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Fluglotsenstreik in Frankreich hat auch Auswirkungen auf Bayern | BR24

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In Frankreich haben die Gewerkschaften heute zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Sie demonstrieren damit gegen die geplante Streichung von rund 120.000 Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst. An dem Ausstand beteiligen sich auch die Fluglotsen.

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Fluglotsenstreik in Frankreich hat auch Auswirkungen auf Bayern

In Frankreich haben die Gewerkschaften heute zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Sie demonstrieren damit gegen die geplante Streichung von rund 120.000 Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst. An dem Ausstand beteiligen sich auch die Fluglotsen.

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Wer heute mit dem Flugzeug nach Frankreich reisen will, könnte möglicherweise Probleme haben: Im ganzen Land haben dort Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ihre Arbeit niedergelegt, darunter auch die Fluglotsen. Das hat auch Auswirkungen auf die bayerischen Flughäfen. Betroffen sind vor allem Verbindungen nach Frankreich, Spanien, Portugal und Großbritannien.

Zahlreiche Flüge ausgefallen oder verspätet gestartet

In der Landeshauptstadt am Flughafen München wurden nach Angaben eines Flughafensprechers am Vormittag zehn Flüge nach Lyon, Toulouse und Madrid gestrichen. Am Allgäu Airport in Memmingen fielen drei Flüge nach Porto, Alicante und Palma aus, wie der Betreiber im Internet mitteilte. In Nürnberg waren laut einer Sprecherin zunächst keine Auswirkungen zu spüren.

Streik soll noch bis Freitagmorgen dauern

Mit dem Streik wollen neun französische Gewerkschaften gegen einen Gesetzesentwurf zur Umwandlung des öffentlichen Dienstes mobil machen. Sie hoffen so zum Beispiel angekündigte Stellenstreichungen und befristete Verträge verhindern zu können. Die Fluglotsen-Gewerkschaften fordern außerdem mehr Beamte in der französischen Zivil-Luftfahrtbehörde DGAC. Der Streik soll noch bis Freitagmorgen um 6 Uhr gehen.

Auch "Gelbwesten"-Aktivisten wollen teilnehmen

In Paris ist für 14 Uhr eine zentrale Kundgebung geplant. An den Protesten könnten auch Vertreter der "Gelbwesten"-Bewegung teilnehmen. Mit den Kürzungen im öffentlichen Dienst will die Regierung in Paris den Haushalt des Landes entlasten. Präsident Emmanuel Macron hatte kürzlich aber ein mögliches Zugehen auf die Gewerkschaften signalisiert.