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In der österreichischen Stadt Hallein im Salzburger Land ist am Samstag nach Starkregen die Innenstadt überflutet worden. Ein Bach schwoll zu einem reißenden Fluss an.

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Österreich: Flutwelle raste durch Hallein

In der österreichischen Stadt Hallein im Salzburger Land ist am Samstag nach Starkregen die Innenstadt überflutet worden. Ein Bach schwoll zu einem reißenden Fluss an. Auch in Salzburg, Tirol und Wien waren Retter im Dauereinsatz.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Clemens Verenkotte

Die Lage in Hallein bei Salzburg ist nach den sintflutartigen Regenfällen weiter angespannt. Die Behörden seien dabei, tiefer gelegene Teile der 22.000-Einwohner-Stadt an der bayerischen Grenze gegen eine neuerliche Überflutung zu sichern, sagte ein Sprecher. Mehrere Dutzend Bewohner einer Siedlung in einem Stadtteil mussten vorsorglich ihre Wohnungen räumen.

Der Kothbach hat sich zu einem reißenden Fluss entwickelt und die historische Innenstadt von Hallein geflutet. Es wurde Zivilschutzalarm ausgelöst. Der Bürgermeister, Alexander Stangassinger, sprach am Sonntagmorgen im ORF von Millionenschäden. Ein Stadtsprecher sagte, es seien Aufräumarbeiten in der Altstadt im Gange. Einige Gebäude sowie Teile der Infrastruktur seien schwer beschädigt.

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Erschreckende Szenen spielten sich letzte Nacht auch in Österreich ab. In der Stadt Hallein riss das Wasser alles mit, was im Wege stand - vom Auto bis zum Möbelstück.

Auf Videoaufnahmen vom Samstagabend sind massive Überschwemmungen zu sehen. Gewaltige Wassermassen flossen durch die Altstadt, rissen Autos mit und zerstörten Auslagen. Mit ein Grund für die Sturzflut war wohl ein im Bach verkeiltes Auto, wie Einsatzkräfte BR-Reporter Dominik Bartl schilderten.

Video: Das BR24live aus der Nacht zur Hochwasser-Situation in Bayern und Österreich

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Im Südosten Bayerns haben starke Regenfälle die Pegel der Flüsse stark ansteigen lassen. Besonders von Überschwemmungen betroffen: das Berchtesgadener Land. Der Landkreis rief den Katastrophenfall aus. Mindestens ein Mensch starb durch die Fluten.

Keine Vermissten oder Verletzten

Glücklicherweise gibt es bislang keine Hinweise auf Verletzte oder Vermisste. Berichte, wonach Menschen im Wasser mitgerissen worden seien, bestätigten sich laut BR-Korrespondent Nikolaus Neumaier nicht.

Menschen, die in ihren Häusern eingeschlossen waren, seien mit Hilfe von Booten oder Lastwagen geborgen worden, sagte der Landesfeuerwehr-Kommandant. Rettungskräfte und Soldaten des Bundesheeres sind im Einsatz. Das Wasser floss laut Behörden am späten Abend teilweise wieder ab.

Salzburg baut Hochwasserschutz auf

Schon zuvor war die Bevölkerung aufgerufen worden, vorsichtig zu sein und die Keller nicht aufzusuchen. Auch in anderen Teilen der österreichischen Alpen ist die Situation angespannt. So musste rund um Kitzbühel die Feuerwehr zahlreiche Keller leer pumpen. In der Stadt Salzburg wurde der mobile Hochwasserschutz aufgebaut.

Zivilschutzalarm auch in Mittersil und Kufstein

Auch in Mittersil im Pinzgau und Kufstein wurde Zivilschutzalarm ausgelöst. In Kufstein wurden die Einwohner am späten Abend aufgefordert, ihre Wohnungen und Gebäude nicht zu verlassen und sich in höhere Stockwerke zurückzuziehen. In der Nacht sei aufgrund von Murengefahr die Felbertauernstraße zwischen der Mautstelle und Hinterburg gesperrt worden, wie die Leitstelle Tirol meldete.

Sintflutartig geregnet hat es auch in weiteren Teilen Österreichs. Das sorgte für Überschwemmungen in Salzburg, Tirol und der Hauptstadt Wien. Auch dort waren die Feuerwehren im Dauereinsatz.

Und auch Bayern kämpft mit Wassermassen. Hier wurde im Berchtesgadener Land der Katastrophenfall ausgerufen. Passau bereitet sich auf ein Hochwasser bis Meldestufe 4 vor.

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