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Feuer in Chile: Waldbrand zerstört Häuser in Valparaiso | BR24

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Im malerischen Valparaiso an der chilenischen Küste herrscht der Notstand: Brände wüten in mehrere Vierteln. Tausende Menschen mussten über Weihnachten ihre Häuser verlassen. Viele von ihnen haben alles verloren.

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Feuer in Chile: Waldbrand zerstört Häuser in Valparaiso

Dichter Rauch liegt über den Außenbezirken der chilenischen Stadt Valparaiso: Bei einem Waldbrand wurden 150 Häuser zerstört oder beschädigt. Mehrere Viertel der UNESCO-Welterbestadt wurden evakuiert.

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Viele Familien in der chilenischen Stadt Valparaiso haben an Weihnachten ihr Zuhause verloren: Bei einem heftigen Waldbrand wurden nach Regierungsangaben 150 Gebäude zerstört oder beschädigt. Der Zivilschutz richtete Notunterkünfte ein. 1.715 Haushalte in der Region seien von der Stromversorgung abgeschnitten.

Mehrere Außenbezirke der Stadt im Westen des südamerikanischen Landes wurden evakuiert, wie die Feuerwehr mitteilte. Auf Videos ist zu sehen, wie die Bewohner versuchen, in dichtem Rauch ihre Habseligkeiten und Haustiere zu retten.

150 Hektar in Flammen

150 Hektar seien von den Bränden erfasst worden, erklärte Chiles Innenminister Gonzalo Blumel. Das Feuer hatte sich auf Weideflächen und zwischen Baumgruppen entwickelt, bevor es sich rasch ausbreitete und den meist aus Holz und Blech gebauten Häusern näherte. Alle Feuerwehrleute aus Valparaiso und Kollegen aus den Nachbargemeinden seien im Einsatz, teilten Feuerwehrleute auf Twitter mit. Sie würden durch Helikopter und Löschflugzeuge unterstützt.

Die Behörden gehen von Brandstiftung aus. Laut Gebietsverwaltung hat die Polizei Ermittlungen eingeleitet. Nach den Tätern werde gesucht.

Valparaiso an der Pazifikküste ist auf zahlreichen Hügeln errichtet. Die Altstadt mit ihren historischen, bunt verzierten Holzhäusern, steilen Gassen und Treppen gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.