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Die drei Kandidaten für den Bundesvorsitz der CDU, Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen stehen nebeneinander.

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    Frauen-Union spricht sich gegen Merz als CDU-Chef aus

    Im Rennen um den CDU-Vorsitz hat sich die Spitze der Frauen-Union positioniert: Sie will nicht Merz als Parteichef, sondern Röttgen oder Laschet. Der NRW-Ministerpräsident hat bei dem Stimmungsbild im Bundesvorstand einen knappen Vorsprung.

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    • BR24 Redaktion

    Die Spitze der Frauen-Union hat sich im Rennen um den CDU-Vorsitz gegen den Kandidaten Friedrich Merz ausgesprochen. Bei einem Stimmungsbild im Bundesvorstand lag der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet knapp vor dem Außenpolitiker Norbert Röttgen.

    Bei der Schaltkonferenz am Donnerstagabend gab es laut der Nachrichtenagentur dpa zwölf Wortmeldungen für Laschet und zehn für Röttgen. Der frühere Unionsfraktionschef Merz hat bei der Frauen-Union dagegen einen schweren Stand: Die Zahl der Vorstandsmitglieder, die sich für ihn positionierten, schwankte zwischen zwei und drei. Es sei deutlich geworden, dass sich die Spitze der Frauen-Union Merz nicht als neuen Parteivorsitzenden wünsche, hieß es weiter. Auf eine formelle Abstimmung verzichtete der Bundesvorstand.

    "Klare Präferenz" für Laschet und Röttgen

    "Wir brauchen jetzt einen starken Zusammenhalt, damit die CDU weiter die führende Partei in der Mitte der Gesellschaft bleibt", sagte die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz, nach der Sitzung dem "Spiegel". "Deshalb hat die Frauen-Union der CDU eine klare Präferenz für Armin Laschet und Norbert Röttgen für den Parteivorsitz."

    Laschet und Röttgen hätten "durch ihre politische Erfahrung, ihren modernen Politikstil und zukunftsweisende Inhalte die Fähigkeiten, die CDU gut in die Zukunft zu führen", sagte Widmann-Mauz. Laut dem Bericht war in der Frauen-Union bis zuletzt umstritten, ob der Vorstand überhaupt eine offizielle Empfehlung abgeben sollte.

    Etwa 300 weibliche Delegierte beim Parteitag

    Das Stimmungsbild im Bundesvorstand der Frauen-Union dürfte im Rennen um den CDU-Vorsitz durchaus Gewicht haben: Unter den 1001 Delegierten, die auf dem Online-Parteitag in der kommenden Woche den neuen Parteichef wählen, sind etwa 300 Frauen.

    Merz ist dagegen beim Nachwuchs der Union populär: Bei einer Online-Befragung der Jungen Union sprach sich die Mehrheit der Mitglieder für ihn aus. Die Entscheidung über die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer fällt am 16. Januar.

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