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Finanzpolster der Krankenkassen wächst auf 21 Milliarden | BR24

© pa / dpa / Christian Ohde

Versichertenkarten auf Geldscheinen

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Finanzpolster der Krankenkassen wächst auf 21 Milliarden

Die gesetzlichen Krankenkassen haben laut einem Zeitungsbericht seit Jahresbeginn 1,9 Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben. Ihre Rücklagen sind damit auf 21 Milliarden gewachsen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist das zu viel.

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Besonders hoch fiel der Überschuss der Allgemeinen Ortskrankenkassen aus, sie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Gesundheitsministeriums berichtet : Er erreichte seit Januar rund 920 Millionen Euro. Bei den Ersatzkassen sind es 534 Millionen, bei den Betriebskrankenkassen 190 Millionen Euro.

Spahn: "Die Kassen horten Geld"

Die gesamten Finanzreserven der Kassen liegen damit bei 21 Milliarden Euro. Ende Juni hatten sie erstmals die Marke von 20 Milliarden Euro überschritten.

Gesundheitsminister Jens Spahn will dieser Entwicklung entgegen steuern. Er sagte der Zeitung: "Die Krankenkassen horten weiter das Geld der Beitragszahler. Sie haben inzwischen das Vierfache der Mindestreserven auf der hohen Kante. Das ist einfach zu viel."

Spahn hatte bereits im April gefordert, dass die Kassen ihre Überschüsse schrittweise abbauen sollten - entweder durch bessere Leistungen oder durch Beitragssenkungen.

Eine Lösung braucht wohl Zeit

Der Bundesrat hatte im November ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz passieren lassen, das unter anderem vorsieht, dass gesetzliche Kassen mit besonders großem Finanzpolster Reserven ab 2020 binnen drei Jahren abbauen müssen. Bedingung ist aber, dass bis dahin eine Reform des Finanzausgleichs unter den Kassen geschafft ist - und der ist äußerst kompliziert.