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#fragBR24💡 Woran sterben wir? | BR24

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Der Tod gehört zum Leben dazu. Doch was sind die häufigsten Todesursachen in Deutschland? Die aktuellste Daten dazu stammen aus dem Jahr 2018.

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#fragBR24💡 Woran sterben wir?

Von 1991 bis heute sind in Deutschland zwischen 818.271 und 954.874 Menschen pro Jahr gestorben. 2018 sorgte eine Grippewelle für die höchste Übersterblichkeit seit damals. 2019 gingen die Sterbefälle wieder zurück. Wie wird sich Corona auswirken?

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Von
  • Josef Häckler

Wer woran gestorben ist, hat das Statistische Bundesamt genau erfasst. Die aktuellsten Zahlen stammen aus dem Jahr 2018: Die häufigsten Todesursachen in jenem Jahr waren Herz-Kreislauferkrankungen: 345.274 Menschen sind daran gestorben, das sind 36,2 Prozent aller Todesfälle. Direkt dahinter folgen Krebserkrankungen mit 230.031 Todesfällen (24,1 Prozent). Erkrankungen des Atmungssystems sind mit 71.700 (7,5 Prozent) am dritthäufigsten.

Zahl der Grippetoten variiert stark

Während der Grippewelle 2017/18 sind laut Robert Koch-Institut 25.100 Menschen in Deutschland an der Influenza gestorben. "Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren", betont Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts in Bezug auf die Grippe. So viele Todesfälle gebe es bei einer Grippewelle sehr selten. Laut Wieler gebe es auch Wellen mit wenigen hundert Todesfällen.

Wie wirkt sich Covid-19 auf die Sterblichkeit aus?

Wie stark sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesamtzahlen der Sterbefälle in Deutschland im laufenden Jahr? Um diese Frage zu beantworten, hat das Statistische Bundesamt vorläufige Auszählungen von Sterbefallmeldungen der Standesämter zur Verfügung gestellt.

Betrachtet man die Jahresverläufe in der Sterbefallstatistik, fallen jedes Jahr typische Schwankungen während der Grippezeit von ungefähr Mitte Dezember bis Mitte April auf. Das wird besonders beim Blick auf die Zahlen aus den Vorjahren deutlich: Im März 2019 starben etwa 86.700 Menschen. Im März 2018 waren es 107.100. Auch ohne Corona-Pandemie können die Sterbefallzahlen in der typischen Grippezeit also stark schwanken.

Deutliche mehr Tote im März und April 2020

Betrachtet man die Entwicklung im Jahr 2020 nach Kalenderwochen, dann wird deutlich, dass es von der 13. bis zur 18. Kalenderwoche, also vom 23. März bis zum 3. Mai, deutlich erhöhte Sterbefallzahlen im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 zeigt. In der Kalenderwoche 15, also vom 6. bis zum 12. April, war die Abweichung mit 14% über dem vierjährigen Durchschnitt am größten. Im gesamten April lag die Zahl der Gestorbenen mit etwa 83.800 gemeldeten Fällen deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre.

Quellen: Statistisches Bundesamt, RKI

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