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Flüchtlinge springen vor Lampedusa von Rettungsschiff | BR24

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Neun Menschen sind nach Angaben der spanischen Hilfsorganisation Open Arms von ihrem Schiff ins Mittelmeer gesprungen.

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Flüchtlinge springen vor Lampedusa von Rettungsschiff

Die Lage auf dem spanischen Rettungsschiff Open Arms gerät zunehmend außer Kontrolle. Wieder sprangen mehrere Flüchtlinge ins Meer und versuchten, die italienische Insel Lampedusa schwimmend zu erreichen.

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Die Lage auf dem spanischen Rettungsschiff Open Arms spitzt sich immer weiter zu. Nach fast drei Wochen auf See sind mehrere Flüchtlinge aus Verzweiflung ins Wasser gesprungen: Sie wollten versuchten, die italienische Insel Lampedusa schwimmend zu erreichen. Neun Menschen seien ins Meer gesprungen, twitterte die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms. Die Besatzung und die italienische Küstenwache versuchte, sie in Sicherheit zu bringen. Ersten Berichten zufolge sollen alle Menschen gerettet worden sein.

"Schande für die gesamte Menschheit"

Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, einige Flüchtlinge seien von der Küstenwache bei starkem Wellengang gerettet und an Land gebracht worden. Dort seien sie von Ärzten betreut worden. Das Rettungsschiff hat derzeit noch rund 90 Menschen an Bord.

Die Regierung in Madrid hatte dem Schiff den nächstgelegenen spanischen Hafen angeboten - jedoch sah sich die NGO nicht in der Lage, in der prekären Lage an Bord noch tagelang quer über das Mittelmeer zu fahren. Italien hatte angeboten, die Flüchtlinge mit einem Schiff ihrer Küstenwache nach Spanien zu fahren.

Die spanische Regierung kündigte eine baldige Lösung an. Wie genau die Lösung aussehen solle, ließ Verteidigungsministerin Margarita Robles aber offen. Angesichts der humanitären Notlage an Bord dürfe niemand wegschauen, sagte Robles weiter. Der italienische Innenminister Matteo Salvini kümmere sich nicht um Menschenleben, sondern nur um seinen Wahlkampf.

"Das, was Salvini im Zusammenhang mit Open Arms macht, ist eine Schande für die gesamte Menschheit." Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles

Der Sondergesandte des UN-Menschenrechtskommissariats für das Mittelmeer, Vincent Cochetel, verlangte, die Open Arms müsse sofort in den nächstgelegenen Hafen einlaufen. Das sei nicht nur ein "humanitärer Imperativ", sondern auch eine gesetzliche Verpflichtung des internationalen Seerechts, schrieb er auf Twitter.

Salvini: "Spanische NGO, spanisches Schiff, spanischer Hafen"

Schon bevor klar war, wie die Lösung Spaniens aussehen wird, teilte Salvini mit: "Spanische NGO, spanisches Schiff, spanischer Hafen: richtig so. Die italienische Kohärenz und die Standhaftigkeit zahlen sich aus, wir sind nicht länger das Flüchtlingslager Europas."

Obwohl die Open Arms seit Tagen direkt vor Lampedusa liegt und sich mehrere EU-Staaten zur Aufnahme der Menschen bereiterklärt hatten, will Salvini die Menschen weiter nicht an Land lassen. In der Nacht durften lediglich neun Menschen aus medizinischen Gründen an Land gehen.