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Flucht nach England: Asylbewerber ertrinkt im Ärmelkanal | BR24

© picture alliance/Reinhard Kungel

Britische Flagge

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    Flucht nach England: Asylbewerber ertrinkt im Ärmelkanal

    An der belgischen Küste ist die Leiche eines Irakers geborgen worden. Er wollte offenbar nach seinem Asylantrag in Deutschland über den Ärmelkanal nach England schwimmen.

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    Der 48 Jahre alte Iraker hatte behördliche Papiere aus Karlsruhe bei sich, wie Behördensprecher Yves Segaert der Deutschen Presse-Agentur sagte. Darunter sei die Aufforderung gewesen, sich bei den Behörden in der baden-württembergischen Stadt zu melden.

    Flüchtling hatte improvisierte Schwimmweste

    Der Tote, der am Freitagnachmittag in der Nähe eines Windparks im Wasser gefunden wurde, hatte nach Segaerts Worten eine improvisierte Schwimmweste aus leeren Plastikflaschen am Körper. Vermutlich habe er versucht, von Nordfrankreich aus Großbritannien zu erreichen. Der Kanal ist selbst an der engsten Stelle mehr als 30 Kilometer breit.

    Einige Tage vorher: Floß aus leeren Flaschen im Ärmelkanal gesichtet

    Segaert sagte, einige Tage vor Entdeckung der Leiche sei bereits ein aus leeren Flaschen gebautes Floß mit zwei Personen vor der französischen Küste gesichtet worden. Ob der Tote einer der beiden sei, sei jedoch unklar.

    Seit Januar 1451 Migranten gerettet

    Die Zahl der Überfahrten von Migranten von Frankreich nach England hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Allein seit Januar seien 1451 Menschen gerettet worden, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Im vergangenen Jahr seien es 586 gewesen.

    Erst am Sonntag waren in der Nähe der französischen Küstenstadt Dunkerque 22 Menschen von einem Boot in Sicherheit gebracht worden, wie die zuständige Präfektur mitteilte.