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Frankreich und USA wenden Handelsstreit ab | BR24

© Reuters/Liewig Christian

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire.

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    Frankreich und USA wenden Handelsstreit ab

    Im Streit um die Besteuerung von Digitalkonzernen haben sich Paris und Washington geeinigt: Die französische Ditigalsteuer wird verschoben, dafür haben die USA zugesichert, keine Vergeltungszölle auf Produkte wie Wein und Käse zu verhängen.

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    Sichtlich erleichtert trat Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire am Mittwoch vor die Kameras. "Wir haben eine Vereinbarung erreicht", sagte Le Maire am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums ins Davos. Vorausgegangen waren Gespräche mit seinem US-amerikanischen Kollegen Steven Mnuchin über die Digitalsteuer, die vor allem US-Internetkonzerne trifft. Deren Einführung wolle Frankreich demnach auf Dezember verschieben. Dafür zog Washington seine Drohung zurück, Vergeltungszölle auf französische Produkte wie Wein oder Käse zu verhängen.

    Es geht um Tech-Riesen wie Amazon und Google

    Mit der Einigung könnte ein neuer Handelsstreit zwischen den USA und der Europäischen Union vermieden werden. Vor Le Maires Ankündigung war bereits aus französischen Regierungskreisen verlautet, dass die Digitalsteuer für Tech-Riesen wie Amazon, Google und Facebook als Geste des guten Willens auf Ende des Jahres verschoben werden sollte. Die Verständigung hatte sich bereits nach einem Treffen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit US-Präsident Donald Trump ebenfalls in Davos abgezeichnet. Anschließend war von weiteren Gesprächen bis zum Jahresende die Rede gewesen.

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