kundgebung werden die Teilnehmer durch die Dillinger Königsstraße ziehen. Drei Schülerinnen berichteten dem BR von einem verschärften Verweis, den sie wegen der Teilnahme an der Fridays for Future Demo bekommen hätten.

Mit dabei sind heute auch zahlreiche Erwachsene, Vertreter des Bund Naturschutz, der Grünen, der SPD und andere Klimaschützer, die eigenen Aussagen zufolge die Schüler unterstützen wollen. Mit um die 300 Teilnehmer ist das heute die bislang größte Aktion im Rahmen der Fridays for Future Bewegung im Landkreis Dillingen. Mit Bussen sind die Schüler auch aus Wertingen und dem Umkreis angereist.

© BR

Rund 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene demonstrieren seit 12 Uhr vor dem Dillinger Stadtsaal für mehr Klimaschutz.

+++ 5.000 Teilnehmer bei Fridays for Future in Würzburg +++

Schüler, Eltern, Großeltern: Rund 5.000 Menschen nehmen laut Polizei bei der Klima-Demonstration von Fridays for Future in Würzburg teil. Die Veranstalter sprechen sogar von 6.500 Teilnehmern. Sie hatten vorab mit etwa 2.500 Menschen gerechnet.

Die Teilnehmer ziehen in Würzburg vom Hauptbahnhof über die Ludwigstraße bis an den Unteren Markt. Dort findet die Abschlusskundgebung statt. Die Forderungen auf ihren Plakaten sind vielfältig: mal geht es um eine fahrradfreundlichere Stadt, mal um den Kohleausstieg oder die Umsetzung einer CO2-Steuer.

© BR/Wobser

Rund 4.000 Menschen nehmen bei der Klima-Demonstration von Fridays for Future in Würzburg teil. Die Veranstalter hatten vorab mit etwa 2.500 Menschen gerechnet. Interviews mit Teilnehmern der Demo.

+++ 13.00 Uhr: 25.000 demonstrieren in München für mehr Klimaschutz

Tausende Menschen haben am Morgen in etlichen bayerischen Städten für den Klimaschutz demonstriert. Auf dem Münchner Königsplatz waren es laut Polizei 25.000 Teilnehmer. In Nürnberg sind um die 3.000 Menschen auf die Straße gegangen.

© BR/Birgit Grundner

Klimademo am Münchner Königsplatz

+++ Klimapicknick und Demo in Lindau +++

Im schwäbischen Lindau hat am Vormittag ein Klima-Picknick am Reichsplatz begonnen. Wer Lust hat, soll eine Decke, Essen und Getränke mitbringen. Tee, Kaffee und Waffeln gibt es kostenlos. Organisiert wird das Picknick übrigens nicht von Schülern, sondern von den Lindauer "Parents-For-Future".

Um fünf vor zwölf hat dann die Demonstration am Alten Rathaus auf der Lindauer Insel begonnen - gemeinsam mit den Schülern.

© BR/Andrea Trübenbacher

Im schwäbischen Lindau hat am Vormittag ein Klima-Picknick am Reichsplatz begonnen. Seit fünf vor 12 Uhr läuft auch eine Demonstration.

+++ 12.20: Uhr "Coal kills": Proteste auch in Südafrika +++

Auch in Afrika haben sich Klimaaktivisten Gehör verschafft: Im südafrikanischen Johannesburg gingen mehrere hundert, vor allem junge Menschen auf die Straßen. Die Demonstranten hielten Plakate mit Aufschriften wie "No future on a dead planet" (Keine Zukunft auf einem toten Planeten), "Unite, don't ignite" (Eint, aber zündelt nicht) oder "Coal kills" (Kohle tötet).

Der Kohleproduzent Südafrika setzt bei seiner Energiegewinnung weitgehend auf Kohleverstromung. Auch in anderen Großstädten des Kontinents - wie in Kampala (Uganda) oder Nairobi (Kenia) - fanden ähnliche Proteste statt.

© BR/Jana Genth

Auch in Afrika haben sich Klimaaktivisten Gehör verschafft: Im südafrikanischen Johannesburg gingen mehrere hundert, vor allem junge Menschen auf die Straßen.

+++ Union und SPD erzielen Durchbruch bei Klima-Verhandlungen +++

In den Verhandlungen über ein Klimaschutzpaket hat die große Koalition am Mittag nach Angaben aus Parteikreisen einen Durchbruch erzielt. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD hätten sich auf ein umfangreiches Maßnahmenbündel zur Einhaltung der für 2030 gesetzten Klimaziele verständigt.

+++ 100 Demonstranten in Deggendorf +++

In Deggendorf sind gut 100 Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. Auch Erwachsene sind mit den Schülern durch die Innenstadt gezogen. Insgesamt sind in 90 bayerischen Städten Aktionen geplant.

© BR

Am weltweiten Klimaschutztag nahmen auch Kinder und Erwachsene in Deggendorf teil. Mit Transparenten und Sprechchören zogen sie durch die Innenstadt.

+++ 11.00 Uhr: In Augsburg versammeln sich 3.000 Menschen am Rathausplatz +++

Die Klima-Demo in Augsburg läuft mit reger Beteiligung an: Rund 3.000 Teilnehmer haben sich laut Polizei auf dem Augsburger Rathausplatz zur Kundgebung für einen besseren Klimaschutz versammelt. Viele haben Trillerpfeifen, Transparente und Schilder dabei, mit der Aufschrift "Klima retten!", "Jetzt handeln" oder "Wir haben nur einen Planeten" und "Grandfather for Future".

Nicht nur Schüler sind gekommen, sondern auch viele Eltern und Großeltern sind dem Aufruf zur Demo gefolgt. Der Demonstrationszug, zu dem ein breites Bündnis aus Verbänden und Parteien aufgerufen hat, führt quer durch die Augsburger Innenstadt und dauert voraussichtlich bis 14 Uhr, es ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

© BR/Veronika Scheidl

Der Blick vom Augsburger Rathausturm auf die Klimademo

+++ 10.00 Uhr: In Oberfranken beginnen die Klimastreiks +++

In Bayreuth sind am Vormittag 200 Menschen auf Straße gegangen, der Protest soll auch noch bis in den Nachmittag dauern. In Coburg gibt es seit 12 Uhr eine Fahrraddemonstration quer durch Stadt. Die evangelische Kirche in Selb beteiligt sich auch unter dem Motto "Church for Future". Auch in Bamberg, Kronach , Burkunstadt, Hof, Kulmbach und Forchheim.

© BR/Richard Krill

In Oberfranken haben eine Reihe von Kundgebungen und Demonstrationen zum weltweiten Klimastreik begonnen.

Beginn des Klimastreiks in Australien

Zu Beginn der weltweiten Klimademonstrationen sind in Australien Hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen. Die größten Kundgebungen fanden in Sydney und Melbourne statt. Aktionen gab es unter anderem auch in Indien, Thailand und auf den Philippinen.

Auch in Deutschland haben bereits erste Kundgebungen stattgefunden. Aktivisten blockierten am Baseler Platz in Frankfurt am Main teilweise den Verkehr, ebenso an der Berliner Janowitzbrücke. Insgesamt sind in Deutschland mehr als 500 Veranstaltungen geplant, unter anderem in München, Nürnberg, Bayreuth, Würzburg und Regensburg.

© BR

In insgesamt 129 Staaten wollen Bürger für besseren Klimaschutz demonstrieren. Den Startschuss gaben Australien und kleinere Inselstaaten im Pazifik. In Bayern sind in 90 Städten Demonstrationen geplant.