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Fraktionschef: "Kramp-Karrenbauer wird Kanzlerkandidatin" | BR24

© dpa-Bildfunk

Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU, bei der Pressekonferenz nach der Klausur des CDU Bundesvorstands am 3. Juni 19

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    Fraktionschef: "Kramp-Karrenbauer wird Kanzlerkandidatin"

    Zuletzt wuchsen die Zweifel an einer möglichen Kanzlerkandidatin Kramp-Karrenbauer. Der Vorsitzende der Unionsfraktion Ralph Brinkhaus springt ihr nun zur Seite - während die Werte-Union lieber die Mitglieder befragen möchte.

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    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus ist davon überzeugt, dass CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nächste Kanzlerkandidatin der Union wird. Auf die Frage, ob Kramp-Karrenbauer rasch ins Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel wechseln solle, sagte er, die Vorsitzende habe viel zu tun mit der Neuaufstellung der CDU. "Und sie wird auch unsere nächste Kanzlerkandidatin sein. Insofern ist das ihre Entscheidung, was der beste Weg dafür ist."

    Laschet gegen vorzeitige Festlegung

    Nach dem Desaster der CDU bei der Europawahl und der Kritik am Umgang der Parteizentrale mit dem Anti-CDU-Video des YouTubers Rezo war teils auch intern die Eignung Kramp-Karrenbauers für das Kanzleramt infrage gestellt worden. Über einen Wechsel der Vorsitzenden auf einen Kabinettsposten wird gelegentlich spekuliert, da sie in diesem Fall noch mehr Möglichkeiten hätte, sich mit der Umsetzung von Politik und häufigeren öffentlichen Auftritten zu profilieren.

    Aus Sicht des stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Armin Laschet ist noch nicht über die nächste Kanzlerkandidatur entschieden. "Annegret Kramp-Karrenbauer hat vorgeschlagen, die Kanzlerkandidatur auf dem CDU-Parteitag Ende 2020 zu entscheiden. Ende 2020 ist nicht heute und nicht jetzt", hatte Laschet der "Welt am Sonntag" gesagt.

    Werte-Union fordert Urwahl

    Die konservative Werte-Union sprach sich dafür aus, die Parteimitglieder über den nächsten Kanzlerkandidaten von CDU und CSU abstimmen zu lassen. "Die Werte-Union fordert angesichts der verheerenden Umfragewerte eine Urwahl des Kanzlerkandidaten durch die Mitglieder und startet kurzfristig eine Initiative zu deren Umsetzung", sagte der Bundesvorsitzende Alexander Mitsch der "Welt". Die Große Koalition sei gescheitert, "sowohl inhaltlich als auch in den Augen der Bürger."

    Brinkhaus sagte auf die Frage, ob es die Große Koalition angesichts der ungeklärten Führungsfrage bei der SPD und des anhaltenden Streits in Sachfragen an Weihnachten noch geben werde: "Der Plan ist, dass es die GroKo Weihnachten noch gibt." Der Bundestag sei bis 2021 gewählt, ebenso die Kanzlerin mit ihrer Bundesregierung vom Parlament.