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FPÖ-Parteitag wählt Hofer zum neuen Vorsitzenden | BR24

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Norbert Hofer ist zum neuen Vorsitzenden der rechtspopulistischen FPÖ gewählt worden.

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FPÖ-Parteitag wählt Hofer zum neuen Vorsitzenden

Zwei Wochen vor der Nationalratswahl in Österreich hat die FPÖ Norbert Hofer als neuen Parteivorsitzenden bestätigt. Der 48-Jährige bekam auf dem Parteitag in Graz über 98 Prozent der Stimmen.

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Nahezu einstimmig votierten die FPÖ-Delegierten für Norbert Hofer, der die Partei nach der Ibiza-Affäre und dem Rücktritt ihres langjährigen Vorsitzenden Heinz Christian Strache bereits kommissarisch geführt hatte. Mit 98,25 Prozent der Stimmen erzielte Hofer ein fast gleich hohes Ergebnis wie Strache vor zwei Jahren.

35 Prozent als Wahlziel

15 Tage vor den Wahlen zum Nationalrat ging der neue FPÖ-Chef in seiner Ansprache nur kurz auf seinen Vorgänger ein, der nicht auf dem Parteitag in Graz anwesend war. Strache habe beim Wiederaufbau der FPÖ seit 2005 "unglaubliches geleistet", so Hofer.

Die FPÖ dürfe sich bei den bevorstehenden Parlamentswahlen nicht mit dem zweiten oder dritten Platz zufrieden geben, 35 Prozent sei die Messlatte, gab Hofer als Losung aus:

"Es ist uns Ziel, zur stärksten Partei in Österreich zu werden, weil wir es können und weil Österreich uns braucht - und wie!" Norbert Hofer, FPÖ-Vorsitzender

Mehr Befugnisse für den Parteichef

Jüngsten Meinungsumfragen zufolge, die heute veröffentlicht wurden, sind die Freiheitlichen jedoch von diesem Ziel noch weit entfernt: Der FPÖ werden rund 20 Prozent prognostiziert, sechs Prozent weniger als bei den letzten Nationalratswahlen vor zwei Jahren. Die FPÖ sei in der Vergangenheit auf dem Weg zur stärksten Partei Österreichs zu werden, mehrmals an sich selbst gescheitert – "jetzt wieder", sagte Hofer mit Blick auf das Ibiza-Video. Der neue Parteichef ließ sich von den Delegierten mehr Machtbefugnisse erteilen, um auch einfache Parteimitglieder der Rechtspopulisten entlassen zu können.

"Wir müssen auch dort die notwendigen Maßnahmen setzen, wo wir erkennen müssen, dass jemand aus unserer Gesinnungsgemeinschaft etwas tut, was uns massiv schadet. Auch dort müssen wir rasch und entschlossen reagieren." Norbert Hofer, FPÖ-Vorsitzender

Hofer für neue Koalition mit ÖVP

Damit geht die FPÖ-Führung indirekt auf eine Forderung von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz ein, der von seinem ehemaligen Koalitionspartner eine eindeutige Abgrenzung von Rechtsextremisten wie der Identitären Bewegung verlangt. Hofer plädierte für eine Fortsetzung der Koalition mit der konservativen Volkspartei ÖVP von Kurz.

So billigte der Parteitag Hofers Leitantrag, der sich für eine "vollständige" Umsetzung des mit der ÖVP 2017 ausgearbeiteten Regierungsprogramms ausspricht. Ex-Innenminister Herbert Kickl, dessen von Kurz erzwungene Entlassung zum Ende der schwarz-blauen Koalition geführt hatte, attackierte den ehemalige Kanzler mit den Worten: Die FPÖ werde "mit Sicherheit" zu "keiner Außenstelle des Sebastian-Kurz-Anbetungsvereins". Bei möglichen Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP stelle die FPÖ sehr wohl Anspruch auf das Innenministerium, betonte Kickl.

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FPÖ wählt Norbert Hofer zum Vorsitzenden.

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Das skandalöse Ibiza-Video hat vor vier Monaten die schwarzblaue Regierung in Österreich gesprengt. In gut zwei Wochen wählt Österreich ein neues Parlament. Der Wahlkampf ist in der heißen Phase. Ex-Kanzler Kurz will das Ruder wieder übernehmen.