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"Fridays for Future" legt Forderungen zum Klimaschutz vor | BR24

© dpa-Bildfunk/Bernd von Jutrczenka

Die Klima-Aktivisten Svenja Kannt (l-r), Sebastian Grieme, Linus Steinmetz und Sana Strahinjic im Berliner Museum für Naturkunde

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    "Fridays for Future" legt Forderungen zum Klimaschutz vor

    Die Schüler- und Studenteninitiative "Fridays for Future", die seit Monaten freitags zu Demonstrationen aufruft, hat in Berlin erstmals ein Forderungspapier vorgestellt. Ein zentrales Ziel ist ein "Ende der Subventionen für fossile Energieträger".

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    Die Klima-Aktivisten von "Fridays for Future" verlasen heute im Berliner Museum für Naturkunde erstmals konkrete Forderungen. Ein Hauptpunkt: Die Subventionen für Kohle, Öl und Gas sollen nach ihren Wünschen bis Ende des Jahres auslaufen. Außerdem fordern sie für 2019 die Abschaltung von einem Viertel der derzeitigen Kohlekraftkapazitäten und die Einführung einer Kohlendioxid-Steuer auf alle Treibhausgasemissionen.

    Das Papier enthalte bewusst keine Maßnahmen, sondern nur Ziele, sagte Linus Steinmetz von "Fridays for Future". Den geeignetsten Weg zu finden, sei jetzt Aufgabe der Politik in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft.

    Protest soll Politik zum Handeln drängen

    Wie die Forderungen konkret umgesetzt werden sollen, sagten die Aktivisten nicht. Dies sei eine Aufgabe von Politik und Wissenschaft. Der Forderungskatalog war laut "Fridays for Future" in bundesweiten Arbeitsgruppen in Abstimmung mit Wissenschaftlern ausgearbeitet worden. "Wir haben gesellschaftlichen und politischen Einfluss", sagte der Aktivist Linus Steinmetz. "Unsere Bewegung hat eine für uns unvorstellbare Größe erreicht." Mit dem gewachsenen Einfluss der Bewegung wollen die Aktivisten nun die Politik zum Handeln drängen.

    Schüler werden weiterstreiken

    Auf der Pressekonferenz im Berliner Museum für Naturkunde forderten die Vertreter von "Fridays for Future" die politisch Verantwortlichen auf, nun konkrete politische Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele zu ergreifen. "Solange das nicht passiert, können wir nicht aufhören zu streiken", sagte Sebastian Grieme von "Fridays for Future". Die Schülerstreiks werden solange weitergehen, bis ersichtlich sei, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens tatsächlich angestrebt werden.

    "Fridays for Future": Erderwärmung begrenzen

    Das Abkommen setzt das Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Bis zum Jahr 2035 sollten die Treibhaus-Emissionen in Deutschland bei Null liegen, so die Forderung. Um dies zu erreichen, müsse die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden.