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Paris: Zwei Festnahmen nach Terrorattacke | BR24

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Nach einer Messerattacke in Paris in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins "Charlie Hebdo" gab es zwei Festnahmen. Bei der Attacke sind zwei Menschen verletzt worden. Anti-Terror-Fahnder haben die Ermittlungen aufgenommen.

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Paris: Zwei Festnahmen nach Terrorattacke

Nach der Messerattacke in der Nähe der ehemaligen Redaktion des Pariser Satiremagazins "Charlie Hebdo" mit mindestens zwei Verletzten hat die Polizei zwei Männer festgenommen. Der Innenminister spricht von einem "eindeutig islamistischen Terrorakt".

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Kurz vor zwölf Uhr wurden am Freitag im elften Arrondissement von Paris zwei Menschen niedergestochen. Der Vorfall ereignete sich in der Rue Nicolas Appert, vor dem Gebäude, in dem das Satiremagazin "Charlie Hebdo" einst seine Redaktionsräume hatte. Die Verletzten sind eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Produktionsfirma Premières Lignes, die unter anderem für den Sender France 2 arbeitet. Die Anti-Terror-Fahnder haben die Ermittlungen übernommen. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest. Die Verletzten sind nach Angaben von Premierminister Jean Castex nicht in Lebensgefahr.

Zwei Verdächtige festgenommen

Einer der beiden Verdächtigen, die kurze Zeit nach dem Angriff in der Nähe des Tatorts festgenommen wurden, soll laut Staatsanwaltschaft der Haupttäter sein. Der 18-Jährige wurde nach ersten Erkenntnissen in Pakistan geboren. Medienberichten zufolge soll er der Polizei wegen anderer Delikte bekannt sein. Ihm wird vorgeworfen, die beiden Opfer mit einem Hackmesser verletzt zu haben. Bei dem zweiten Mann in Polizeigewahrsam handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen 33-Jährigen. Seine mögliche Beziehung zu dem Haupttäter werde noch untersucht, hieß es.

Ermittler vermuten terroristischen Hintergrund

2015 wurde ein Dutzend Mitarbeiter der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" von Islamisten ermordet. Seit Anfang des Monats findet in Paris ein Prozess gegen die Helfer und Komplizen der damaligen Attentäter statt. Charlie Hebdo hat aus diesem Anlass die Mohammed-Karikaturen erneut veröffentlicht.

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" hat daraufhin mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Wegen des aktuellen Vorfalls ermittelt die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris. Es ist nicht bekannt, ob die Täter bei ihren Messerattacken etwas gerufen haben.

Ständige Sorge vor Terroranschlägen in Frankreich

Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben mehr als 250 Menschen. Daher ist die Terrorgefahr fast ständig im Bewusstsein der Menschen. Alle Altenheime, Kindergärten und Schulen in der Umgebung wurden abgeriegelt. Die Menschen sollen ihre Häuser nicht verlassen. Im Innenministerium wurde ein Krisenstab eingerichtet.

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