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Corona: Zahlendreher führt zu Falschmeldungen im Fall Ischgl | BR24

© dpa/pa, Jakob Gruber

Die Wintersaison endet heuer aufgrund des Coronavirus in Tirol frühzeitig

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    Corona: Zahlendreher führt zu Falschmeldungen im Fall Ischgl

    Wann hat sich das Coronavirus im Österreichischen Wintersportort Ischgl ausgebreitet? Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit musste am Donnerstag einen Zahlendreher korrigieren.

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    Von
    • Natascha Zeitel-Bank

    Der Wintersportort Ischgl in Österreich gilt als potenzielle Keimzelle des Coronavirus . Ein Zahlendreher hat nun zu großer Verwirrung bei den in- und ausländischen Medienvertretern geführt. Noch am späten Donnerstagvormittag hatte anlässlich einer Pressekonferenz Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Humanmedizin (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), gemeinsam mit dem österreichischen Gesundheitsminister Günther Anschober bekannt gegeben, dass es bereits am 05. Februar statt am 05. März den ersten Coronafall in Ischgl gegeben haben soll.

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    Bund und Land hatten unterschiedliche Daten

    "Patient Null" solle nun aus der Schweiz stammen und als Kellnerin in Ischgl gearbeitet haben. Eben in derselben Après-Skibar wie der als bisher vermutete Verbreiter des Coronavirus, einem 36-jährigen Deutschen mit norwegisch klingendem Namen. Damit hätte der Bund andere Daten als das Land Tirol vorliegen gehabt. Dies hat sich nun aber als falsch erwiesen. Alle bisher veröffentlichten Daten des Landes Tirols bleiben somit bestehen.

    Am Donnerstagabend verschickte das Gesundheitsministerium eine Korrektur. Es habe einen Eingabefehler gegeben. "Es bleibe in diesem Fall beim Datum 5.3."

    "Ich habe die Autoren der Dokumentation beauftragt, den Hintergrund dieses Fehlers lückenlos aufzuklären." Günther Anschober, österreichischer Gesundheitsminister

    Schlechtes Krisenmanagement?

    Wie das Land Tirol dem BR sagte, gab es im Vorfeld der Pressekonferenz "keinerlei Abstimmungen". Die Inhalte hätten somit bis auf diesen Zahlendreher, der eine Verschiebung des Datums der ersten Coronavirus-Übertragungen um vier Wochen nach vorne bedeutet hätte, alle gestimmt. Dies sei in der momentanen Situation natürlich fatal für das Land Tirol, so ein Sprecher. Dem Land wird bereits seit Tagen ein schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen.

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