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Flüchtlingskindern drohen sexuelle Übergriffe | BR24

© pa/dpa/Andreas Gebert

Experten fordern Mindeststandards zum Schutz von Flüchtlingskindern vor sexuellem Missbrauch

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    Flüchtlingskindern drohen sexuelle Übergriffe

    Flüchtlingskindern könnte laut Experten die Gefahr von sexuellem Missbrauch drohen, solange es keine verbindlichen Mindeststandards in den Notunterkünften gibt. In Zeltlagern und Schlafsälen würden Kinder nicht ausreichend vor Übergriffen geschützt.

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    In den Zelten, Flüchtlingsunterkünften und Kasernen gebe es zu wenig Schutz für Kinder, sagte Johannes-Wilhelm Rörig, der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs bei einer Tagung der Kinderhilfsstiftung World Childhood Foundation in Würzburg. Unter dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft könnten Pädosexuelle die Nähe von Kindern suchen und relativ leicht erlangen.

    Prävention und Sensibilität

    Deshalb sei es höchste Zeit, Präventionsmaßnahmen sowie Mindeststandards einzuführen. Hauptberufliche und ehrenamtliche Helfer müssten etwa für die Gefahren von sexuellen Übergriffen sensibilisiert sein: "Diese Gefahr darf in einer Einrichtung nicht tabuisiert werden. Denn Missbrauch findet dort statt, wo dazu geschwiegen wird." Weitere Bestandteile von Schutzkonzepten seien nach Geschlecht getrennte Toiletten und Waschräume, Beschwerdemöglichkeiten für Flüchtlinge, eine gewissenhafte Personalauswahl und vorbereitete Notfallpläne. 

    "Es geht hier überhaupt nicht um einen Generalverdacht gegen die Helfenden. Hier geht es einzig und allein um den Schutz und das Wohl der Flüchtlingskinder." Johannes-Wilhelm Rörig