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Labor

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    Firma Biowest verklagt Konkurrenten auf mehrere Millionen

    Mit einer Millionenklage um illegale Geschäfte mit Serum aus dem Blut ungeborener Kälber muss sich nun das Landgericht Baden-Baden beschäftigen. Eine der beklagten Firmen hat ihren Sitz in Deutschland.

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    Das Unternehmen Biowest mit Sitz in Frankreich wirft den beklagten Unternehmen vor, gepanschtes Serum zu verkaufen. Eine der beklagten Firmen - Life Technologies mit Sitz in Darmstadt - wies die Vorwürfe zurück. Die zweite beklagte Firma sitzt in Großbritannien. 

    Biowest-Chef Ole Nielsen erklärte, kriminelle Aktivitäten in der Serum-Lieferkette machten Forschungs-Investitionen teils nichtig. Außerdem hätten sich viele Unternehmen nicht an ihre ethischen Verpflichtung gehalten, Opfer von gepanschtem Serum zu informieren. 

    Nährlösung für Zellkulturen

    Fötales Kälber-Serum wird als Nährlösung für Zellkulturen gebraucht. Je nach Herkunft bestehen große Preisunterschiede. Das Serum wird beim Schlachten trächtiger Kühe gewonnen. Einem Bericht von Süddeutscher Zeitung und NDR zufolge kann gepanschtes Serum Forschungsergebnisse verfälschen und unbrauchbar machen.

    Panschen von Serum lukrativ

    Falsche Kennzeichnung und das Vermischen von Kälberserum verschiedener Herkunft ist den Recherchen von SZ und NDR zufolge wegen großer Preisunterschiede lukrativ. Weil es in Australien und Neuseeland zum Beispiel keine Maul- und Klauenseuche gibt, gelte fötales Serum von dort als besonders hochwertig und koste bis zu 1.500 Euro pro Liter. Serum aus den USA oder Europa liege bei 500 bis 1.000 Euro. Für Ware aus Südamerika, die weniger sicher sei, liege der Preis bei 120 Euro je Liter.