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Feuer in Notre-Dame: Wie sind Bayerns Kirchen geschützt? | BR24

© Peter Kneffel/BR

Nach der Brandkatastrophe in Notre-Dame, Paris: Wie sind Bayerns Kirchen geschützt?

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    Feuer in Notre-Dame: Wie sind Bayerns Kirchen geschützt?

    Ein stundenlang wütendes Feuer verwüstet die Kathedrale Notre-Dame in Paris. Die Flammen sind gelöscht, das genaue Ausmaß der Zerstörungen noch nicht bekannt. Könnte solch ein Kirchenbrand auch in Regensburg, Passau, Bamberg oder München geschehen?

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    Ein verheerendes Feuer hat große Teile der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame im Herzen von Paris zerstört. Das Feuer war am Montagabend ausgebrochen.

    Notre-Dame: Feuer ließ Turm einstürzen

    Das Feuer ließ den Spitzturm einstürzen und griff schnell auf große Teile des Dachstuhls über. Nach Kirchenangaben brannte auch die hölzerne Inneneinrichtung. Flammen schossen aus dem Dach und tauchten den Abendhimmel in Orange, Rauch stieg auf. Hunderte Katholiken, Anwohner, Schaulustige und Touristen versammelten sich zu Gesängen und zum Gebet. Tausende verfolgten die Szenerie von Brücken rund um die Île de la Cité.

    Dome in Regensburg, Passau und Bamberg

    Könnte sich so eine verheerende Brandkatastrophe auch in Bayerns großen Kirchen ereignen? Das Bayerische Bauministerium sieht sich laut Katholischer Nachrichtenagentur gegen Feuerkatastrophen in Kirchen gut gerüstet. Bei den drei Domen in Regensburg, Passau und Bamberg gebe es eine staatliche Baupflicht. Grundsätzlich müsse man dort zwischen "normalem Betrieb" und "Baustellenbetrieb" unterscheiden, hieß es.

    "Für beide Fälle sind wir jeweils gut vorbereitet - auch nach dem schrecklichen Brand müssen wir uns nicht erst umstellen, sondern haben einen Routine-Ablauf gemeinsam mit der Feuerwehr." Bayerisches Bauministerium

    Regelmäßige Begehungen mit der Feuerwehr

    Im Normalfall gebe es regelmäßig Begehungen von Mitarbeitern der Bauämter und eine Feuerbeschau mit der Feuerwehr. Dabei würden alle wichtigen Dachstühle routine- und regelmäßig nach möglichen Schadstellen und Brandlasten inspiziert.

    Bei Bauarbeiten in und an historischen Gebäuden gebe es zusätzliche Sicherheitsvorgaben. Besonders brandgefährliche Tätigkeiten wie Schweißen würden etwa nur mit besonderen Vorkehrungen erledigt; es müsse beispielsweise genug Löschwasser vorhanden sein.

    Türme der Frauenkirche höher als die Feuerwehrleiter

    Bei der Frauenkirche sind laut Münchner Feuerwehr die Türme das größte Problem. Das sagte Oberbrandmeister Tobias Reuther dem Evangelischen Pressedienst. Die Türme seien 98 und 99 Meter hoch - die Drehleiter käme aber nur auf 32 Meter, für die Hubrettungsbühne sei bei 52 Metern Schluss.

    Wie ist der Brandschutz im Münchner Dom?

    Glücklicherweise sind die Türme laut Münchner Feuerwehr aber baulich und brandschutztechnisch komplett vom restlichen Kirchenschiff getrennt. Zudem seien sie mit einer Sprühwasserlöschanlage ausgestattet, die im Notfall das Feuer eindämmen und der Feuerwehr mehr Zeit verschaffen würde. Das Kirchenschiff selbst sei beim Umbau mit einem Rauchansaugsystem ausgestattet worden, das die Feuerwehr frühzeitig warnen würde.